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Vogel IT-Akademie: Storage Technology Conference 2014 Wo bleibt die Intelligenz?

| Redakteur: Wilfried Platten

Von den assyrischen Tontafeln bis zu den Storage-Systemen der Gegenwart lag die Intelligenz immer in der Speicher-Hardware. Auf der Storage Technology Conference 2014 erfahren Sie, wie sich das gerade ändert.

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Am 1. April startet die Storage Technology Conference 2014 in Neuss/Düsseldorf.
Am 1. April startet die Storage Technology Conference 2014 in Neuss/Düsseldorf.
(Vogel IT-Akademie)

Seit den Anfängen der Datenspeicherung lagen intelligente Funktionen wie Formatdefinitionen, Löschoptionen, Zugriffs- und Verknüpfungsmöglichkeiten immer in den Tiefen der Hardware verankert. Selbst klassische Speicher wie Tontafeln oder Schriftrollen waren so gesehen hochintegrierte „All-in-one“-Lösungen.

Sklavenarbeit

Dieses Prinzip hat lange gehalten. Doch aktuell erleben wir so etwas wie ein Speicher-Schisma: die Intelligenz verlässt die Hardware und macht sich in einem eigenen Software-Layer quasi selbstständig. Konzepte wie Storage-Virtualisierung und Software Defined Storage verfolgen dabei den gleichen Ansatz, den die Kollegen von der Server- und Netzwerk-Fraktion bereits umgesetzt haben, beziehungsweise gerade vollziehen: die Trennung von Software und Hardware und die „Degradierung der Hardware“, die zum „Sklaven der Software“ wird. Eine „Master-Slave“-Beziehung der besonderen Art.

Integrationsleistung

Was das bringt? Fragt man die Experten, dann schälen sich zwei Schlüsselargumente heraus. Erstens, die Speicherarchitekturen sollen flexibler, agiler, effizienter und performanter werden, leichter zu administrieren und am Ende des Tages die IT-Budgets entlasten. Zweitens, virtualisierte Speicher sollen sich besser in die bereits großflächig virtualisierten Server-/ Netzwerklandschaften integrieren lassen. Klingt plausibel.

Sprachverlust

Andererseits muss man sich natürlich die Frage stellen, wie lange die auf solchen Systemen gespeicherten Inhalte lesbar sein werden. Jahrhunderte-, ja jahrtausendealte Speicher lassen sich, entsprechendes Know-how und einschlägige Sprachkenntnisse vorausgesetzt, immer noch „entziffern“. Ob eine im Jahr 2406 ausgegrabene Virtual Storage Fabric das auch noch sein wird? Eher unwahrscheinlich, denn ohne die passende Software geht gar nichts. Ist dann aber vielleicht auch besser so.

Abstrakte Kunst

Was also in der Theorie so überzeugend klingt, stolpert leicht über die Fallstricke der Praxis. Machen wir uns nichts vor: Komplexität und Abstraktionsniveau der Storage-Lösungen werden alles andere als sinken. Konzeption und Implementierung sind etwas für Spezialisten. Aber wenn sie dann mal laufen, dann können die Assyrer einpacken…

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