Cluster-Dateisystem für die Cloud

XtreemFS 1.5 verbessert Hadoop- und SSD-Support

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Nico Litzel

Das Dateisystem wird im Rahmen des EU-Forschungsprojektes Contrail, sowie des deutschen Projekts First We Take Berlin und des deutschen MoSGrid-Projekts am Zuse-Institut Berlin entwickelt. Darüber hinaus hat die International Desktop Grid Organisation (IDGF) im Rahmen es Projektes „Almere Grid“ ein portables Demo-System für XtreemFS entwickelt, das in Form eines Cloud Case genannten Aktenkoffers acht Raspberry Pi-Boards zu einer Art Mini-Grid vereint. Das Demo-System eignet sich zur Demonstration von Replikation und Failover mit XtreemFS. Wie das genau funktioniert, erläutert ein ergänzendes Video.

XtreemFS 1.5

In der neuen Version 1.5.0 von XtreemFS (Codename „Wonderful Waffles“) haben die Entwickler an der Hadoop-Unterstützung gefeilt. Neu hinzugefügte Lese- und Schreibpuffer sollen die Geschwindigkeit bei kleinen Datenmengen erhöhen. Mit der Unterstützung mehrerer Volumes lassen sich nun Ein- und Ausgaben auf Volumes mit unterschiedlichen Replikations-Regeln verteilen. Ferner unterstützt das in der Vorgängerversion vorrangig für Festplatten optimierte XtreemFS 1.5 SSDs jetzt besser. Während ein Object-based Storage Device in XtreemFS 1.4 für gewöhnliche, rotierende Festplatten mit einem Single-Thread für jeden Zugriff optimiert ist, legt XtreemFS 1.5 im Zusammenhang mit der Verwendung von SSDs mehrere Storage-Threads an und kann damit mehr parallele Operationen je OSD handeln.

Neu ist auch der sogenannte Multi-Homing-Support. Damit lässt sich XtreemFS in mehreren, separaten Netzen bereitstellen. Die Clients ermitteln dann automatisch die richtige Adresse. Ferner legt XtreemFS bei Maschinen mit mehreren Disks bisher für jede Festplatte ein eigenes Object-based Storage Devices als Datenspeicher an und aktiviert jeweils einen eigenen Daemon. XtreemFS optimiert dieses Verhalten mit einem neuen Init-Skript „xtreemfs-osd-farm“, sodass nicht mehr für jedes OSD einer Maschine ein eigener Daemon laufen muss. Neben einer Reihe von Fehlerkorrekturen, einschließlich einer stabilisierten Datei-Replikation, gibt es auch eine neue Übersichtsseite, welche den Status der Replikation anzeigt. Die Entwickler stellen ergänzend ein Tutorial zur Verfügung, das das Einrichten der Replikation mit Failover demonstriert.

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