Interview mit Marcel Klotz, IBM

„Wir gehen weit über Unified Storage hinaus“

| Autor / Redakteur: Rainer Graefen / Nico Litzel

Marcel Klotz, Sales Leader Storwize V7000 bei IBM
Marcel Klotz, Sales Leader Storwize V7000 bei IBM

Laut Marcel Klotz, Sales Leader Storwize V7000 bei IBM, ist Unified Storage keine bloße Konsolidierung des bestehenden Produktportfolios, sondern eine Entwicklung eigenständiger Produkte.

Storage-Insider.de: Unified Storage war bislang nur wenig beliebt. Wieso sind jetzt so viele Speicherhersteller umgeschwenkt?

Klotz: Wir sind heute mehr denn je in der Lage, zwei sehr unterschiedliche Welten zusammenzubringen. Auf der einen Seite NAS, welches das Thema „Data-Sharing“ adressiert, auf der anderen Seite SAN, bei dem Performance und Durchsatz für VMware oder Datenbanken zur Verfügung gestellt werden müssen. Die Software für diese Zusammenführung ist effizienter geworden und die Benutzerführung in beiden Welten hat ebenfalls wesentliche Fortschritte gemacht. Ein Administrator steuert das alles nun von einem System aus.

Ein Dateisystem baut doch auf dem Blockspeicher auf. Manche Hersteller bringen inzwischen das Kunststück fertig, Blöcke in einem Filesystem abzuspeichern. Darum noch mal die Frage: Warum lassen sich File und Block so schwer in einem System verwalten?

Klotz: Genau aus diesem Ansatz heraus haben wir „NAS over Block“ entwickelt – besser bekannt als NAS-Gateways. Im Klartext – ein hochperformantes Disk-Backend stellt darüberliegend NAS-Funktionen zur Verfügung. Schwerpunkt unserer Entwicklung, die das „Beste aus beiden Welten“ zusammenbringt, ist das konsistente Management und in die NAS-Funktionen integrierte ILM/HSM- und Cloud-Übergänge. NAS ist schwerer zu verwalten als Block bezüglich der Zugriffsrechte, CIFS und NFS werden anders behandelt, das Quota-Management sieht anders aus etc.

Ist das ein Problem von inzwischen zehn Jahre alten Hard- und Software-Architekturen aktueller Speichersysteme?

Klotz: Beides trägt zu Problemen bei. Durchsatz hat mit der Prozessorleistung genauso wie mit den Übertragungsstrecken und verwendeten Protokollen zu tun. Es hat aber auch etwas mit den zugrunde liegenden Softwarestrukturen zu tun, mit der Cleverness der Software, wie gut sie diese Anforderungen abarbeiten kann. Ich denke, IBM ist durch die eigene Modernisierung in beiden Bereichen technisch sehr gut aufgestellt. Unsere genetische Verbindung von SAN Volume Controller und der Storwize V7000 beseitigt viele der bekannten Schranken. Mit der Version 6.2 wurde nun auch die Software-Integration massiv verbessert. Die Speicher-Hardware ist aber nicht allein für Beschränkungen verantwortlich. Wir könnten mit dem Einsatz von SSDs und Auto-Tiering die Performance auf bis zu eine Million I/Os hochtreiben. Das würde der Anwender allerdings nicht wahrnehmen, da diese Performance sogar 8-Gbit-FC- und 10-GBit-iSCSI-Netzwerke vollständig ausreizt. Die Storwize-V7000-Modelle unterstützen heute beide Geschwindigkeiten und sind eigentlich schon jetzt fähig, auch höhere Datentransferraten zu verarbeiten, wenn die Kostenstrukturen passen.

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