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SaaS wird zum Sargnagel für klassische WANs Zentralistische IP-Topologie killt Bandbreiten-Performance

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Rainer Graefen

Silver Peak brandmarkt klassische WAN-Architekturen als Performance-Killer und spricht von einem fatalen Zentralismus. Statt mit QoS herumzuhantieren, sollten Administratoren auf alternative Weitverkehrstechniken setzen.

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Selbst Anbieter für SD-WAN, verspricht Silver Peak Unternehmenskunden performante und kostengünstige Verbindungen zu Clouddiensten.
Selbst Anbieter für SD-WAN, verspricht Silver Peak Unternehmenskunden performante und kostengünstige Verbindungen zu Clouddiensten.
(Bild: Silver Peak)

Software as a Service hätte vielen Unternehmen die Limitierungen klassischer WAN-Architekturen schmerzhaft bewusst gemacht – sagt Silver Peak und verweist konkret auf Angebote wie Microsoft Office 365 oder Salesforce.com.

Die liefen mittlerweile im Home Office performanter als im Firmen-Büro. Grund: Während Anwendern daheim exklusive Internet-Bandbreiten mit mehreren zig MBit pro Sekunde zur Verfügung stehen, konkurrierten im Unternehmen etliche Nutzer und Anwendungen um MPLS-Links mit gerade einmal zwei bis zehn MBit/s.

Statische WAN-Links sind diffizil

Überholt sei auch die klassische „Nabe und Speiche“-Architektur zahlreicherer MPLS-WANs. Über diese greifen externe Anwender eben nicht direkt auf das Internet zu, sondern werden über limitierte MPLS-Verbindungen zum Firmenzentrum (Nabe) geleitet, um die dort bereitgestellten Internet-Links zu nutzen. Limitierte Bandbreite, große Übertragungsdistanzen und zentralistische Netzstruktur seien „Performance-Killer“, die auch mit QoS-Mechanismen nicht in den Griff bekommen zu seien.

Unternehmen benötigten daher ein Corporate WAN, das auf unterschiedliche Verkehrsarten ausgelegt ist sowie bestehende und neue Applikationen unterstützt. Von MPLS direkt auf Breitband-Internet umzuschwenken sei dabei allerdings keine Lösung. Silver Peak begründet: In der Praxis habe es sich als diffizil erwiesen, parallel mehrere WAN-Links zu managen; VoIP, Video und Desktop-Virtualisierung (VDI) benötigten zudem hochwertige Verbindungen mit geringen Latenzen und Paketverlustraten.

Internet-Traffic steigt und verstopft das WAN

Als Alternative rät der Anbieter zu Software-Defined WANs – also orchestrierbaren und automatisierbaren Infrastrukturen, die alle gängigen Übertragungstechnologien unterstützen, von Festnetz-Internet über Mobilfunk bis zu MPLS. Der Ansatz könne in Minuten geplant sowie implementiert werden, sei dank IPsec-Verschlüsselung sicher und garantiere auch für anspruchsvolle Applikationen eine zu reinem MPLS ebenbürtige Dienstgüte.

Nick Applegarth ist Vice President of Sales EMEA bei Silver Peak und kommentiert: „IT-Abteilungen haben somit keinen Grund, länger an veralteten Weitverkehrstechniken festzuhalten. Denn es ist absehbar, dass der Anteil des Internet-basierten Datenverkehrs in Corporate WANs rapide ansteigen wird.

Damit verbunden ist eine massive Zunahme des Bandbreiten-Bedarfs. Warum also warten und weiterhin auf WAN-Techniken setzen, die ihre guten Zeiten hinter sich haben? Denn eines steht fest: Das Weitverkehrsnetz alter Prägung ist tot; mit dem Software-Defined WAN steht jedoch ein würdiger Nachfolger bereit.“

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