Die Gurus der Künstlichen Intelligenz, Teil 2

Wo Expertensysteme zur Schule gehen

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

Strukturierte "Denkschritte" für KI-Systeme.
Strukturierte "Denkschritte" für KI-Systeme. (Grafik: Wikipedia)

Wie lernen Maschinen? Ähnlich wie Menschen. Sie brauchen ein gutes Ohr und müssen dann das Gehörte "verstehen". Und das kann ziemlich lustig sein, wenn Maschinenapps menscheln.

Virtuelle Intelligenz braucht den Vergleich mit dem Allgemeinwissen seit Watson nicht länger zu scheuen. Es handelt sich allerdings, laut IBM, um eine Abfolge von mehr als 100 unterschiedlichen Techniken, um das gesprochene Wort zu analysieren, die Quellen der Wörter im Satz zu identifizieren und Hypothesen wie Beweise in eine Rangfolge zu bringen.

Am Ende hört sich die Antwort einer Maschine auf eine Frage an, wie menschliches Wissen und wird gerne mit Intelligenz verwechselt. Für viele Problemstellungen, wie sie bei der Rechtsberatung und auch in der Medizin anfallen, könnte diese Vorgehensweise, das unbeschränkte menschliche Wissen verfügbar zu machen, sehr hilfreich sein.

Der Maschinenkandidat

Vor drei Jahren konnte IBM mit seinem Computersystem Watson in der Quizshow Jeopardy! des US-Fernsehens ein viel beachteten Erfolg er zielen. Ein Computer hatte die besten menschlichen Quizteilnehmer besiegt. Im Januar dieses Jahres hat IBM nun Watson als kommerziell verfügbare Technologie als Angebot aus der Cloud auf dem Markt gebracht.

Der Schwerpunkt liegt in der Weiterentwicklung von Cognitive Computing Software sowie entsprechende Services und Anwendungen. Nach Aussagen von IBM ist es Ziel, mit derartigen „lernenden Systemen“ die stetig wachsenden Datenmengen (Big Data) genauer zu analysieren und bessere Antworten auf unterschiedlichste Fragestellungen zu finden.

David Ferrucci – Vater des IBM Watson

Leiter des Projekts war Dr. David Ferrucci, der in den Jahren 2007-2011 ein Team von IBM-Mitarbeitern und akademische Forscher führte, um einen Computer zu entwickeln, der natürlichen Sprache versteht und allgemeine (common sense) Fragen beantworten kann.

Sein Team von 25 Forschern konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien zur Entdeckung von Wissen in der natürlichen Sprache und die Nutzung dieser Technologien in einer Vielzahl von intelligenten Suche, Datenanalyse und Wissensmanagement-Lösungen. Ferrucci kam 1995 zu IBM und wechselte 2012 zu Bridgewater Associates.

Smarte Assistenten auf den Smartphones

Als bemerkenswert jüngere Entwicklung einer gewissen Computerintelligenz müssen Hilfssysteme gesehen werden, die auf Tablets und Smartphones installiert sind. Das bekannteste Beispiel ist "Siri" von Apple.

Siri ist eine Software, die der Erkennung und Verarbeitung von natürlich gesprochener Sprache dient und so Funktionen einer persönlichen Assistentin erfüllt. Die Sprachdaten werden bei bestehender Internetverbindung an einen Apple-Server übertragen, dort verarbeitet und das Ergebnis an das Endgerät zurückgemeldet.

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