Das aktuelle Marktbarometer der Handelsplattform ITscope steht ganz im Zeichen des Arbeitsspeichers. Zudem bestimmen sinkende Preise und Nachhaltigkeitsaspekte das Marktgeschehen.
Erfolgskurs zur Halbzeit: Die Spitzenreiter des 2. Quartals 2023 auf der ITscope-Plattform stehen fest.
(Bild: 1st footage - stock.adobe.com)
Hohe Inflation und weniger Bedarf als angenommen: Der Absatz neuer DDR5-Arbeitsspeicher blieb bislang international hinter den Erwartungen zurück. Doch im B2B-Bereich zeichnet sich eine Trendwende ab: Sinkende Preise und ein geringerer Preisunterschied zu den DDR4-Modellen sind ein Grund dafür, dass die neuen Speicherbausteine für den Einsatz im Büro interessant werden.
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Auch AMD spielt eine tragende Rolle im Vormarsch der DDR5-RAM. Im Gegensatz zu Konkurrent Intel legt der Hersteller seine neuen AM5-Plattformen ausschließlich für die Speicherbausteine der nächsten Generation aus. Immer neue Rekorde tragen ihr Übriges dazu bei, den Speicher populärer zu machen. Mit Erfolg: Auf ITscope, einer Plattform für IT-Beschaffung und -Vertrieb im B2B-Bereich, wird sowohl das Interesse an DDR5-Speicherbausteinen als auch an Mainboards mit entsprechendem Sockel zunehmend größer. Hat also das letzte Stündlein für die DDR4-RAM geschlagen?
Größere Nachfrage nach DDR5 im Business
Der erstplatzierte Crucial CT16G4SFRA32A 16GB DDR4 3200MHz,DIMM kommt auf ingesamt 1.368 Klicks.
(Bild: ITscope)
Bei der Einführung der DDR5-Speicherbausteine verhinderte der hohe Preis eine hohe Nachfrage. Inzwischen gleichen sich die Preise von DDR4- und DDR5-RAM immer mehr an. Für beide Produktgruppen sinkt der Preis, aber auch der Preisunterschied nimmt ab.
Das ist ein Grund, weshalb das Interesse für die neuen RAM im B2B-Bereich zunimmt. Dass Geschäftskunden eine Technologie schneller annehmen als Privatkunden, ist eher ungewöhnlich, lässt sich aber mit der aktuellen Wirtschaftslage, Inflation und den Nachwirkungen der Corona-Krise erklären.
DDR5-Bausteine bieten technisch gesehen mehr als DDR4-RAM, wie eine gesteigerte Effizienz und höhere Geschwindigkeiten. Grund dafür ist unter anderem die höhere Taktrate und andere Speicherarchitektur. Auch die Chipdichte ist höher, weshalb bis zu 128 GB Speicher pro Riegel möglich sind. Zum Vergleich: bei DDR4 war bei 32 GB Schluss.
Dass DDR4-Bausteine nach wie vor gefragt sind, verwundert nicht, denn beide Varianten brauchen unterschiedliche Sockel und damit verschiedene Mainboards. Wer noch Rechner mit reinen DDR4-Sockeln im Einsatz hat, wird in den nächsten Monaten und – je nach Einsatzgebiet sogar Jahren – mit DDR4-Speichern aufrüsten. So sind die zwei meistgeklickten Speicherbausteine auf der ITscope-Plattform noch DDR4-Modelle, nämlich der günstige Crucial CT16G4SFRA32A 16GB DDR4 und der ECC-Speicher HPE SmartMemory 32GB DDR4. ECC-Arbeitsspeicher verfügen über eine Software, die Fehler korrigiert, den sogenannten Error Correction Code. Damit eignen sie sich besonders für Server und unternehmenskritische Daten.
Auf Platz 3 findet sich dann das Crucial-DDR5-Modul-16 GB. Die DDR5-Speicherbausteine von Crucial, der Endkundenmarke von Micron Technology, werden als simpel, aber hochwertig bewertet. Das Crucial-DDR5-Modul-32 GB klettert im zweiten Quartal von Platz 30 auf Platz 8.
Im Direktvergleich der klickstärksten Module, zum Beispiel von Crucial und Corsair, lässt sich aktuell ein Preisunterschied von rund 25 Prozent von DDR4- zu DDR5-Modulen mit gleicher Speicherkapazität feststellen – wobei die DDR5-Bausteine jeweils eine höhere Geschwindigkeit aufweisen. Die beliebtesten Speicherbausteine mit 64 GB Speicher sind der HPE SmartMemory 64GB DDR4 und der Samsung 64GB DDR4 3200MHz. Bei beiden Modulen ist der HEK (Händlereinkaufspreis) seit Anfang des Jahres deutlich gesunken. In naher Zukunft soll es auch DDR5-Modelle mit 24 und 48 GB von Crucial geben.
Mainboards: DDR5-Sockel in der Oberklasse gefragt
Mit 533 Klicks sichert sich das Gigabyte H510M H 1.0, LGA1200 micro ATX den Platz an der Spitze.
(Bild: ITscope)
Wer DDR5-Speicherbausteine thematisiert, muss auch über Mainboards sprechen. Zunächst ergibt sich hier ein ähnliches Bild wie im Bereich RAM: Auf Platz 1 thront noch ein Modell mit DDR4-Sockel, nämlich das Gigabyte-H510M-H-1.0-Motherboard. Doch die Mainboards für DDR5-Module nehmen Fahrt auf, es sind bereits mehrere Modelle in den Top-10 des zweiten Quartals. Auffällig ist hier, dass vor allem die stärkeren Modelle gefragt sind – bei den günstigen Mainboards ist DDR4 eindeutiger Platzhirsch.
Platz 4 geht an ASUS PRIME Z790-P. Das Mainboard ist im Herbst 2022 erschienen und mit einem LGA1700-Sockel ausgestattet. Der Mainboard-Highflyer des Quartals ist das Gigabyte B760 GAMING X DDR4: Obwohl es erst seit Januar gelistet ist, rangiert das Mittelklasse-Mainboard bereits auf Platz 5 seiner Kategorie. Auf Platz 7 hochgekämpft hat sich das MSI MAG B650 TOMAHAWK mit AM5-Sockel. Der Aufsteiger des Quartals klettert von Platz 126 bis in die Top 10.
Stand: 08.12.2025
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Dass sich DDR5-Speicherbausteine nun schrittweise durchsetzen, liegt vor allem an der Vorreiterrolle von AMD, die ihre neuen AM5-Prozessoren bzw. Sockel ausschließlich für DDR5-RAM auslegt. Im Gegensatz dazu ist Konkurrent Intel eher zögerlich vorgegangen und hat sowohl DDR4- als auch DDR5-Module zugelassen.
Es überrascht deshalb nicht, dass der CPU-Aufsteiger des Quartals aus dem Hause AMD stammt. Der Ryzen 7 7800X3D mit AM5-Sockel und 4,2 GHz klettert von Platz 211 auf Platz 4. Auch Platz 1 der Kategorie Prozessoren geht an AMD, allerdings mit dem AM4-Sockel AMD Ryzen 7 5800X3D. Der 8-Core-CPU ist bereits seit einem Jahr auf dem Markt.
Das AMD-Oberklasse-Modell von 2023, der AMD Ryzen 9 7950X3D, verbessert sich von Platz 11 auf Platz 7. Der Prozessor war bis Mitte April kaum zu bekommen. Gerade deshalb war auf der ITscope-Plattform bereits Ende Februar das Interesse an dem CPU groß, wie sich an der Produkt-Klick-Historie ablesen lässt.
Über das ITscope Marktbarometer
ITscope ist eine Plattform für IT-Beschaffung und -Vertrieb im B2B-Bereich, die Systemhäuser, Reseller, Distributoren und Hersteller bei der Digitalisierung ihrer Prozesse unterstützt. Das ITscope Marktbarometer erscheint quartalsweise und ermöglicht Einblicke in Marktbewegungen und Verkaufstrends des Channels.