Konzernumbau beginnt holprig

Wie geht es weiter bei Hewlett-Packard?

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Bei Hewlett-Packard bleibt kein Stein auf dem anderen. (Peter Kögler - Fotolia.com)
Bei Hewlett-Packard bleibt kein Stein auf dem anderen. (Peter Kögler - Fotolia.com)

Es begann mit Überlegungen, HP so umzubauen, dass noch mehr Profit herausspringt, und endete vorläufig in einem spektakulären Rauswurf des Konzernlenkers Léo Apotheker. Rückblickend erscheinen das Profitstreben übereilt und die Informationspolitik verfehlt. IT-BUSINESS beschreibt den Stand der Dinge.

Vor einigen Jahrzehnten standen die Unternehmen vor der Frage, ob sie unbedingt ein eigenes Kraftwerk brauchen oder ob sie auch externen Stromanbietern vertrauen können. Mit dieser Situation verglich Volker Smid, Vorsitzender der HP-Geschäftsführung und Bitkom-Vizepräsident, die aktuelle Gemengenlage rund um Cloud Computing.

So grundlegend schätzt der Top-Manager also die Veränderungen in der IT-Branche ein, die sich in den kommenden Jahren vollziehen werden. Das As-a-Service-Zeitalter rückt näher: Software, IT-Infrastruktur, Storage – das alles wird künftig immer häufiger über das Ethernet-Kabel angeliefert werden. Im Interview mit IT-BUSINESS ging Smid davon aus, dass man bereits im Jahr 2015 rund ein Viertel der IT-Umsätze dem Segment „Cloud Computing“ zurechnen wird. Tendenz weiter steigend, denn die Wachstumsraten sind sehr hoch.

Dieser langfristige Ausblick hat den weltweiten HP-Chef Léo Apotheker sicherlich auch bei dem angestoßenen Konzernumbau beeinflusst. Mehrere umstrittene Weichenstellungen strategischer Natur skizzierten im August das Bild einer neuen Hewlett-Packard ohne PC-Sparte, ohne Tablet-PCs und mit mehr Software im Portfolio. Der zuletzt genannte Punkt wurde durch den geplanten Kauf eines Hidden Champions im Daten-Analyse-Segment namens Autonomy untermauert. Analysten rechnen mit einem Kaufpreis von rund 10 Milliarden US-Dollar. Investitionen dieser Größenordnung sind strategischer Natur und zeigen neue Geschäftsfelder auf, in denen sich der Konzern künftig tummeln will. In diesem Fall floss viel Geld in einen Analyse-Spezialisten für unstrukturierte Datensammlungen wie beispielsweise E-Mails.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur strategischen Marschroute von HP.

Ergänzendes zum Thema
 
Der Betriebsunfall

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