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Backuptechniken und Snapshoting für virtuelle Systeme, Teil 3 Workshop Hyper-V: Der richtige Umgang mit Snapshots

Redakteur: Ulrich Roderer

Snapshots erlauben eine schnelle Wiederherstellung einer virtuellen Maschine und werden daher von den führenden Hypervisoren unterstützt. Dies gilt auch für den Hyper-V von Microsoft. Dessen Snapshot-Techniken wollen wir uns hier ansehen.

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Workshop: So erstellen Sie Snapshots mit Hyper-V; Bild Fotolia
Workshop: So erstellen Sie Snapshots mit Hyper-V; Bild Fotolia
( Archiv: Vogel Business Media )

Snapshots speichern den Status eines virtuellen Computers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dies umfasst die Inhalte des Dateisystems als auch die Konfiguration eines virtuellen Computers. Snapshots erhöhen damit die Flexibilität von virtuellen Computern. Sie erlauben eine schnelle Veränderung einer Rechnerkonfiguration ohne Risiko. Im Fehlerfall kehrt man einfach wieder zum früheren Zeitpunkt des Snapshots zurück. Insbesondere beim Einsatz in der Softwareentwicklung, dem Softwaretest oder technischen Supportdienste sind sie eine wertvolle Hilfe.

Erstellt werden die Snapshots eines Hyper-V unter Zuhilfenahme des Hyper-V-Manager oder eine direkten Verbindung mit dem virtuellen Computer. Bei virtuellen Computern, die zeitabhängige Dienste bereitstellen (z. B. Active Directory-Dienste), sollten Snapshots allerdings nicht verwendet werden. Das Risiko eine Datenverlaustet ist dabei zu groß. Auch in all jenen Umgebungen, in denen die Leistung oder die Speicherverfügbarkeit kritisch sind, sollte ebenso auf die Verwendung von Snapshots verzichtet werden.

So erstellen Sie einen Snapshot

(Archiv: Vogel Business Media)

Um einen Snapshot einer virtuellen Maschine des Hyper-V zu erstellen öffnen Sie das Fenster der Hyper-V Manager. Selektieren Sie nun die virtuelle Maschine, für die Sie den Snapshot erstellen wollen. Snapshots des Hyper-V sind immer auf eine bestimmte virtuelle Maschine bezogen. Sie können daher Snapshots nicht verwenden, um mehrere virtuelle Maschinen zusammen zu sichern. Im Bild trägt diese virtuelle Maschine den Namen XenApp60. Öffnen Sie anschließend das Kontextmenü der virtuellen Maschine durch den Druck der rechten Maustaste. Das Menü zeigte unter anderen zwei Einträgen:

  • Snapshot: zum Erstellen eines Snapshots für die selektierte virtuelle Maschine. Der Snapshot wird sofort erstellt.
  • Zurücksetzten: Zur Zurücksetzen eines Computers in den Zustand eines früheren Snapshots. Wenn Sie diese Option aufrufen, wendet Hyper-V den letzten erstellten Snapshot an und setzt den Computer auf diesen Stand zurück.
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Nach der Auswahl der Aktion „Snapshot“ wird der Snapshot sogleich erstellt. Die Dauer hängt von der Größe der virtuellen Maschine und der Menge des Arbeitsspeichers ab. Im Fenster „Snapshot“ werden dann die erzeugten Snapshot eingeblendet. Im Bild haben wir den ersten Snapshot für unsere virtuelle Maschine XenApp60 erstellt.

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Die Snapshot-Funktionen werden aber auch unter dem Menu „Aktion“ des Hyper-V Manager eingeblendet. Hierin finden sich die Optionen:

  • Anwenden: diese Option den virtuellen Computer wieder auf den Stand zurück, an dem Sie diesen Snapshot erstellt haben. Vorher erscheint aber eine Rückfrage, das Sie auf die Folgen hinweist. Ferner können Sie vorher noch mal einen aktuellen Snapshot erstellen.
  • Umbenennen: Die Funktion umbenennen sollten Sie aufrufen, wenn Sie dem Snapshot einen anderen Namen geben wollen. Standardmäßig verwendet Hyper-V als Namen das Datum und die Uhrzeit der Erstellung des Snapshots. Über diesen Menüpunkt können Sie außerdem noch eine weitere Beschreibung für Ihren Snapshot hinzufügen, z.B. warum Sie den Snapshot erstellt haben.
  • Snapshot löschen: Der Snapshot wird durch die Option gelöscht und ist damit nicht mehr verfügbar.
  • Snapshot-Unterstruktur löschen: Damit löschen Sie den aktuellen Snapshot sowie alle Sicherungen, die Sie nach dem Snapshot erstellt haben und auf diesen aufbauen.
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Die Operationen, die Sie auf einen Snapshot anwenden können finden sie auch im Kontextmenü des Snapshot wieder. Die Optionen sind identisch mit jenen unter dem Menü „Aktion“. Beachten Sie aber generell bei allen Arbeiten mit dem Hyper-V Manager: Der Hyper-V Manager nutzt das Menü in Abhängigkeit des gewählten Objektes. Wenn Sie beispielweise eine virtuelle Maschine selektiert haben, so zeigt das Menü Aktion u.a. „Snapshot“, „Zurücksetzen“ und „Umbenennen“. Die Option „Umbenennen“ bezieht sich dabei auf das selektierte Objekte. Dies ist im Moment die virtuelle Maschine. Also würde nun die virtuelle Maschine umbenannt, nicht der Snapshot.

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Der Speicherort der Snapshots wird in den Konfigurationsangaben der virtuellen Maschine bestimmt. Standardmäßig ist dies das Verzeichnis C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Hyper-V\Snapshots . Im Bild haben wir für die virtuellen Maschine allerdings ein eigenes Verzeichnis „C:\HV-VM“ verwendet

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Die Snapshots werden unter dem Verzeichnis Snapshots abgelegt. Unter dem Verzeichnis Virtual Machines befinden sich die virtuellen Computer.

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Nach der Erstellung eines Snapshots finden Sie im Verzeichnis Snapshots mehrere Dateien. Eine XML-Datei die den Snapshot beschreibt und ein Verzeichnis mit dem gleichen Namen der XML-Datei. In diesem Verzeichnis befindet sich die Detailinformationen des Snapshots.

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Beim Anlegen eines Snapshot, erstellt der Hyper-V-Manager zunächst eine neue virtuelle Platte, eine *.avhd-Datei oder auch Differencing Disk. Die Differencing Disk basiert immer auf der VHD-Datei, welche die eigentlichen Daten der virtuellen Maschine enthält. Im Snapshot befinden sich nur Änderungen in diese AVHD-Datei. Gespeichert wird der Snapshot in den beiden Dateien mit den Erweiterungen „BIN“ und „VSV“.

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