STORAGE Technology Conference 2014, Keynotespeaker-Interview Georgios Rimikis

Wenn die Storage-Funktionen zum Service werden

| Redakteur: Rainer Graefen

Georgios Rimikis, HDS, Keynote Speaker auf der Storage Technology Conference 2014
Georgios Rimikis, HDS, Keynote Speaker auf der Storage Technology Conference 2014 (Foto: HDS)

Georgios Rimikis, Senior Manager Solutions Strategy bei der Hitachi Data Systems wird in den Veranstaltungsorten Neuss, Darmstadt, Hamburg und München eine Keynote über das menschliche Speicherverhalten über die Jahrtausende hinweg halten. Er wird in gewohnt unterhaltsamer Weise Antworten auf die Fragen liefern, was sollte man speichern, was hätte man besser nicht gespeichert.

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Storage-Insider: Ist die Solid State Disk schon am Ende, weil die Festplatten-Schnittstelle nicht mehr lange mithalten kann?

Georgios Rimikis: Nein, das ist zu provokant formuliert. Bereits jetzt sind Platteninterfaces mit zwölf Gigabit pro Sekunde auf dem Markt erhältlich. Die neue Schnittstelle der vierten Generation – PCIe 4.0 mit 16 Gigabit pro Sekunde und pro Lane - ist für den Zeitraum 2014 bis 2015 geplant.

Und auch bei Serial Attached SCSI (SAS) der vierten Generation werden wir nach den Angaben der Speichermedienhersteller 2016 die Marke von 24 Gigabit pro Sekunde sehen.

Ich glaube daher, dass man keinen Zusammenhang zwischen dem Ende der SSD und den Interfaces herstellen sollte. Dennoch wird auch die SSD nicht das Ende der Speicherentwicklung darstellen.

Warum sind alle mit der Speichervirtualisierung unzufrieden?

Georgios Rimikis: 25.000 verkaufte Virtualisierungs-Controller weltweit allein bei Hitachi Data Systems sprechen eine deutliche Sprache – wären die Anwender unzufrieden, ließen sich solche Werte nicht erreichen. 70 Prozent der Kunden von Hitachi Data Systems nutzen die Speichervirtualisierung und erzielen mess- und fühlbare Vorteile damit.

Storage-Virtualisierung ist einfach ein wesentliches Instrument der IT geworden. Ohne Virtualisierung sind fundamentale Lösungen wie unterbrechungsfreie Migrationen, Business Continuity, Cloud etc. fast unmöglich. Ohne Virtualisierung ist auch eine Diskussion über Software Defined Storage oder das Software Defined Data Center – also SDS und SDDC – nicht sinnvoll möglich.

Was soll Software Defined Storage (SDS) eigentlich leisten?

Georgios Rimikis: Kurz gesagt: eine Trennung zwischen Physik und Logik. Einen großen Schritt in diese Richtung ist HDS bereits mit den SAN-Speichersystemen gegangen. Stichworte hierzu sind erneut Virtualisierung, die unterbrechungsfreie Migration virtualisierter Instanzen usw. Diesen Weg werden wir bei HDS weiter gehen.

SDS bildet damit das Fundament für das SDDC: Die gesamte Infrastruktur wird virtualisiert und als Service bereitgestellt, das Management erfolgt automatisiert. Ein wichtiger Vorteil ist die Zeitreduzierung bei der Implementierung und Bereitstellung von Speicherressourcen – Zeit, die den Mitarbeitern in Rechenzentren heute oft für strategische Aufgaben fehlt.

Allerdings trifft auch für SDS zu, was für viele US-geprägte Trends zuvor galt: Es besteht noch Klärungsbedarf in Bezug auf die Trennschärfe und eine allgemein gültige Begriffsklärung. Derzeit wählen die meisten Unternehmen noch die Definition, die für den jeweiligen Zweck am besten passt.

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