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Faszination Technik Die Ameise als Vorbild für lernenden Roboter

Von Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

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In unserer Rubrik „Faszination Technik“ stellen wir beeindruckende Projekte aus Forschung und Entwicklung vor. Heute: eine Roboterameise, mit der junge Forscher die KI-Welt entdecken können.

Mit dem bionischen Roboterbausatz „variAnt“ kann eine Ameise nachgebildet werden. Sie läuft und verhält sich beinahe wie ihr lebendes Vorbild. (Bild:  Variobot)
Mit dem bionischen Roboterbausatz „variAnt“ kann eine Ameise nachgebildet werden. Sie läuft und verhält sich beinahe wie ihr lebendes Vorbild.
(Bild: Variobot)

Ameisen bewegen hohe Lasten oder klettern Wände hoch. Diese Fähigkeiten inspirierten Tino Werner und seine Firma Variobot für die Entwicklung eines Roboters, der so läuft und sich verhält wie eine echte Ameise. Sein Sensorverbund und der Laufmechanismus sind patentiert. Gemacht ist die – als programmierbarer Bausatz erhältliche – Roboterameise für junge und junggebliebene Forscher.

Lichtsensoren erfassen die Umgebungsbedingungen

Ähnlich wie die meisten Lebewesen passt sich die „variAnt“ genannte Roboterameise über eine relative Helligkeitswahrnehmung an die Umgebungsbedingungen an. Sie erkundet mit einem patentierten Sensorsystem autonom ihr Umfeld und nimmt Hindernisse, Markierungen, Lichtquellen oder Bewegungen durch geringste Helligkeitsunterschiede wahr, verfolgt diese gezielt oder weicht ihnen aus. Dabei sind die Lichtsensoren am Körper, den Beinen, den Fühlern und den Kieferklauen angebracht und können den Anforderungen entsprechend ausgerichtet werden.

Kompakte Steuereinheit als Gehirn

Wie Variobot mitteilt, besteht das „Gehirn“ der autonomen Roboterameise aus einem Arduino-kompatiblen Nano-Board mit einem 32-MHz-Prozessor. Die kompakte Steuereinheit biete Anschlüsse für zwei Motoren, zwei Reedschalter zur Schrittzählung, acht analoge Sensoreingänge, zwei programmierbare Taster, acht frei nutzbare Digital-I/Os beziehungsweise 15 steck- und abschaltbare Status-LEDs. Die LEDs können laut Variobot den Status der Sensoren, der Motoren und der Reedschalter anzeigen. Ein kleines Steckbrett im Ameisenkopf soll ermöglichen, die Umgebungssensoren flexibel zu kombinieren und zu erweitern. Der Lithium-Ionen-Akku lasse den Ameisenroboter für etwa drei Stunden laufen und sei via USB-Kabel aufladbar.

Experimente mit künstlicher Intelligenz möglich

Nach Angaben von Variobot können mithilfe vorgefertigter Code-Module erste einfache Arduino-Programme geschrieben und schrittweise erweitert werden. Davon motiviert, sollen mit zunehmendem Verständnis auch strategische und interaktive Aufgaben umgesetzt werden können, bis hin zu ersten Experimenten mit künstlicher Intelligenz.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis erschienen.

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