STORAGE Technology Conference 2014, Keynotespeaker-Interview Georgios Rimikis

Wenn die Storage-Funktionen zum Service werden

| Redakteur: Rainer Graefen

Steuert man mit SDS auch Thin Provisioning und Deduplizierung?

Georgios Rimikis: Das ist natürlich eine sinnvolle Option, zumal diese Komponenten ein Teil von SDS sind beziehungsweise sein sollten.

Braucht man SDS auch für SAP HANA/In-Memory?

Georgios Rimikis: Nicht Notwendigerweise. Bei SAP HANA und der In-Memory-Technik sollte das Gesamtkonstrukt betrachtet werden. Aus gutem Grund bieten wir die Hitachi Unified Compute Platform UCP für SAP HANA an: Sie ist eine konvergente Infrastruktur, also eine Einheit aus Server, Storage, Netzwerk und Management.

Das reibungslose Zusammenspiel der Komponenten und die Gesamtautomatisierung sind hier wichtiger als reine SDS-Konstrukte. Bei SAP HANA ist die schnelle Auswertung einer großen Zahl von Datensätze wichtig; der Terminus „Big Data“ suggeriert fälschlicherweise – wieder das Problem mit den Begrifflichkeiten – es handele sich um große Datenvolumina.

Also kann bereits ein leistungsfähiges Speichersystem mit wenigen Software-Features ausreichen, wenn es ideal auf die Compute-Umgebung und das Netzwerk abgestimmt ist und einen hohen Datendurchsatz gewährleistet.

Hat der schnelle Halbleiterspeicher im Server Einfluss auf Netzwerkbandbreiten?

Georgios Rimikis: Halbleiterspeicher ist ein weit gefasster Begriff. Grundsätzlich gilt aber: Bei dem heutigen Datenwachstum und dem Bedarf an Performance können nicht alle Daten auf den Server wandern.

Die meisten schnell benötigten Daten liegen folglich außerhalb des Servers auf leistungsfähigen Speichersystemen. Hier ist in der Tat viel Bandbreite erforderlich.

Wie bedeutsam ist eine Entwicklung für die gesamte IT-Industrie wie sie gerade bei SAP stattfindet, in der ERP und Business-Warehouse auf derselben Speicherplattform stattfinden?

Georgios Rimikis: Zunächst einmal spricht aus der Sicht eines Speicherherstellers nichts gegen einen solchen Ansatz. Leistung, Kapazität, Mandantenfähigkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit, Connectivity – all das lässt sich bereitstellen, um eine solche Herangehensweise zu unterstützen.

Einer unserer global arbeitenden deutschen Kunden betreibt sein ERP, CRM und Business-Warehouse schon seit Langem auf einem unserer VSP-Speichersysteme. Ein Hosting-Unternehmen würde sich "bedanken", wenn es pro VSP nur eine Anwendung betreiben dürfte. SAP hat da mit seiner Restriktion - eine Anwendung pro System - noch ein wenig Nachholbedarf.

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