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Informationen für den Boot-Vorgang Was ist der Master Boot Record (MBR)?

Der Master Boot Record ist im ersten Sektor eines Datenträgers wie einer Festplatte oder eines USB-Sticks zu finden. Er enthält die Partitionstabelle und ein Startprogramm, das für das Booten eines Computers notwendig ist. Das MBR-Konzept wurde bereits 1983 für IBM- und DOS-PCs eingeführt. Mit der Einführung von UEFI löst das GPT-Partitionsschema den Master Boot Record mehr und mehr ab und hebt zahlreiche mit ihm verbundene Einschränkungen auf.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

MBR ist das Akronym für „Master Boot Record“. Es handelt sich um ein bereits 1983 eingeführtes Konzept für IBM- und DOS-PCs mit x86er-Architektur und BIOS, das die Informationen zum Booten eines Rechners bereitstellt. Wesentliche Inhalte des Master Boot Records sind die Partitionstabelle und ein Startprogramm.

Zu finden ist der MBR im ersten Sektor eines Datenträgers wie einer Festplatte oder eines USB-Sticks. Er ist 512 Byte groß und endet in den letzten zwei Bytes mit den Werten 55 AA. Viele Jahre war der MBR zusammen mit dem BIOS der De-facto-Standard für Computer und Datenträger mit unterschiedlichen Betriebssystemen wie Windows oder Linux.

Mit der Einführung von UEFI verliert der MBR mehr und mehr an Bedeutung. Er wird durch das GPT-Partitionsschema (GPT steht für „GUID-Partitionstabelle“) abgelöst, das zahlreiche mit dem Master Boot Record verbundene Einschränkungen aufhebt und leistungsfähiger ist.

Inhalt und Funktionen des Master Boot Records

Im Wesentlichen besteht der Inhalt des Master Boot Records eines startfähigen Datenträgers aus diesen beiden Teilen:

  • Startprogramm,
  • Partitionstabelle.

Das Startprogramm belegt die ersten 446 Byte des Master Boot Records. Die Software wird beim Hochfahren eines Rechners vom BIOS aufgerufen und in den Arbeitsspeicher geladen. Sie wertet die Partitionstabelle aus und leitet den Bootvorgang mit dem Starten des auf einer aktiven Partition gespeicherten Betriebssystems nach dem sogenannten Chain-Loading-Prinzip in einer Art Kettenreaktion ein.

In der Partitionstabelle ist die Aufteilung des Laufwerks in Partitionen (logische Einheiten) hinterlegt. Die Tabelle kann vier Einträge mit jeweils 16 Byte aufnehmen. Die Größe einer Partition ist auf zwei Terabyte beschränkt. Für größere oder für mehr als vier Partitionen muss der Nachfolger des Master Boot Records, das GPT-Schema mit dem GUID Partition Table (GPT), verwendet werden.

Ein Master Boot Record endet immer mit den beiden Werten 55 AA in den letzten beiden Bytes. Ohne die korrekten Werte schlägt die Erkennung des Master Boot Records fehl, und der Bootvorgang eines Rechners kann nicht gestartet werden.

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