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| Redakteur: Gerald Viola

Xen ist ein Open Source Virtual Machine Monitor für x86-kompatible Computer. Xen ermöglicht die Ausführung mehrerer Gast-Betriebssysteme auf einem einzelnen Computer, indem es eine

Xen ist ein Open Source Virtual Machine Monitor für x86-kompatible Computer. Xen ermöglicht die Ausführung mehrerer Gast-Betriebssysteme auf einem einzelnen Computer, indem es eine Hypervisor genannte Softwareschicht als Abstraktionsebene für den Zugriff auf die echte Hardware einführt. Der Hypervisor fungiert wie ein Verkehrspolizist, indem er den Zugriff auf die Hardware dirigiert und die Anforderungen der Gast-Betriebssysteme koordiniert.

Ursprünglich musste ein Gast-Betriebssystem angepasst werden, um mit dem Xen-Hypervisor zusammenarbeiten zu können. Dieser Virtualisierungsansatz wurde Paravirtualisierung genannt.

Allerdings haben Intel und AMD eine neue Chipgeneration entwickelt, die speziell für die Virtualisierung konzipiert ist. Intel nennt die Chiptechnologie VT (Virtualization Technology) und AMD AVT (AMD Virtualization Technology). Eine Variante des Xen-Hypervisor unter dem Namen HVM (Hardware Virtual Machine) ist in der Lage die VT- und AVT-Features der Intel- und AMD-Prozessoren so zu unterstützen, dass die Hardware-Aufrufe der nicht angepassten Betriebssysteme umgeleitet werden können.

Citrix (Eigentümer von Xensource) und Virtual Iron Software Inc. bewerben Xen als führenden Open Source-Mitbewerber für kommerzielle Virtualisierungsprodukte wie VMware. Red Hat hat den Xen-Hypervisor als Bestandteil der Red Hat Enterprise Linux (RHEL)-Software aufgenommen; dort wird die Kombination als "integrierte Virtualisierung" beschrieben. Sun Microsystems unterstützt die Xen-Virtualisierung auf Solaris 10, seine Version des Unix-Betriebssystems. Andere führende Linux-Distributionen, darunter Debian und SuSE, verfügen ebenfalls über die erforderlichen Kernel-Erweiterungen, um als Basis-Betriebssystem für Xen dienen zu können.

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