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Kommentar von Galvin Chang, Infortrend Welche NAS-Lösung braucht der Mittelstand?

Autor / Redakteur: Galvin Chang / Nico Litzel

Immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen sichern ihre Daten mit NAS-Systemen (Network Attached Storage). Diese erledigen verschiedene Aufgaben wie Dateitausch, Speicherung oder Backup. Dabei ist ein zuverlässiger Schutz vor physischen und logischen Fehlern wichtig.

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Galvin Chang, Associate Director of Global Marketing, Infortrend Technology
Galvin Chang, Associate Director of Global Marketing, Infortrend Technology

Auf was sollten kleine und mittelständische Unternehmen bei der Auswahl von NAS-Lösungen besonders achten? Um eine optimale Verfügbarkeit der Daten zu gewährleisten, sollten Network-Attached-Storage-Systeme folgende Techniken und Funktionen enthalten:

  • RAID-Technik
  • Hot-Spares
  • Remote Replication
  • Snapshots
  • Schutz vor stiller Datenkorruption
  • Unterstützung von Scan Engines zur Entdeckung von Viren

Schutz vor physischen Fehlern

NAS-Systeme enthalten zur Datensicherung multiple Festplatten. Um zu gewährleisten, dass Dateien nicht durch Festplattenfehler beschädigt werden, ist ein Schutz durch RAID-Technik Pflicht. Diese erzeugt logische Speichereinheiten, die Daten auf verschiedene Laufwerke verteilt. Spiegelungs- und Paritätssysteme gewährleisten die Datenverfügbarkeit auch bei einem vollständigen Ausfall einer Festplatte.

Hot-Spares

Hot-Spares sind Laufwerke, die beim Ausfall einer anderen Festplatte einspringen. Damit lässt sich eine zerstörte RAID-Konfiguration ohne manuellen Eingriff schnell auf den voll geschützten Status wiederherstellen.

Remote Replication

NAS-Systeme sollten zudem Schutz vor Fehlern auf Systemebene bieten. Diese entstehen durch den Ausfall von Komponenten oder im Katastrophenfall. Um den Service schnell wiederherzustellen, ist Remote Replication wichtig. Diese Technik ermöglicht das Kopieren von Daten vom primären Speicherort zu einer entfernt gelegenen Stelle, die von Vorkommnissen am primären Ort nicht beeinflusst wird. Bei einem Komplettausfall können die Nutzer damit sofort auf die Daten des parallel betriebenen Speichersystems zugreifen, um ihre Geschäftstätigkeit ohne Unterbrechung fortzusetzen.

Bei der Funktion Remote Replication sollten die Nutzer aber genau darauf achten, welche Techniken das NAS-System unterstützt. Die meisten Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen ermöglichen nur eine asynchrone Remote Replication für gemeinsame Ordner. Idealerweise sollten sie aber eine synchrone Replizierung oder Datenspiegelung zwischen zwei Systemen unterstützen. Dabei sind die Daten in gemeinsamen Ordnern und Block-Volumina per iSCSI oder Fibre Channel zu speichern. Dies ermöglicht die Wiederherstellung ohne jeglichen Datenverlust.

Schutz vor logischen Fehlern

Logische Fehler entstehen meistens durch Fehlbedienung oder Virenangriffe. Mit der Snapshot-Technik lassen sich in kürzester Zeit und auf platzsparende Weise multiple Backup-Kopien als Wiederherstellungspunkte erzeugen. Durch das versehentliche Löschen oder Ändern von Daten sowie nach Virenangriffen lassen sich diese Daten mit nur wenigen Mausklicks wiederherstellen. Funktionen zur regelmäßigen Sicherung sind hier besonders wichtig. Damit werden Snapshots automatisch in festgelegten Zeitintervallen erstellt.

Stille Datenkorruption

Ein häufiger, aber meist ignorierter logischer Fehler ist die stille Datenkorruption. Bei der Übertragung der Daten von Client Computern über Dateisysteme zu Speichermedien können diese durch Hardware-, Software- oder Firmware-Fehler beschädigt werden. Die meisten Systeme entdecken das nicht. Gemäß einer Analyse des CERN, dem weltweit größten Institut für Kernforschung, enthält jedes Terabyte an Daten drei „heimlich“ beschädigte Dateien. Um dadurch entstehende Probleme zu vermeiden, sollte eine NAS-Lösung mit einem integrierten Dateisystem wie dem ZFS genutzt werden, das stille Datenkorruption erkennt und die Dateien entsprechend repariert.

Die Zusammenarbeit mit Scan Engines zur Entdeckung von Viren ist eine weitere wichtige Eigenschaft von NAS-Systemen. Sie sollte die Flexibilität bieten, bestimmte Dateimuster ein- oder auszuschließen, um die Datenintegrität zu sichern.

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