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Addonics macht Solid State Disk Konkurrenz Compact-Flash mittels Adapter zum Disk-Ersatz machen

Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Martin Hensel

Zwei neue Compact-Flash-Adapter von Addonics erlauben das Umrüsten von Notebooks auf Solid State Disks innerhalb weniger Minuten und können damit konventionelle 2,5-Zoll-Festplatten ersetzen.

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Laptops für den Einsatz „in freier Wildbahn“ müssen vor allem zweierlei aufweisen: lange Laufzeiten im Batteriebetrieb und Erschütterungsresistenz. Mit konventionellen Festplatten sind diese Ziele kaum zu erreichen, denn prinzipbedingt verbrauchen sie relativ viel Strom und sie reagieren empfindlich auf härtere Stöße.

Bisher hatten diese nur die Möglichkeit, entweder ganz auf Solid State Discs mit Flash-Technik oder auf so genannte Hybrid-Laufwerke umzusteigen – beides recht teure Lösungen, die durch den erwarteten Preisanstieg bei Flash-Chips kaum günstiger werden dürften. Mit einem weiteren Konzept wartet jetzt Zubehörspezialist Addonics auf: Statt SATA- und IDE-Festplatten im 2,5-Zoll-Format zu benutzen, machen Adapter auch Compact-Flash-Karten als Festplattenersatz verwendbar. Die Adapter unterstützen CF-I- und CF-II-Karten und erscheinen dann gegenüber dem System als ganz normale Festplatten. Es werden keine speziellen Treiber benötigt, um sie einzubinden.

Technisch gestaltet sich dies nach Herstellerangaben recht einfach, sollte aber trotzdem nicht von Menschen mit zwei linken Händen durchgeführt werden: Der Anwender muss nämlich den meistens verschraubten Laufwerksschacht auf der Unterseite des Notebooks öffnen, die vorgefundene HDD von der zierlichen Steckverbindung lösen und dann durch einen der Adapter ersetzen. Zum Schluss ist noch ein Flash-Speicher zu installieren. Bislang ist die Speicherkapazität der CF-Karten jedoch auf acht Gigabyte beschränkt, die beispielsweise von Lexar für unter 200 Euro geliefert werden.

Von der Compact-Flash den Rechner booten

Einmal angeschlossen, lassen sich die eingesetzten CF-Karten als Boot-Devices konfigurieren, auf denen das Betriebssystem und wichtige Applikationen liegen. Sowohl die SATA- als auch die IDE-Variante unterstützen DMA und Ultra-DMA, kommen mit allen im Feldeinsatz erprobten Windows-Varianten ab Version 3.1 sowie MacOS, Linux und zur Not sogar DOS zurecht. Die Betriebsspannung beträgt fünf Volt, als Grenzwerte für die Betriebstemperatur gibt Addonics zwischen 0 und 75 Grad Celsius an. Die Außentemperaturen dürfen zwischen minus 40 und 85 Grad, die Luftfeuchtigkeit zwischen fünf und 95 Prozent schwanken – damit wären zumindest schon mal die Adapter für den Einsatz in Sibirien, in der Sahara und im Amazonas-Regenwald gleichermaßen geeignet.

Die IDE-Adapter – wahlweise mit einem oder zwei Slots lieferbar – sollen umgerechnet zwischen 20 und 24 Euro kosten, die SATA-Variante ist für 29 Euro erhältlich, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkosten. Für Industrie-PCs bietet Addonics überdies einen Embedded-Adapter für die IDE-Schnittstelle an. Die Produkte sind ab sofort im Online-Shop von Addonics sowie im Fachhandel erhältlich.

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