Kommentar von Stéphane Estevez, Quantum

Was jeder CIO über Datensicherung in virtuellen Umgebungen wissen sollte

| Autor / Redakteur: Stéphane Estevez / Nico Litzel

Meist berechnen sich die Preise für die Anwendung auf Agenten-Basis pro Host oder auch pro virtuelle Maschine (VM). Dadurch entstehen unnötige Lizenz- und Verwaltungskosten. Zudem ist das Lizenzmanagement mit einem immensen Zeitaufwand verbunden. In puncto Datensicherung besteht bei traditioneller Backup-Software die Gefahr, dass wertvolle Daten ohne Agenten für die entsprechenden Hosts verloren gehen. Und für die Sicherung von Anwendungen wie Exchange, SQL und SharePoint oder bei Backup-Aufgaben und Replikation auf Tape benötigen die meisten Backup-Softwarelösungen Plug-ins und/oder zusätzliche Lizenzen.

Es gibt bereits Modelle, bei denen traditionelle Backup-Software mit kapazitätsbasierten Lizenzen arbeitet. Das kann insbesondere für größere Unternehmen von Vorteil sein, aber auch die Kosten schnell in astronomische Höhen treiben, vor allem wenn einige Features und Funktionen nicht benötigt werden.

Es empfiehlt sich deshalb, Backup-Anwendungen mit einfacheren Formen der Lizenzierung zu betrachten: beispielsweise durch den Verzicht auf Agents und Plug-ins oder unnötige Features. Diese Anwendungstypen kosten für gewöhnlich nicht nur weniger, ihre Bereitstellungsmethode kann auch den Overhead reduzieren und den Überblick über die Lizenzen vereinfachen. Und vor allem sicherstellen, dass alle Kundendaten erfasst sind – und nicht nur die Daten, für die die Anwendungen lizenziert sind.

Systemfremder Datenmüll

Weil das Backup unnötig großer Datenmengen die Kosten in die Höhe treibt, lassen virtuelle Maschinen in einem Backup-System diese förmlich explodieren, denn sie erzeugen eine Menge systemfremden Datenmüll. Als Ausgleich dafür wurden in der Vergangenheit Hypervisoren entwickelt. Außerdem gibt es Tools für virtuelle Maschinen, die die smarten Funktionen der Hypervisoren nicht nur nutzbringend einsetzen, sondern auch zur Beseitigung des Datenmülls beitragen.

Der Einsatz von Deduplizierungstechnik oder das externe Daten-Backup in die Cloud können den benötigten Speicher für die Datensicherung und damit auch die benötigte Rechenzentrumsfläche senken. Nicht zuletzt gibt es bereits Backup-Anwendungen, die als virtuelle Appliance auf dem Backup-Server laufen. Sie nutzen also die vorhandene Infrastruktur und verfügen gleichzeitig über die Vorteile einer virtuellen Maschine wie vMotion und vStorage Motion.

Komplexität bewältigen

Virtuelle Maschinen sind dynamische Strukturen und verursachen deshalb allerlei Chaos in der auf Ordnung ausgerichteten Welt der Datensicherheit. Unkontrollierter VM-Wildwuchs bildet die Speerspitze dieser Komplexität. Virtuelle Maschinen sind so leicht zu erstellen, dass sogar Anwender mit wenig Datensicherungserfahrung diese selbst erstellen können. Dadurch aber erzeugen sie einen unnötigen Aufwand für IT-Verantwortliche: Um den Wildwuchs zu verhindern, müssen sie besonders darauf achten, wie die Backup-Anwendung in den Hypervisor integriert ist.

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