File-Hosting-Dienst in der Cloud Was ist Dropbox?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Rainer Graefen

Dropbox ist der Name eines Cloud-basierten File-Hosting- und File-Sharing-Dienstes des gleichnamigen US-amerikanischen Unternehmens. Eine Client-Software auf dem lokalen Gerät sorgt im Hintergrund automatisch für die Synchronisation ausgewählter Dateiverzeichnisse mit dem Cloud-Speicher. Die Software ist für verschiedene Betriebssysteme und Geräte wie PCs, Laptops, Smartphones und Tablets erhältlich. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Daten ist nicht vorgesehen.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: aga7ta - Fotolia)

Die Studenten Drew Houston und Arash Ferdowsi entwickelten den File-Hosting- und File-Sharing-Dienst im Jahr 2007 in San Francisco. Sie gründeten auch das gleichnamige Unternehmen. Mit Hilfe des Dienstes lassen sich Dateien eines lokalen Rechners Cloud-basiert speichern, mit weiteren Rechnern synchronisieren und bei Bedarf mit anderen Benutzern teilen. Eine lokale Client-Software sorgt im Hintergrund für die automatische Synchronisation der Dateien des dafür ausgewählten Verzeichnisses.

Der Dienst ist einer der weltweit am häufigsten verwendeten Cloud-Storage-Services. Er wird sowohl im privaten als auch im professionellen Umfeld verwendet. Die Client-Software ist für verschiedene Betriebssysteme wie Windows, macOS, Linux, Android oder iOS und unterschiedliche Geräte wie PCs, Laptops, Tablets und Smartphones verfügbar. Über die Jahre wurde der Funktionsumfang kontinuierlich erweitert. Heute bietet das Unternehmen zusätzlich Werkzeuge und Funktionen für die Zusammenarbeit im Team (Kollaborationstools). Eine eigene API ermöglicht anderen Anwendungen und Apps den Zugriff auf den Cloud-Storage-Service.

Der Dienst ist in verschiedenen Tarifstufen erhältlich. Während die Basic-Variante kostenlos ist, fallen für die weiteren Varianten wie Plus, Family, Professional, Business Standard und Business Advanced weitere Kosten an. Die verschiedenen Tarifstufen unterscheiden sich in der Größe des Speicherplatzes, dem täglich transferierbaren Datenvolumen, der Anzahl der Nutzer, der Anzahl der Geräte pro Nutzer, der maximalen Anzahl der Aufbewahrungstage für Dateiversionen und weiteren Funktionsmerkmalen. Die Abrechnung erfolgt auf Basis von Abomodellen mit monatlich oder jährlich zu begleichenden Kosten.

Grundsätzliche Funktionsweise

Eine wichtige Rolle für den File-Hosting-Service spielt die lokale Client-Software. Nach ihrer Installation synchronisiert sie automatisch im Hintergrund das ausgewählte Verzeichnis mit allen Unterverzeichnissen und Dateien. Die Daten in diesem Verzeichnis stehen auch offline zur Verfügung. Sobald eine Online-Verbindung besteht, synchronisiert der Client die Dateien mit dem Cloud-Speicher, mit dem noch weitere Geräte verbunden sein können.

Die Dateien auf mehreren Geräten lassen sich so auf dem gleichen Stand halten. Veränderte Dateien versioniert der Cloud-Speicher und hält sie über einen definierten Zeitraum zur Wiederherstellung zur Verfügung. Die Verknüpfung des Clients mit dem Cloud-Speicher erfolgt über den Benutzernamen und das Passwort des Anwenderkontos. Anwender können einzelne Dateien für andere Benutzer oder für die Allgemeinheit lesbar freigeben. Dropbox erzeugt hierfür einen Internetlink, über den die Datei auch ohne Client-Software erreichbar ist.

Dropbox sieht keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor. Die in der Cloud gespeicherten Daten sind für Dropbox selbst oder für Ermittlungsbehörden mit Zugriff auf den Cloud-Speicher eines Benutzers grundsätzlich lesbar. Es existieren zahlreiche Tools, mit denen sich eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der in der Dropbox gespeicherten Daten einrichten und automatisch ausführen lässt.

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