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Sustainability-Gastkolumne, Folge 1 Der Weg zum nachhaltigen Datacenter

Ein Gastbeitrag von Petra-Maria Grohs* 2 min Lesedauer

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„Nachhaltigkeit“ ist ein Thema, auf das sich alle einigen können – wer könnte etwas gegen klares Wasser, saubere Luft und eine lebenswerte Umwelt haben? Aber der Weg dahin ist für Unternehmen mit Einschränkungen, Auflagen und vor allem Kosten verbunden. Der erste Artikel unserer neuen Sustainability-Gastkolumne fasst die Problematik für die IT-Abteilungen in Unternehmen zusammen. In den kommenden Monaten werden wir in die Details gehen und zahlreiche Facetten des Themas beleuchten.

In den kommenden Monaten beleuchtet unsere neue Gastkolumne zahlreiche Facetten des Themas „Sustainability“.(Bild:  ©makunin, pixabay via Canva.com)
In den kommenden Monaten beleuchtet unsere neue Gastkolumne zahlreiche Facetten des Themas „Sustainability“.
(Bild: ©makunin, pixabay via Canva.com)

Unwetter, Waldbrände, Überschwemmungen, Hitzewellen, die Erwärmung der Meere und immer weiter zunehmende Flüchtlingsströme sind Ausdruck des vom Menschen gemachten Klimawandels. Auch wenn wir es noch irgendwie schaffen, bei der Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens die Kurve zu kriegen, wird uns das Thema weiterhin buchstäblich im Schwitzkasten halten. Dabei ist die IT kein Nebenschauplatz, sondern ein zentrales Problemfeld: Auf der einen Seite hat uns die Digitalisierung unglaubliche Sprünge in der Produktivität und bei Innovationen gebracht – und mit KI steht der nächste Game-Changer schon vor der Tür. Aber bei aller Euphorie hat das Thema auch eine Kehrseite: Der Energieverbrauch steigt trotz immer effizienterer Datacenter stetig an, weil der Bedarf schneller wächst als die technischen Einsparungen.

Je nach Quelle gehen heute zwischen zwei und vier Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen und sieben Prozent des Energieverbrauchs auf das Konto von Rechenzentren. Das ist mehr, als die Luftfahrtindustrie im selben Zeitraum verbraucht hat! Allein in Deutschland lag der Stromverbrauch von Rechenzentren 2022 bei etwa 18 Milliarden Kilowattstunden; das ist mehr als die Stadt Berlin samt ihrer Einwohner im selben Jahr bezogen hat. Und während die privaten Haushalte angesichts extrem gestiegener Preise für Strom, Gas und Heizöl ihren Verbrauch senken konnten, stieg der Energiekonsum der Rechenzentren weiter deutlich an.

Was tun? Der auf dem Papier einfachste Weg wäre, den Rechenzentren den Stecker zu ziehen. Aber in einer weltweit verflochtenen Ökonomie wäre das insbesondere für die Exportnation Deutschland ein Fiasko, die sich durch Innovation und Automatisierung international behauptet. Die aufgeheizte Diskussion pro & contra Subventionen für Industriestrom macht das Dilemma deutlich: Energieintensive Industrien – und dazu zählt auch die IT – können an einem Standort nur wettbewerbsfähig sein, wenn der Strom bezahlbar ist. Und ein Abwandern in Regionen mit laxeren Regeln hilft dem Weltklima auch nicht wirklich weiter.

Aber wenn etwas die IT-Branche auszeichnet, dann sind das Innovationsfähigkeit, Erfindungsgeist, Flexibilität und auch bisweilen Pragmatismus. Es gibt also keinen Grund, um einmal einen berühmten Fußballer zu zitieren, den „Sand in den Kopf zu stecken“. Unternehmen haben zahlreiche Hebel, an denen sie ansetzen können, um ihren CO2-Footprint zu reduzieren. Angefangen bei den Mitarbeitern, die ein Bewusstsein für das Thema verinnerlichen müssen, über die Anschaffung besonders sparsamer und langlebiger Geräte und Systeme bis hin zu Gebäudemaßnahmen, wie etwa der Versorgung von Wohnvierteln mit Abwärme zum Heizen oder der Nutzung von Dachflächen zur Erzeugung von Solarstrom.

Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.(Bild:  Hitachi Vantara)
Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.
(Bild: Hitachi Vantara)

In den kommenden Monaten werden wir an dieser Stelle das Thema Nachhaltigkeit in zahlreichen Facetten beleuchten, sozusagen von A wie Abfallvermeidung bis Z wie Zertifikatehandel. Meine persönliche Motivation: Ich möchte lieber Teil der Lösung werden, anstatt Teil des Problems zu sein! Sind Sie dabei?

* Die Autorin: Petra-Maria Grohs, Geschäftsführerin Hitachi Vantara Deutschland.

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