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Faszination Technik Molekularer Schwamm für die Elektronik

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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In unserer Rubrik „Faszination Technik“ stellen wir beeindruckende Projekte aus Forschung und Entwicklung vor. Heute: ein molekularer Schwamm für die Elektronik der Zukunft.

Dr. Florian Auras und sein Team an der Professur für Molekulare Funktionsmaterialien der TU Dresden haben nun erstmals eine Designstrategie für dynamische zweidimensionale COFs entwickelt, die ähnlich einem Schwamm ihre Poren schrittweise und kontrolliert öffnen und wieder schließen können.(Bild:  TU Dresden)
Dr. Florian Auras und sein Team an der Professur für Molekulare Funktionsmaterialien der TU Dresden haben nun erstmals eine Designstrategie für dynamische zweidimensionale COFs entwickelt, die ähnlich einem Schwamm ihre Poren schrittweise und kontrolliert öffnen und wieder schließen können.
(Bild: TU Dresden)

Einem internationalen Forschungsteam unter Leitung von Dr. Florian Auras von der TU Dresden ist es gelungen, ein neuartiges Material zu entwickeln. Das Besondere: Die Eigenschaften des zweidimensionalen Polymers lassen sich gezielt und reversibel steuern. Damit sind die Forschenden dem Ziel, schaltbare Quantenzustände zu realisieren, ein Stück nähergekommen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Nature Chemistry veröffentlicht.

Funktionsmaterialien mit molekularer Präzision

Poröse kovalente organische Netzwerkverbindungen (engl. covalent organic frameworks, kurz COFs) sind eine Klasse hochstrukturierter, poröser Materialien, die aus organischen Molekülen bestehen, welche durch kovalente Bindungen zu einem Netzwerk verknüpft sind. Sie ermöglichen die Herstellung von Funktionsmaterialien mit molekularer Präzision. Ähnlich den metallorganischen Gerüstverbindungen (engl. metal organic frameworks, MOFs), die vor etwa 25 Jahren entdeckt wurden und mittlerweile Marktreife erreicht haben, zeichnen sich COFs durch vielversprechende strukturelle, optische und elektronische Eigenschaften für zahlreiche Anwendungen, zum Beispiel bei der Gas- und Flüssigkeitsspeicherung, Katalyse, Sensorik sowie Energieanwendungen, aus.

Die bisherigen Forschungsarbeiten zu COFs konzentrierten sich in der Regel auf die Erzeugung starrer Gerüste, deren Materialeigenschaften statisch sind. Dr. Florian Auras und sein Team an der Professur für Molekulare Funktionsmaterialien der TU Dresden haben nun erstmals eine Designstrategie für dynamische zweidimensionale COFs entwickelt, die ähnlich einem Schwamm ihre Poren schrittweise und kontrolliert öffnen und wieder schließen können. „Das Hauptziel der Studie war, diese Netzwerke, die normalerweise zwar sehr exakt geordnet aber starr sind, mit genau dem richtigen Maß an Flexibilität auszustatten, damit sich ihre Struktur von kompakt bis porös schalten lässt. Durch Zugabe von Lösungsmittel, das in das Netzwerk eindringt, können wir nun die lokale Geometrie und auch optische Eigenschaften wie die Farbe oder Fluoreszenz vorübergehend und reversibel verändern“, erklärt Florian Auras seinen Forschungsansatz.

Unser Forschungsergebnis bildet die Grundlage für unsere weitere Forschung an schaltbaren Polymeren, insbesondere mit dem Ziel, schaltbare Quantenzustände zu realisieren.

Dr. Florian Auras

Die Möglichkeit, die strukturellen und optoelektronischen Eigenschaften der Materialien gezielt hin und her zu schalten, machen die Materialien für zukünftige Anwendungen in der Elektronik und Informationstechnologie besonders interessant. „Unser Forschungsergebnis bildet die Grundlage für unsere weitere Forschung an schaltbaren Polymeren, insbesondere mit dem Ziel, schaltbare Quantenzustände zu realisieren. Mich fasziniert es bei der Arbeit an COFs immer wieder aufs Neue, wie exakt sich deren Eigenschaften durch die Kontrolle der molekularen Struktur steuern lassen“, ergänzt Auras.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis erschienen.

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