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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 4

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Die synchrone Spiegelung im Detail

Derzeit werden zwei Möglichkeiten der synchronen Spiegelungen unterstützt:

Best Effort: Beim Ausfall des Kommunikationspfades oder des Zielsystems kann weiter auf dem primären System gearbeitet werden. Sobald der Link wieder zur Verfügung steht, werden die in dieser Zeit geänderten Blocks nachträglich resynchronisiert.

Mandatory: Beim Ausfall des Kommunikationspfades oder des Zielsystems sind keine Schreibzugriffe mehr auf dem primären System möglich. Diese Art der Implementierung erfordert besondere Sorgfalt bei der Planung des gesamten SANs. Alle Komponenten (Fabrics, Links, Switche etc.) sollten redundant ausgelegt sein. Spiegel können pro Volume angelegt werden und es können mehrere Ziel-Volumes definiert werden.

An einem Zielsystem angeschlossene Hosts können die Volumes zwar sehen, diese befinden sich aber im Read-only-Modus. Wird im Falle eines Disasters das sekundäre Zielsystem zum primären System, können die Volumes beschrieben werden. Die Volumes des ehemals primären Systems werden nun zu sekundären Volumes und sind für diesen Zeitraum nur lesbar (read-only).

Energieverbrauch

Durch die GRID-Architektur und die beschriebenen I/O-Load-Balancing-Mechanismen können selbst für sehr hohe Performance-Anforderungen Disks mit hoher Speicherdichte und SATA-II-Technologie verwendet werden. Um eine entsprechende Performance zu erreichen, müssen traditionelle Systeme FC-Disks verwenden, die nicht nur wesentlich teurer sind, sondern vor allem mehr Energie verbrauchen, weil sie erstens schneller drehen und zweitens für die gleiche Kapazität mehr Disks benötigt werden.

Ein vollständig ausgebautes XIV-Rack mit 180 Disks und einer Bruttokapazität von 180 Terabyte hat einen Energieverbrauch von 7,7 Kilowatt. Dies entspricht einem Verbrauch von 43 Watt pro Terabyte Datenvolumen. Traditionelle Storage Systeme mit 146-Gigabyte-FC-Disks haben einen Verbrauch von 180 bis 380 Watt pro Terabyte.

Auch andere Eigenschaften der XIV-Architektur helfen, den Energieverbrauch zu senken:

Physikalische Kapazität wird nur „verbraucht“, wenn die Anwendung tatsächlich Daten schreibt, jedoch noch nicht beim Anlegen eines Volumes. Das Thin Provisioning erlaubt es somit, eine Überprovisionierung vorzunehmen, was bis zu 30 Prozent weniger nicht genutzte Kapazität bedeutet.

Durch das gleichmäßige Verteilen der Daten eines Volumes auf alle Disks im System entstehen keine ungenutzten „Reststücke“, die häufig dann entstehen, wenn verschiedene RAID-Arrays für verschiedene Zwecke konfiguriert werden bzw. Volumes auf verschiedene Arrays verteilt werden müssen.

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