Hyperkonvergente Plattform für virtualisierte Umgebungen

Waypoint Capital investiert in Simplivity

| Autor / Redakteur: Silvia Mattei / Tina Billo

Die Investment- und Asset-Management-Firma Waypoint Capital investierte in doppelter Hinsicht in Simplivity, wurde Kunde und Investor.
Die Investment- und Asset-Management-Firma Waypoint Capital investierte in doppelter Hinsicht in Simplivity, wurde Kunde und Investor. (Bild: Wayoint Capital)

Waypoint Capital suchte nach einer Lösung, um seine nicht mehr zeitgemäße und anforderungsgerechte IT-Landschaft zu optimieren. Der Wechsel hin zu einer hyperkonvergenten Umgebung schaffte hierfür die Basis. Ergebnis ist eine skalierbare, einfachere und leistungsstärkere Infrastruktur, die zudem umfassende Disaster-Recovery-Funktionalitäten bietet.

Besser kann es für den Hersteller Simplivity gar nicht kommen: "Seit Beginn des Konsolidierungsprojektes im Rechenzentrum habe ich Simplivity wirklich jedem empfohlen. Das Produkt ist absolut fantastisch", sagt Corrado Pedron, Director of IT Architecture bei Waypoint Capital.

Das Anfang des 20. Jahrhunderts in Italien gegründete und heute in Genf ansässige Investment- und Asset-Management-Haus betreut das Vermögen der Familie Bertarelli. Dabei konzentriert sich die Holding vorwiegend auf zwei Segmente. Zum einen investiert die Gruppe in Life Sciences, dabei liegt der Schwerpunkt auf Biotechnologien und dem Gesundheitswesen. Zum anderen ist Waypoint im Asset-Management aktiv. Neben Beteiligungen an Hedgefonds, Immobilen und Dachfonds zählt ebenso Private Equity zu den Betätigungsfeldern. Nachdem das Unternehmen Simplivity-Kunde wurde, investierte es in der 2015 durchgeführten Series-D-Finanzierungsrunde in das Startup.

Um seinen erfolgreichen Kurs fortzusetzen, entschied sich Waypoint für die Modernisierung aller elementaren Unternehmensbereiche. Hierzu zählte auch die IT, da diese nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprach. Das zeigte sich unter anderem daran, dass sich geschäftsentscheidende Anwendungen nur schwerlich in einer virtualisierten Umgebung ausführen und die damit einhergehenden Vorteile nicht ausschöpfen ließen. Unter anderem erwies sich dabei die bestehende Server- und Speicherinfrastruktur als Knackpunkt.

Insofern war die Zeit reif für einen Wechsel und eine IT-Architektur, die optimal auf die gesetzten Geschäftsziele ausgerichtet ist. Diese sollte zudem mit dem Wachstum der Holding Schritt halten können.

Im Rechenzentrum von Waypoint Capital.
Im Rechenzentrum von Waypoint Capital. (Bild: Waypoint Capital)

Komplexe, technisch veraltete IT-Umgebung

Wie bei vielen Unternehmen der Fall, gestaltete sich das Management der im Laufe der Zeit gewachsenen Rechenzentren für Waypoint immer komplexer. Die Zahl der Lösungen unterschiedlicher Hersteller - darunter Server, SAN-Hardware, Backup-Geräte und -Software - trug hierzu maßgeblich bei. Ganz davon abgesehen, dass diese zum Teil bereits in die Jahre gekommen und dadurch technisch veraltet waren.

Die mit VMware virtualisierte Umgebung setzte sich aus sechzehn HP-Servern sowie HP EVA-Storage-Arrays und MSA SAN-Speichern zusammen, die eine Gesamtkapazität von 40 Terabyte boten. Für die Sicherung und den Schutz der Daten nutzte Waypoint an verschiedenen Standorten Applicances der EMC Data Domain DD600-Produktfamilie in Kombination mit der Netbackup-Software von Symantec. Insgesamt verwaltete das IT-Team an vier Standorten mehr als 200 virtuelle Maschinen (VMs) auf denen unternehmenskritische Anwendungen, einschließlich Security- und Messaging-Dienste, Datenbanken, Buchhaltungprogramme und Lösungen zum Informationsaustausch ausgeführt wurden.

Zu Backup-Zwecken und für die standortferne Notfallwiederherstellung verließ sich Waypoint auf die Netbackup-Software von Symantec. Kopien der Datensicherungen wurden vor Ort auf den Backup-to-Disk-Appliances von EMC Data Domain und für die langfristige Aufbewahrung und das Offsite Disaster Recovery auf Magnetband gespeichert. Auf diese Weise sollten Risiken minimiert und Daten umfassend geschützt werden.

Die Anforderungen

Um den künftigen über die vorhandenen 40 Terabyte an Storage-Kapazität hinausgehenden Speicherbedarf decken zu können, benötigte Waypoint des Weiteren eine skalierbare, jederzeit bedarfsgerecht erweiterbare Option.

Eine weitere Schwachstelle stellten inakzeptabel lange Recovery-Zeiten dar. Daher sollte die bestehende bandbasierte Wiederherstellung von Daten verbessert und auf diesem Weg ein unterbrechungsfreier Geschäftsbetrieb - Stichwort Business Continuity - sichergestellt werden. Um sein Risikoprofil zu senken, wollte das Unternehmen mittels einer aktiv-aktiv-Topologie zusätzlich eine standortübergreifende Disaster-Recovery-Lösung realisieren.

Auf der Wunschliste stand zudem, die bestehenden komplexen Umgebungen in den Rechenzentren vereinfachen und optimieren zu können. Außerdem sollten Abläufe gestrafft werden, da Waypoint nur ein kleines IT-Team beschäftigt und daher auf Effizienz angewiesen ist.

Evaluierung verschieder Lösungen

Unter der Leitung von CIO Frederic Wohlwend und IT Architect Corrado Pedron nahm Waypoint verschiedene Produkte genauer unter die Lupe. Neben den vorgenannten Kriterien galt es weitere Anforderungen zu erfüllen. Hierzu zählte neben einer hohen Zuverlässigkeit unter anderem, dass die in Augenschein genommen Lösungen die schnelle und reibungslose Bereitstellung von Anwendungen sowie eine umfassende Sicherung und Wiederherstellung von Daten unterstützen sollten.

Das IT-Team war sich der Effizienzvorteile wohl bewusst, die sich durch die Virtualisierung mit VMware realisieren lassen. Das Projekt bot ihm eine perfekte Gelegenheit, eine Lösung aufzubauen, mit der sich auch die IT-Gesamtbetriebskosten reduzieren ließen.

Das Investment- und Asset-Management-Haus konsolidierte seine IT mithilfe von Simplivity-Appliances.
Das Investment- und Asset-Management-Haus konsolidierte seine IT mithilfe von Simplivity-Appliances. (Bild: Waypoint Capital)

Wechsel auf hyperkonvergente Infrastruktur-Plattform

Im Rahmen der Evaluierung prüfte Waypoint auch die hyperkonvergente Infrastruktur-Plattform Simplivity Omnicube auf Herz und Nieren. Die speziell für virtualisierte Anwendungen entwickelte skalierbare Appliance vereint acht bis zwölf Kernfunktionen von Rechenzentren in einer "Box". Diese reichen von der Unterstützung des VMware Hypervisor über Rechenleistung, SSD- und HDD-Festplatten-Speicher, Netzwerk-Switching, Backup, Replikation, WAN-Optimierung und Echtzeit-Deduplizierung bis hin zur Performance-Beschleunigung und einem durchgängigen, einheitlichen Management.

Waypoint wollte alle seine Anforderungen erfüllt sehen und entschied sich für den Einsatz platzsparender 2U Omnicube CN-3000 und CN-2000-Systeme und führte ein Verbundsystem von Rechenknoten in seinem Hauptrechenzentrum in Genf sowie Knoten-Cluster in dezentralen Niederlassungen in London, Jersey und Boston ein.

Alle Standorte führen aktive Anwendungen durch und fahren automatische Datensicherungen, sowohl auf lokaler Basis als auch zu Disaster-Recovery-Zwecken in einem dezentralen Rechenzentrum. Die gesamte, mehrere Standorte umfassende Infrastruktur wird von nur zwei Mitarbeitern über eine gemeinsame VMware vCenter-Schnittstelle verwaltet.

Simplivity erfüllt nicht nur die finanziellen Vorgaben von Waypoint, sondern auch alle wichtigen Anforderungen an die Gestaltung, unter anderem:

  • Erneuerung der Technologie: Austausch veralteter Hard- und Software im Rechenzentrum durch eine Lösung, die die Flexibilität und Skalierbarkeit der Virtualisierung ergänzt.
  • Verbesserte Disaster-Recovery-Fähigkeit: Nativer Datenschutz löst das Problem zu langer Datenwiederherstellungszeiten.
  • Verbesserte betriebliche Effizienz: Hyperkonvergenz von IT-Komponenten und Services ermöglicht dem kleinen IT-Team von Waypoint, sein Know-how mit einer kleineren Anzahl von Produkten weiter zu nutzen.
  • Beschleunigung der Performance: Die Dateneffizienz von Simplivity optimiert den E/A-Pfad der Daten und verbessert die Bereitstellung von Anwendungen und deren Leistung.

Unterbrechungsfreie Umstellung

Nach Überprüfung all seiner virtuellen Maschinen konsolidierte Waypoint 160 VMs, auf denen wichtige Applikationen ausgeführt werden, und verlagerte sie von 16 alten Servern und vier SANs in ein einziges Omnicube-Verbundsystem. Die gesamte Systemumstellung wurde ohne Betriebsunterbrechung in weniger als zehn Tagen durchgeführt. Alle geschäftsentscheidenden Anwendungen von Waypoint laufen jetzt auf der hyperkonvergenten Infrastruktur von Simplivity, und die Performance ist wesentlich besser.

Die Performance der Anwendungen innerhalb der gesamten Firmengruppe habe sich verbessert, so Waypoint Capital.
Die Performance der Anwendungen innerhalb der gesamten Firmengruppe habe sich verbessert, so Waypoint Capital. (Bild: Waypoint Capital)

"Die Performance der Applikationen überzeugt uns, dank der hervorragenden Antwortzeiten und der verbesserten Speicherausnutzung", kommentiert Pedron. "Unsere Endanwender wussten nicht, dass wir unsere wichtigen Applikationen von den alten Servern auf Omnicube mit VMware verlagert hatten."

Außerdem hat Waypoint sein Risikoprofil und die Disaster-Recovery verbessert. "Die Wiederherstellungszeiten für VMs und Daten sind mit den Online-Backups von Simplivity wesentlich kürzer als bei der Verwendung von Magnetbändern", sagte Pedron. "Vor der Einführung hielten wir die Daten einer Woche online verfügbar. Danach wurden die gesicherten Daten auf Band geschrieben, was die Wiederherstellung sehr zeit- und arbeitsintensiv macht."

Einfacheres Management

Waypoint nutzt nun die von Simplivity realisierte Policy-basierte Automatisierung in den nativen Datenschutzfunktionen, um auf einfache Weise Datensicherungs- und -wiederherstellungsregeln der Kategorien "Silber" und "Bronze" aufzustellen. Das IT-Team erstellt jetzt VM-zentrische Datensicherungen aller Applikationen und bewahrt Online-Backups sechs Monate lang in der Simplivity-Lösung auf.

Geschäftskritische Applikationen, die auf der Simplivity-Lösung ausgeführt werden, sind Microsoft Exchange, Microsoft SQL Server-Datenbanken, Intranet-Server, Citrix XenApp VDI, Microsoft Sharepoint, Fileserver und andere. Schnelle Datensicherungen mit effizienter Ausnutzung der Kapazität und Bandbreite werden im örtlichen Rechenzentrum vorgenommen und auf effiziente Weise an einen anderen, zentralen Disaster-Recovery-Standort übermittelt.

Der im Betrieb anfallende Arbeits- und Zeitaufwand für die manuelle Diagnose fehlerhafter Datensicherungen, die früher aufgrund der Komplexität der SAN-Speicher auftraten, wird komplett eingespart. Waypoint ist jetzt in der Lage, VMs für Test- und Entwicklungszwecke kurzfristig zu klonen oder wiederherzustellen. Hierzu sagte Pedron: "Die IT-Mitarbeiter von Waypoint sind begeistert von der neuen Business-Agilität, die durch Simplivity erzielt wurde."

Die Vorteile im Überblick

Waypoint profitiert heute von vereinfachten und optimierten Management-Funktionen innerhalb von "VMware vCenter", einer geringeren Anzahl von Hardwarekomponenten, die überwacht und verwaltet werden müssen, und einer hervorragenden Agilität und betrieblichen Effizienz durch die Mobilität der Daten und VM-Systeme.

Hauptvorteile:

  • Das Beste aus beiden Welten: Wirtschaftlichkeit des x86-basierten Cloud-Ansatzes mit Performance der Enterprise-Klasse, Schutzmechanismen und weiteren Funktionen.
  • Konsolidierung von 16 Servern, vier SANs und vier speziellen Datensicherungsgeräten – mit jeweils eigener Management-Schnittstelle – zu einem SimpliVity-Verbundsystem mit globalem Unified-Management.
  • Erzielung einer Dateneffizienz von nahezu 100:1 und einer fast doppelt so hohen Performance. Native, VM-zentrische Datensicherungs- und Disaster-Recovery-Fähigkeiten mit SLAs der Enterprise-Klasse
  • Spürbar verbesserte betriebliche Effizienz.

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