Die Experton Group beschäftigt die Frage: Von XP zu Windows 8?

Windows 8 kommt – bestimmt!

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Lohnt sich das Abwarten?

Insbesondere durch Ankündigungen von Innovationen kommt es bei Einführungs- und Beschaffungsentscheidungen für Informationstechnologien immer wieder zu Kaufzurückhaltung oder zu einer Verschiebung von Migrationsprojekten. Insbesondere bei einer Entscheidung für oder gegen Windows 7 – respektive einer Windows 8-Entscheidung – kann eine solche Verschleppung organisatorische Nachteile bringen.

So stellt sich für viele Unternehmen, die noch auf Windows XP verharren, die Frage, ob sie nicht direkt auf Windows 8 migrieren sollten. Aus Sicht der Experton Group kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Nicht nur bedingt durch die nicht umfassend bekannte Roadmap von Microsoft treten bei einer solchen Strategie erhebliche Hürden auf.

Vielmehr hängt eine Pro- und Contra-Diskussion von der Client- und Produktivitätsstrategie des jeweiligen Unternehmens ab. Während es bei der Einführung von Windows 7 (von Windows XP kommend) eher um eine neue Technik-Generation geht, zielen die angekündigten und zu erwartenden Neuerungen bei Windows 8 eher auf eine veränderte Arbeitswelt beziehungsweise Arbeitsprozesse ab.

Wie hoch ist der Aufwand beim Umstieg auf Windows 8?

Somit müssten bei einem direkten Umstieg von XP auf 8 nicht nur die technischen Hürden bewältigt werden, sondern vielmehr auch die Arbeitsorganisation neu ausgerichtet. Hierdurch verlängern sich die Projektlaufzeiten, und die Komplexität steigt.

Planung, Tests und die eigentliche Einführung selbst können bei einer Migration von XP auf 7 leicht zwölf bis 18 Monate verschlingen. Bei einem Umstieg direkt auf Windows 8 kann die Projektlaufzeit stark, über 30 Prozent, zunehmen. Gilt es doch, die vorhandenen Anwendungen auch auf das neue User Interface und die Gerätekonzepte zu transformieren und die Anwender entsprechend zu konditionieren.

Nach Meinung der Experton Group kann die Vorschau auf Windows 8 Unternehmen tatsächlich eine Vorstellung davon geben, welche Betriebssystem-Strategie in Zukunft von Microsoft zu erwarten ist. Der Hersteller baut sein Windows-Ökosystem so aus, dass auf Basis einer einzigen, attraktiven Oberfläche, die sich durch hohe Nutzerfreundlichkeit und Kompatibilität mit den neuesten Web-Standards auszeichnet, sämtliche Bildschirm-Varianten abgedeckt werden.

Unterschiedliche Antworten sind möglich

Entscheider sollten auf Basis der im Unternehmen vorhandenen Ist-Situation unterschiedliche Szenarien erstellen. Hierzu sollten zwingend Themen wie Testing und Anpassung von Migrationen eingebunden werden. Ferner gilt es, diese Szenarien mit den Anforderungen der Anwender und der Client-Strategie (Frage: „Welche Formfaktoren sollen wie eingesetzt werden?“) zu spiegeln.

In diesem Zusammenhang gilt zwingend, die vorhandenen Lizenzverträge, etwa hinsichtlich Leistungsrechten und Laufzeiten, einzubeziehen. Auf Basis dieser drei Elemente („theoretische Migrations-Szenarien“, Client-Strategie inkl. Anwenderbedarfe und Lizenzsituation) gilt es, die Entscheidung zu treffen.

Der Autor:

Axel Oppermann: „Planung, Tests und die eigentliche Einführung selbst können bei einer Migration von XP auf 7 leicht zwölf bis 18 Monate verschlingen. Bei einem Umstieg direkt auf Windows 8 kann die Projektlaufzeit stark, über 30 Prozent, zunehmen.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Axel Oppermann ist seit 2000 Berater bei der Experton Group. Er hat einen Abschluss als Bankkaufmann und absolvierte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Kassel mit Schwerpunkt Markt und Allokation.

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