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Interview mit Thomas Kasper "Wir können jetzt auch IBM"

| Redakteur: Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Carbonite hat soeben die Übernahme des Backup-Anbieters Evault, einer ehemaligen Seagate-Tochter, abgeschlossen. Im Gespräch mit Storage-Insider erläutert Thomas Kasper, Executive Director DACH bei Carbonite, welche Zielgruppen das Unternehmen mit dem neuen Angebot nun anspricht und warum es sich insbesondere für IBM-Anwender lohnt, sich mit den Lösungen von Evault vertraut zu machen.

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Thomas Kasper, Executive Director DACH bei Carbonite.
Thomas Kasper, Executive Director DACH bei Carbonite.
(Bild: Carbonite)

Storage-Insider: Was hat sich durch die Übernahme bei Carbonite verändert?

Thomas Kasper: Mit der Übernahme von Evault bauen wir unser Portfolio an Disaster-Recovery-Lösungen deutlich aus und sprechen jetzt auch Unternehmen mit mehreren Standorten sowie Managed Service Provider an.

Außerdem können wir jetzt auch IBM. Unter dem Namen Evault Agent für IBM i bieten wir den Nutzern von System i eine bewährte Anwendung an, um ihre Daten - seien es Systemdaten, native Objekte, DB2-Datenbanken oder integrierte Dateisysteme - zu sichern und gegebenenfalls auch zuverlässig wiederherzustellen.

Die Lösung ist seit 1997 am Markt und eine gute Ergänzung zum Tape sowie eine echte Alternative zur Anschaffung eines Spiegelsystems. Evault Agent für IBM i unterstützt in der aktuellen Version 6.21 IBM i v7r2, v7r1, v6r1, v5r4 und v5r3. Ergänzen lässt sich die Datensicherungslösung auch um eine Appliance zur internen Speicherung der Daten.

Bislang beschränkten sich Ihre Angebote auf die Windows-Welt?

Thomas Kasper: Sie haben Recht. Im Mittelstand und bei kleineren Unternehmen sind Microsoft-Plattformen weit verbreitet. Daher lag unser Schwerpunkt auch ganz eindeutig dort. Carbonite Server Backup bleibt unser Angebot für KMU mit bis zu 150 Beschäftigten.

Welche Plattformen, Betriebssysteme, Applikationen und Datenbaken werden daneben noch unterstützt?

Thomas Kasper: Neben IBM AIX, Microsoft und Oracle bieten wir mit Evault auch Datensicherungslösungen für Linux sowie verschiedene weitere Unix-Derivate und natürlich VMware an.

IBM System i ist für uns in DACH aber besonders wichtig, schon aufgrund der weiten Verbreitung. Entsprechend werden wir auch unseren Partnerkanal in diesem Segment weiter ausbauen.

Warum sollte ein IBM-Anwender beim Backup auf Evault setzen?

Thomas Kasper: Evault verfügt über einige technische Vorzüge. Etwa die patentierte Deltapro-Technologie. Durch die intelligente Verbindung von Kompression und Deduplizierung lässt sich der Speicherbedarf im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen damit um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das spart dem Anwender bares Geld.

Weitere Vorteile ließen sich aufzählen. Aber letztlich bekommt der Kunde eine komplette, bewährte Backup-Lösung mit einer vertrauten Bedienoberfläche und einem absolut konkurrenzfähigen Preis-Leistungsverhältnis. Anwender können dabei zwischen einer reinen SaaS-Lösung in der Cloud, einer On-Premise-Nutzung oder einer Kombination aus beiden Ansätzen wählen. Natürlich mit einer durchgehenden Datenverschlüsselung bei der Übertragung und Speicherung.

Arbeitet der Kunde mit einem unserer Partner in seiner Nähe zusammen, hat er zudem die Gewissheit, dass seine Daten in einem professionellen deutschen Rechenzentrum gespeichert sind.

Was genau steckt hinter der Deltapro-Technologie?

Thomas Kasper: Die Deltapro-Technologie liefert ein Backup auf Block-Ebene. Dabei werden alle Dateien in Blöcke von 32 KB geteilt. Jedem Block wird dabei ein eigener Hash-Wert zugeschrieben, der diesen exakt beschreibt. Bei nachfolgenden Backups werden dann die Hash-Werte der einzelnen Blöcke verglichen. Nur wenn es eine Veränderung im Hash-Value gibt, wird von dem betroffenen Block auch eine neue Sicherung angelegt. Das heißt, es werden nur einzelne Blöcke neu gesichert und nicht zwangsläufig die ganze Datei. Dadurch werden die benötige Backup-Zeit, der Speicherplatzbedarf und die Bandbreitenanforderungen bei der Übertragung ins Rechenzentrum erheblich minimiert.

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