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Tragbare Elektronik Wearables sind mehr als Spielzeug

Autor / Redakteur: Hendrik Härter / Rainer Graefen

Moderne Hörsysteme sind Wearables, genauso wie Google Glass und diverse Smart Watches. Doch viele können mit dem Begriff nichts anfangen. Hier hat die Technologie-Branche noch Überzeugungsarbeit zu leisten, denn Wearables bieten viele Vorteile.

Hörsysteme gehören auch zu den Wearables, doch für viele ist der Begriff noch unbekannt. Dabei bietet tragbare Elektronik viele Vorteile.
Hörsysteme gehören auch zu den Wearables, doch für viele ist der Begriff noch unbekannt. Dabei bietet tragbare Elektronik viele Vorteile.
(Bundesverband der Hörgeräte-Industrie)

Der Bekanntheitsgrad von Google Glass und den verschiedenen Smart Watches – alle bekannt als Wearables – ist noch ausbaufähig. Eine Chance bietet die diesjährige IFA in Berlin.

Nach einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest und dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie, können mit dem Begriff Wearables und den dahinter stehenden Geräten 42 Prozent der 1022 befragten Teilnehmer etwas anfangen.

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Im Folgenden werden diese Produkte von über der Hälfte der Befragten am ehesten als technologisches Spielzeug betrachtet. Deutlich weniger, mit 11 Prozent, sehen die Technologie als Hilfsmittel im Beruf oder durch die Fitnessfunktionen als medizinisches Hilfsmittel (16 Prozent).

Eine Herausforderung besteht in diesem Zusammenhang für die Industrie darin, Wearables und deren Nutzen zu vermarkten. Auf die Frage nach den Voraussetzungen für eine Anschaffung antworteten 40% der Befragten, dass die Geräte im Alltag und im Beruf Nutzen bereiten oder die Lebensqualität im Ganzen verbessern müssen.

Diesen Anspruch sehen die Befragten in den als technisches Spielzeug eingeordneten Technologien nicht erfüllt. Gerade diejenigen Befragten, die Wearables als technisches Hilfsmittel für den Beruf einschätzen, zeigen auch die höchste Bereitschaft zum Kauf.

Hörgeräte sind auch Wearables

Sie lassen sich körpernah tragen, mühelos über Wireless an CE-Technologie anbinden, verbessern die Kommunikationsfähigkeit und optimieren die Gesundheit. Damit sind Hörsysteme als Wearables zu betrachten. Das sehen auch 47 Prozent der Befragungsteilnehmer so.

Das gilt vor allem für Befragte mit höherem Schulabschluss bzw. für Teilnehmer mit bereits vermindertem Hörvermögen. Erfreulicherweise geht zudem jeder Zweite davon aus, dass das Image von Hörsystemen als Wearable zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Hörsystemen führen wird.

Sie sind im Alltag kleine starke Helfer, mit denen die Lebensqualität von Menschen, die nicht mehr optimal hören, deutlich verbessert wird. Die zusätzlichen Features gehen weit über die primäre Funktion von Hörsystemen hinaus, nämlich die Angleichung des Hörvermögens.

Neben Störgeräuschunterdrückung, Lautstärkeregelung und integriertem Mikrofon verfügen die Systeme über Anbindung an elektronische Geräte via Wireless. So kann der Nutzer beispielsweise direkt über das Hörsystem telefonieren, Musik hören oder andere Audio-Inhalte konsumieren. Damit wird die Lebensqualität nicht nur in alltäglichen Situationen gesteigert, sondern es werden auch neue Anwendungsszenarien in Beruf und Freizeit geschaffen.

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