Storage-Server, oft im Cluster Was ist ein Speicherknoten (Storage-Node)?

Autor / Redakteur: Egoloizos / Dr. Jürgen Ehneß

Ein Speicherknoten oder Storage-Node ist ein physikalisch vorhandener oder virtueller Storage-Server, der Speichermedien (HDD oder SSD) enthält beziehungsweise mit Speichereinheiten verbunden ist. Im Verbund mit einem Backup-Server steuert der Speicherknoten die Erstellung von Sicherungskopien sowie das hierarchische Speichermanagement.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Speicherknoten oder Storage-Node (auch: Storage-Knoten) ist ein physikalisch vorhandener Speicher-Server. Mit anderen Speichereinheiten ist er verbunden und steuert in diesem Konzept die Erstellung von Sicherungskopien. Ebenso trägt der Speicherknoten zum hierarchischen Speichermanagement bei. Der Speicherknoten arbeitet als Cluster oder Verbund zusammen mit SSDs (Solid State Drives) oder HDDs (Festplatten) sowie einem Backup-Server.

Die Storage-Node kann aber ebenso eine virtuelle Maschine sein. Auch kann der Storage Node eine virtuelle Logical Unit Number (LUN) darstellen. Über diese Einheit erfolgt der Zugriff auf verschiedene Speichergeräte. Die Nutzung virtueller Technik steht in direktem Zusammenhang mit der wachsenden Verbreitung virtueller Speichernetzwerke.

Grundsätzlich sind Storage-Nodes mit einer speziellen Backup-Software verstehen. Über diese Backup-Software lassen sich Daten kontrollieren, die auf jeweils anderen Speichermedien hinterlegt sind. Hierbei kommt es oft dazu, dass mehrere Storage-Nodes gebündelt und auf einem einzigen Speicherpool verwaltet werden. Dies ist mit dem Vorteil verbunden, dass auch im Falle eines Ausfalls einer der Komponenten die Verfügbarkeit der Speicher weiterhin gewährleistet ist.

Speicherknoten als Cluster

Speicherknoten oder Storage-Nodes lassen sich im Einsatz als Cluster verstehen. Die Einheiten sind demnach als Verbund aus Rechnern miteinander verknüpft. Hierbei übernimmt jeder in diesem Verbund beteiligte Rechner die Aufgabe eines Storage-Nodes. Diese Rechner sind dabei als Cluster (also als Rechnerverbund) miteinander verknüpft. Jeder in diesen Verbund eingegliederte Rechner ist auch als Knotenpunkt oder Node bekannt.

In diesem Cluster nehmen virtuelle Maschinen beziehungsweise virtuelle Logical Unit Numbers eine immer wichtigere Rolle ein. In der Vergangenheit waren virtuelle Versionen der Storage-Nodes von geringerer Verbreitung. Dies hing mit den nicht immer absehbaren Konsequenzen möglicherweise schwacher Performance oder schwer einzuschätzender Latenz zusammen. Mit der zunehmenden Verbreitung von vSANs (virtueller Storage Area Networks) kam es zu einer deutlichen Zunahme der genutzten virtuellen Storage-Nodes in der Praxis.

In der Anwendung werden Ansammlungen von Storage-Nodes oftmals zu einem Cluster verbunden und dabei über spezielle Software-Tools als einziger Speicherpool verwaltet. Ein aus mehreren Storage-Nodes bestehendes System hat den Vorteil einer optimalen Datenverfügbarkeit. Diese bleibt auch dann bestehen, wenn ein Bestandteil ausfallen sollte. Kommt es etwa zum Ausfall einer der beteiligten Festspeicher oder eines Speicherknotens, kann das System dennoch weiterhin Daten verfügbar machen. Dies geschieht über die nicht vom Ausfall betroffenen und damit weiterhin zur Verfügung stehenden Nodes.

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