Handelshof Management GmbH setzt bei Backup und Recovery auf SEP AG Zentrale Datensicherung von 15 Standorten mit SEP sesam

Redakteur: Florian Karlstetter

Im Rahmen der Konsolidierung ihrer gesamten Serverinfrastruktur hat die Handelshof Management GmbH mit SEP sesam auch eine einheitliche und zentral gesteuerte Backup- und Recovery-Lösung implementiert. So übernimmt SEP sesam auch die komplette Datensicherung in allen Filialen des Unternehmens.

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Das gesamte Filialnetz der Handelshof Management GmbH wird mit der Backup- und Recovery-Lösung SEP sesam zentral gesichert.
Das gesamte Filialnetz der Handelshof Management GmbH wird mit der Backup- und Recovery-Lösung SEP sesam zentral gesichert.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Handelshof Management GmbH betreibt in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und im Großraum Hamburg 14 Cash & Carry-Märkte mit eigener Server-Infrastruktur, die bis vor kurzem auf dem Betriebssystem Novell Netware basierte. Die Abkündigung der Novell-Software nahm Handelshof zum Anlass, um die in den vergangenen 14 Jahren organisch gewachsene Infrastruktur zu vereinheitlichen und zu optimieren.

„Zunächst suchten wir einen kompetenten Partner, mit dem wir die komplexen und unternehmenskritischen Aufgaben angehen konnten. Nach ersten Gesprächen vereinbarten wir mit der Lanworks AG einen Workshop zur Ist-Aufnahme und Festlegung des Soll-Konzepts. Hierbei überzeugte uns das fundierte Know-how und die Erfahrung der Mitarbeiter, so dass wir uns im Januar 2007 für die Lanworks AG als ausführenden Systemintegrator entschieden“, kommentiert Bernd Laumen, Bereichsleiter IT-Infrastruktur bei der Handelshof Management GmbH.

Im Rahmen des Projekts „Konsolidierung und Optimierung Filialserver“ wurden die vorhandenen 14 Novell-Verzeichnisdienste in einem zentralen Novell eDirectory zusammengefasst. Dadurch konnte die Zahl der Server in den Filialen von 28 auf 14 halbiert werden. In diesem Zuge wurde auch das Betriebssystem auf allen Servern einheitlich auf den linuxbasierten Netware-Nachfolger „Open Enterprise Server“ umgestellt.

Heute arbeitet in jeder Filiale noch ein Server, der die Dienste File & Print, Desktop Management, Directory Service, Groupware und Datenaustausch mit dem zentralen AS400-System übernimmt. Nach Entwicklung eines Standards für Arbeitsplatzrechner wurden die Novell-Komponenten mit Hilfe der Desktop-Management-Infrastruktur ZenWorks 7 auf die rund 1.100 Arbeitsplätze des Handelshofes ausgerollt und die MS-DOS-basierten Kassensysteme an die Linux-Server angebunden. Anfang 2009 schließlich vervollständigten die Großhandelsexperten das umfangreiche Konsolidierungsprojekt mit dem Update der Fileserver von Open Enterprise Server 1 auf Open Enterprise Server 2.

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Automatisiertes Backup in den Filialen

Begleitend zur Serverkonsolidierung mussten die IT-Verantwortlichen auch eine neue Lösung für Backup und Recovery finden. Vorher wurden die jeweiligen Fileserver einzeln und händisch in den Standorten gesichert. Die neue Lösung sollte es ermöglichen, die Filialserver ebenso wie das E-Mail- und Groupware-System Groupwise sowie je eine MySQL- und eine Microsoft-Datenbank zentral gesteuert und automatisiert auf einem System zu sichern und zu archivieren.

Lanworks-Ingenieur Andreas Birkelbach empfahl SEP sesam: „Als eines der wenigen Produkte am Markt unterstützt SEP sesam mit angepassten Backup-Clients sowohl die Sicherung von Novell- und Linux-Software als auch von Microsoft-Produkten. Überdies wussten wir, dass wir uns bei technischen Fragen im Projekt auf die schnelle Hilfe von SEP verlassen konnten.“ Da das SEP-Angebot überdies auch noch um 35 Prozent günstiger ausfiel als die bislang genutzte Backup-Lösung, wurde die Implementierung von SEP sesam nach der erfolgreich bestandenen technischen Prüfung im Frühjahr 2007 beauftragt.

Online-Sicherung von Datenbanken und Groupware

Der zentrale IBM xSeries Backupserver mit Suse Linux Enterprise Server 10 als Betriebssystem ist heute fester Bestandteil der IT-Infrastruktur. Daran angeschlossen ist ein IBM System Storage DS4200 Plattenspeichersystem mit einer Kapazität von 4 TByte. Zur abschließenden Sicherung auf Band entschied sich Handelshof für IBM System Storage TS3100 mit Ultrium 4-Bandlaufwerk und Kapazität für 24 Bandkassetten.

Einmal am Wochenende werden die 14 Fileserver in den Filialen nun komplett gesichert. Überdies werden jede Nacht die „Tagesdeltas“ an die zentrale SEP sesam Virtual Tape Library (VTL) übermittelt. Die VTL auf dem Plattenspeichersystem emuliert nach außen eine Tape Library. Dies vereinfacht die anschließende Sicherung auf Magnetband, weil die virtuellen Bänder von der VTL direkt auf „echte“ Bänder geschrieben werden, ohne dass die Backup-Software oder ein Server an diesem Vorgang beteiligt ist. Als Dateisystem für die Linux basierten OES Server kommt Novell Storage Services (NSS) zum Einsatz, das Volumes und Dateigrößen bis zu 8 Terabytes und theoretisch unendlich viele Dateien pro Volume unterstützt.

Zudem sichert der zentrale Backup-Server im laufenden Betrieb von jeder Filiale noch eine MySQL-Datenbank mit den Artikeln und den Kundenstammdaten für die Kassensysteme. Hinzu

kommen eine zentrale MS SQL-Datenbank in der Stamm- und Bewegungsdaten der Applikation „Digitaler Tachograph“ liegen. Auch die beiden GroupWise-Server werden mit Hilfe der SEP Online-Clients gesichert, ohne dass es bei den Anwendern zu einer Unterbrechung des E-Mail- und Groupware-Dienstes kommt.

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Kombination aus inkrementeller, differentieller und vollständiger Sicherung

Die sonntägliche Komplettsicherung hat derzeit ein Volumen von 680 GB, die Tagessicherungen summieren sich auf rund 500 GB. Die Vollsicherung erfolgt direkt auf Band und wird am darauf folgenden Montag einen Monat lang im Tresor verwahrt. Von Montag bis Samstag wird jeweils eine differentielle Datensicherung auf Platte in den Filialen sowie eine zusätzliche inkrementelle Sicherung auf Platte in der Zentrale durchgeführt.

Wie die inkrementelle Sicherung besticht die differentielle Sicherung durch den im Vergleich zur Volldatensicherung geringen zeitlichen Aufwand und die geringe Menge benötigten Speicherplatzes pro Sicherungsvorgang. Im Gegensatz zur inkrementellen Methode werden hier stets alle Daten, die sich seit der letzten Volldatensicherung verändert haben, gesichert. Folglich genügen im Ernstfall für eine Wiederherstellung die letzte Volldatensicherung sowie die letzte differentielle Sicherung. Bei der Wiederherstellung mit Hilfe inkrementeller Sicherungen müssen neben der letzten Volldatensicherung sämtliche seitdem gespeicherten inkrementellen Sicherungen auf das System übertragen werden – was einen größeren Aufwand erfordert.

„Die gewählte Sicherungsstrategie bietet uns eine optimale Sicherheit und nutzt dabei intelligent die vorhanden IT-Ressourcen“, erklärt Bernd Laumen. „Kleinere Datenverluste können wir in den Filialen schnell mit der differentiellen Sicherung vor Ort herstellen. Sollte es tatsächlich einmal zur kompletten Zerstörung eines Filialservers kommen, so können wir die Daten mit Hilfe des SEP sesam Bare System Recoverys, der Komplettsicherung und den inkrementellen Sicherungen schnell und vollständig rekonstruieren.“

Learning by Doing

Drei Stunden etwa wenden Bernd Laumen und seine Mitarbeiter wöchentlich für die Datensicherung auf. Ein Training haben die Handelshof-Mitarbeiter nicht besucht, sondern das Know-how für den Umgang mit SEP sesam haben sie sich selbst Schritt für Schritt angeeignet. „Wir arbeiten ja bereits seit Mai 2007 mit SEP sesam, auch wenn anfangs damit nur wenige Server gesichert wurden. Im praktischen Einsatz haben wir viel gelernt – nicht zuletzt auch mit Hilfe der Consultants der Lanworks AG und des SEP-Supports, mit dem wir sehr zufrieden sind. Gab es anfangs noch die eine oder andere Schwierigkeit mit Version 3.0, so erfüllt die aktuelle Version 3.4 von SEP sesam alle unsere Erwartungen“, führt der IT-Experte weiter aus.

Fazit

„Mit SEP sesam haben wir das Produkt gefunden, das unsere verteilten und heterogenen Systeme zuverlässig sichert, uns bei der Konsolidierung unserer Infrastruktur unterstützt und offen ist für die Zukunft“, erläutert Bernd Laumen, Bereichsleiter IT-Infrastruktur beim Handelshof.

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