Moderne Dateisysteme für zukünftige Speicheranforderungen Teil 3

Zettabytes für die Zukunft und Premiere für RAID-Z

09.01.2009 | Autor / Redakteur: Bernd Schöne / Nico Litzel

RAID-Z lehnt sich an RAID-5 an, vermeidet aber dessen Probleme, wenn es kurz nach dem Schreiben eines Datenblocks zu einem Systemabsturz oder Stromausfall kommt, noch bevor der korrespondierende Eintrag auf dem Laufwerk mit den Parity-Files erfolgen konnte.
RAID-Z lehnt sich an RAID-5 an, vermeidet aber dessen Probleme, wenn es kurz nach dem Schreiben eines Datenblocks zu einem Systemabsturz oder Stromausfall kommt, noch bevor der korrespondierende Eintrag auf dem Laufwerk mit den Parity-Files erfolgen konnte.

Snapshots sind bekanntlich Nur-Lese-Kopien des Filesystems, während ein Clone verändert werden kann. Durch Anlage eines neuen Filesystems wird aus einem Snapshot ein Clone. Aus jedem Snapshot kann, über die Cheksummen, ein vollständiges Backup gewonnen werden. Aus zwei beliebigen Snapshots gewinnt man so ein inkrementelles Backup, ohne die I/O-Kapazitäten oder den Rechner zu belasten, denn es werden ja immer nur Tabellen eingefroren, während die eigentlichen Blöcke unverändert bleiben. Normale Backups sind aber natürlich über Backupsoftware wie Netbackup oder Legato Networker oder den Unix-Standard-Backup-Befehlssatz (z. B. tar oder cpio) ebenso möglich.

Zusammenfassung

ZFS zeigt deutlich, wohin die Reise bei Filesystemen geht. Aber es bleiben einige, nicht unwichtige Wünsche offen. Noch kann man nicht problemlos von ZFS booten. Bei x86-Systemen ist das allerdings seit einigen Monaten manuell möglich.

Bei den virtuellen Laufwerken (vdevs) haben die Entwickler nur an zusätzlichen Speicher gedacht, nicht aber an weniger: Es ist aktuell nicht möglich, die Kapazität des Pools wieder herunterzusetzen oder eines der virtuellen Laufwerke durch ein kleineres zu ersetzen. Umgekehrt ist es nicht möglich, ein vorhandenes RAID-Z um eine weitere Festplatte zu erweitern.

Die als Standard auf 128 Kilobyte gesetzte Blockgröße kann zu Performanceverlusten führen, wenn Applikationen mit kleineren, fixen Blockgrößen arbeiten. Das kann nur durch manuelle Eingriffe behoben werden. Innerhalb von Arbeitsgruppen ist es nicht möglich, den genutzten Speicherplatz nach Nutzern oder nach Untergruppen zu quotieren. An all diesen Baustellen wird gearbeitet. ZFS ist also ein Edelstein, an dem noch poliert wird.

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