Commvault gibt Tipps

Wie man den Provider-Lock-In erfolgreich vermeidet

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Rainer Graefen

Commvault gibt Tipps zur Vermeidung eines Provider-Lock-Ins.
Commvault gibt Tipps zur Vermeidung eines Provider-Lock-Ins. (Bild: Commvault)

Der Spezialist für Information Management Commvault hat drei Tipps veröffentlicht, wie Unternehmen ihre Speicherinfrastruktur flexibel und herstellerunabhängig gestalten können.

In vielen Firmen ist die Infrastruktur zur Datenspeicherung kein homogenes System. Die Vielzahl an Applikationen, File-Sharing-Lösungen, Speicher-Arrays und Appliances kann schnell ausufern. Selbst bei Datenschutzsystemen von nur einem Anbieter ist nicht garantiert, dass sich alle Systeme und Plattformen integrieren lassen. Derartige Insellösungen lassen einen Provider-Lock-In drohen, da sie nicht einheitlich entwickelt wurden und keinen integrierten Ansatz bieten.

Gefahren erkennen

Commvault gibt deshalb die folgenden drei Ratschläge, wie sich gängige Gefahrenquellen erkennen und vermeiden lassen:

  • Mangelnde Flexibilität: Es klingt überraschend, aber viele wundern sich tatsächlich, wie mangelnde Flexibilität für Unternehmen problematisch werden kann. Ein Beispiel wäre der Fall eines großen Unternehmens, das bisher eine Speicher-Lösung von Anbieter X einsetzte und zur Flash-basierten Storage-Lösung von Anbieter Y wechseln wollte. Die neue Lösung bot Vorteile, allerdings war es schwierig (sprich: teuer), die neue Lösung in das alte System zu integrieren. Das Unternehmen wurde also durch die mangelnde Flexibilität seines gegenwärtigen Storage-Systems ausgebremst. Ein offenerer und ausbaufähiger Ansatz war stattdessen nötig. Mangelnde Flexibilität kann sich aber auch bei der Suche nach einem besseren Cloud-Anbieter negativ auswirken. Möglicherweise wird der Wechsel verhindert, da dafür wiederum zu hohe Kosten und zu viel Zeit nötig sein würden. Eine wirklich flexible Lösung für den Datenschutz sollte Unternehmen ermöglichen, nahtlos zwischen Storage- und Cloud-Anbietern wechseln zu können.
  • Ausufernde Langzeitkosten: Unternehmen sind häufig aufgrund der investierten Einstiegskosten an einen Anbieter gebunden. Dieser wiederum möchte den Kunden möglichst lange bei seiner Lösung halten. Deswegen unterbreitet er weitere Angebote für Erweiterungen oder Add-Ons, die der Kunde nicht immer benötigt. Dies ist der erste Warnhinweis: Das Angebot ist zu gut, um wahr zu sein. Es kann zwar durchaus Gründe geben, auf ein geschlossenes System zu setzen, in dem Soft- und Hardware entwickelt wurden, um miteinander zu interagieren. Jedoch sind diese Ersparnisse schnell vergessen, sobald die langfristigen Kosten eines solchen geschlossenen Systems betrachtet werden. Wenn das Unternehmen eine andere Anwendung oder Hardware-Plattform integrieren möchte, die im Gesamtkontext nicht unterstützt wird, kann es sich auf eine Menge Anpassungen (Skripting), interne Tests und langfristige Dienstleisterverträge einstellen.
  • Keine Chance, wirklich flexibel zu sein: Ein „flexibles“ Unternehmen zu bleiben, wird für Firmen zum erstrebenswerten Ziel. Kann mit der verfügbaren Backup-Lösung die geforderte Anpassungsfähigkeit erreicht werden? Eine moderne Datenmanagement-Plattform stellt eine Drehscheibe zwischen den Storage- und Cloud-Anbietern dar, erlaubt den Benutzern eigene Wiederherstellungen, sogar Zusammenarbeit (Collaboration) mit internen und externen Teams, unterstützt Entwickler bei Testzyklen und archiviert Dateien, E-Mails und VMs.

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