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iPaaS wird durch KI erweitert Boomi: Mehr als nur eine Integrationsplattform

Von Paula Breukel 4 min Lesedauer

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Komplexe Technologien einfach gestalten – Boomi stellte in London seine Neuheiten vor. Trotz wachsenden Herausforderungen bleibt die Nutzerfreundlichkeit im Zentrum.

Bei der Boomi World Tour erläuterte Steve Lucas Boomis Vision und die Neuheiten des Unternehmens.(Bild:  Paula Breukel)
Bei der Boomi World Tour erläuterte Steve Lucas Boomis Vision und die Neuheiten des Unternehmens.
(Bild: Paula Breukel)

Eine Kernfrage der IT-Architektur liegt darin, wie man Daten aus On-Premises- und Cloud-Umgebungen verknüpfen kann. Hier setzt Boomi an: Als Anbieter einer Integration-Platform-as-a-Service (iPaaS) bietet der Hersteller eine Low-Code-Plattform. Die Software ermöglicht es, Daten und Anwendungen aus unterschiedlichen Quellen miteinander zu verknüpfen. In der Londoner County Hall präsentierte das Unternehmen mit Blick auf den Big Ben die Neuheiten.

So beschreibt der CEO Steve Lucas die Integrationsplattform: „Wenn wir heute an Boomi denken, dann denken die meisten von uns an Applikationen, Datensätze und APIs – diese müssen miteinander verknüpft werden, und genau hier setzt Boomi an.“ Doch die Mission der Integrationsplattform endet laut Steve Lucas nicht hier. Vor seiner Tätigkeit bei Boomi war der CEO unter anderem bei SAP tätig. Die iPaaS-Plattform bietet verschiedene Tools, wie etwa das Master Data Hub. Nun setzt die Boomi-Plattform auf eine erweiterte Automatisierung und nutzt hierfür KI-Agenten. Doch was hat es mit den Agenten auf sich?

Agenten ergänzen die Orchestrierung

Orchestrierungsebenen setzen den Grundbaustein der Plattform. Hier können die Nutzer Tools an einem Ort koordinieren und verwalten. Ein Agentenregister ergänzt nun die Orchestrierungsebenen. Es handelt sich hierbei um eine Künstliche Intelligenz, die Aufgaben übernehmen und auf die zuvor integrierten Datensätze zurückgreifen kann. Lucas beschreibt die Agenten als KI-Mitarbeiter, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen könnten, wie zum Beispiel das automatische Kontrollieren der Unternehmensaufgaben. Dadurch könne der zuständige Sachbearbeiter ersetzt werden, so der CEO.

Boomi stellte diese neue Plattform namens Enterprise AI Management (EAIM) vor. Sie vereint Integration, Daten-, API-Management und Künstliche Intelligenz. Im Frühjahr 2025 wird das Agentenregister verfügbar sein. Aktuell biete Boomi sechs KI-Agenten, und das Angebot steige. Dadurch liefen die Prozesse automatisch, würden dokumentiert, und der Arbeitsaufwand verringere sich. Es soll auch die Verwaltung und Kontrolle der einzelnen KI-Agenten ermöglicht werden – denn falls Fehler auftreten würden, müssten diese nachvollzogen werden, so der CEO.

Zusammenarbeit mit ServiceNow wird weiter ausgebaut

Der SaaS-Anbieter (Software-as-a-Service) ServiceNow war lange Zeit Boomis Partner. Diese Partnerschaft haben die beiden Unternehmen verstärkt, indem sie Boomi in ServiceNow und umgekehrt ServiceNow in Boomi integrierten, so der CEO. Zu diesem Anlass sprach auch Produktmanager Anders Henriksson über die Kollaboration der beiden Unternehmen.

Laut dem Produktmanager ergänzen sich die Anwendungen von ServiceNow und Boomi. Daher ist die Zusammenarbeit eine strategische, die vor allem die Prozesssteuerung der Daten anstrebt.

Wo speichert Boomi die Daten?

Die Speicherarchitektur gestaltet Boomi entsprechend der Datenanforderungen der jeweiligen Anwender. So können Unternehmen ihre Daten je nach Speicheranforderungen verschieben und Cloud- sowie On-Premises-Umgebungen nahtlos integrieren. Boomi unterstützt auf diese Weise dynamische Workloads.

Boomi im Vergleich zu anderen iPaaS

Die iPaaS-Lösung Boomi basiert auf dem Low-Code-Ansatz. Nutzer können sie also ohne umfangreiche Programmierkenntnisse anwenden. Auf der Plattform finden sich Bausteine und Werkzeuge, und Anwender können per Drag-and-drop auf der Plattform arbeiten.

Im Gegensatz dazu orientiert sich der Wettbewerber MuleSoft stark am API-first-Prinzip (Application Programming Interfaces). Die iPaaS-Lösung setzt auf APIs als primäre Methode für die Integration und Verbindung von Anwendungen. Daher richtet sie sich an Entwickler mit technischem Fachwissen. Denn das API-first-Prinzip baut auf dem Gedanken auf, Verknüpfungen selbstständig zu erstellen.

Nutzerbericht

Alma Shala von der Goldsmith University London erklärte, welche Funktionen das Tool Master Data Hub von Boomi in ihrem Berufsalltag erfüllt. An ihrer Universität arbeitet sie als Associate Director of Digital Techologies. Dort werde das Boomi-Tool genutzt, um unter anderem die Datenbanken der Mitarbeitenden und Studierenden zu verwalten. Laut Shala hat die Goldsmith University aktuell 30 Applikationen auf die Plattform ausgelagert – geplant sind noch viele weitere, sagte sie.

Neben der Boomi-Plattform wende die Universität auch Microsoft Stack an. Das Ziel sei es, vermehrt auf die KI zurückzugreifen. Denn es gehe darum, die Standardisierung und die Automatisierung voranzutreiben. Die Goldsmith University werde in Zukunft auch Boomis KI-Lösung prüfen.

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Boomi und Datenschutz

Da Unternehmen auf der Integrationsplattform eine große Datenmenge und teils auch sensible Daten speichern, stellt sich die Frage: Gewährleistet die Plattform ausreichend Vorkehrungen, um die Datenschutzgesetze einzuhalten? Hierzu antwortet Boomi, dass einerseits dank des Tools Master Data Hub, das beispielsweise die Goldsmith University London verwendet, Datenänderungen nachvollzogen werden könnten. Darüber hinaus handele Boomi im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und ist unter anderem nach ISO 27001, 27701, UK Cyber Essentials Plus und IRAP zertifiziert.

Als iPaaS-Anbieter sei Boomi laut dem CEO bereits Vorreiter – doch mit den neuen Tools und Automatisierungsprozessen werde das Angebot vervollständigt. Dies soll ermöglichen, dass kein weiteres Tool notwendig ist. Shala sagte dazu: „Wir sind gespannt darauf, KI in Boomi und mit Boomi zu entdecken.“

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