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Schmalfilm auf digitale Datenträger überspielen Wenn das Hobby zum Archivierungsproblem wird

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Nico Litzel

Alte Schmalfilme, an denen viele Erinnerungen hängen, verdienen eine zukunftssichere Speicherung im digitalen Archiv. Aber was ist zu tun, damit alles, das an Details in den Filmen steckt, später nicht in den digitalen Dateien verloren geht?

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Schmalfilme lassen sich nicht ohne Weiteres ohne Qualitätsverlust digitalisieren. Storage-Insider.de hat einige Tipps zusammengestellt, wie sich das Endergebnis sehen lassen kann.
Schmalfilme lassen sich nicht ohne Weiteres ohne Qualitätsverlust digitalisieren. Storage-Insider.de hat einige Tipps zusammengestellt, wie sich das Endergebnis sehen lassen kann.
( Archiv: Vogel Business Media )

Einst waren sie ein luxuriöses Hobby, um Erinnerungen festzuhalten, doch dann mussten auch sie dem Fortschritt weichen: Alte Schmalfilme lagern noch in vielen Haushalten und mit ihnen die Relikte aus lang vergangenen Jahrzehnten. Um die Kunstwerke der Nachwelt zu erhalten, der keine Projektoren mehr zur Verfügung stehen, oder nur aus Faulheit zwecks einfacherer Handhabung – Filme zu digitalisieren verlängert ihre Lebensspanne.

Zum Überspielen alter Schmalfilme auf digitale Datenträger sollte man ein verbreitetes Archivmedium wählen, aus heutiger Sicht ist das vor allem die DVD, bei längeren oder mehreren Filmen eine externe Festplatte. Als Faustregel gilt: Für 120 bis 180 Meter Schmalfilm stellen Daten-DVDs ein brauchbares Speicher-Medium dar. Darüber empfiehlt sich die Festplatte, die man für eine Weiterbearbeitung ohnehin benötigt.

Gutes Filmmaterial von früher weist bisweilen eine überraschende Brillanz auf, die sich nicht problemlos auf digitale Medien übertragen lässt. Andererseits leiden alte Filme mit mehr als 30 Jahren auch unter der Zeit. Da sich Schmalfilme mit jeder Vorführung abnutzen, bekommen die Filme mit der Zeit Kratzer, und die Perforation verschleißt. Das Material selbst ist durch falsche Lagerung häufig brüchig, gerissen, farbstichig, verschmutzt oder stark über- oder unterbelichtet.

Achtung beim Kontrast

Typisch für Schmalfilme aus Amateur-Produktion sind die sehr kontrastreichen Szenen. Das kann daran liegen, dass keine Scheinwerfer benutzt wurden, um die Schatten aufzuhellen und den Kontrast zu mindern, vor allem um die Mittagszeit bei höchstem Sonnenstand oder starkem Seitenlicht.

Digitales Video hingegen verträgt nicht so viel Kontrast. Bei zu hellen Aufnahmen kommt es zu einer Übersteuerung, zu dunkle Stellen führen zu einem Rauschen. Das Ziel einer ordentlichen Digitalisierung ist also eine Datei, die einerseits nicht übersteuert ist, andererseits aber über ausreichende Reserven im Schattenbereich verfügt. Nur so kann man später ein dem Original entsprechendes Kontrastverhältnis reproduzieren und den Stärken beider Medien gerecht werden.

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