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Ökologie trifft Effizienz Hitachi Vantara: nachhaltiges Distributionszentrum in Zaltbommel

Von Dr. Jürgen Ehneß 3 min Lesedauer

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Das europäische Distributionszentrum von Hitachi Vantara im niederländischen Zaltbommel beeindruckt durch nachhaltiges Design und eine bemerkenswerte ökologische Architektur, die Ökobilanz und Ressourcenverbrauch optimiert.

Das Hitachi-Vantara-Distributionszentrum in Zaltbommel will einen Maßstab in der Kombination von Nachhaltigkeit und Effizienz setzen. Mit 6.200 Solarpanels und einem intelligenten Wassermanagement erreicht es Energieneutralität und reduziert radikal den Frischwasserverbrauch.(Bild:  Hitachi Vantara)
Das Hitachi-Vantara-Distributionszentrum in Zaltbommel will einen Maßstab in der Kombination von Nachhaltigkeit und Effizienz setzen. Mit 6.200 Solarpanels und einem intelligenten Wassermanagement erreicht es Energieneutralität und reduziert radikal den Frischwasserverbrauch.
(Bild: Hitachi Vantara)

Im Herzen der niederländischen Provinz Gelderland, eine runde Autostunde von Amsterdam entfernt, hat Hitachi Vantara 2013 in Zaltbommel ein Distributionszentrum errichtet, das für die Prinzipien des umweltgerechten Bauens in der ITK-Branche stehen soll. Die Anlage erstreckt sich über 22.000 Quadratmeter und bildet eine zentrale Achse im europäischen Hitachi-Vantara-Logistiknetzwerk.

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Die geografisch günstige Lage des Zentrums, in dem 130 Mitarbeiter beschäftigt sind, macht es zu einem Drehpunkt für die Verteilung der Lösungen des Herstellers in Europa. Der Standort fungiert zudem als Anlaufstelle für Partner und Kunden, um Geschäftsstrategien und technologische Innovationen zu besprechen.

Insbesondere ist jedoch das dahinterstehende Konzept interessant, verbindet es doch erhöhte logistische Effizienz mit einem klaren Schwerpunkt auf Ressourcenschonung, indem laut Unternehmensangaben lediglich „natürliche Ressourcen“ verwendet würden, weshalb das Zentrum dem Anspruch als Modellprojekt für nachhaltige Architektur standhält.

Nachhaltiges Baukonzept

Die Konstruktion des Zentrums verzichtet bewusst auf traditionelle fossile Energieträger wie Erdgas. Stattdessen bilden 6.200 Solarpanels mit einer Gesamtfläche von rund 22.000 Quadratmetern das Rückgrat der Energieversorgung. Sie generieren eine elektrische Leistung von bis zu 1,6 Gigawatt, womit das Gebäude rund ein Drittel der Energie für seinen Betrieb selbst decken kann – der Rest wird als Ökostrom zugekauft, wodurch es als „CO2-neutral“ zählt.

Die Verwendung von Solarenergie spielt eine zentrale Rolle dabei, den industriellen Energieverbrauch auf eine nachhaltige und umweltneutrale Basis zu stellen und die Emissionen während des Betriebes auf der „grünen Null“ zu halten. Ebendiese grüne Null sollen laut Maarten de Groot (Director, Sustainability operations for the Global Supply Chain) ab 2030 sämtliche Hitachi-Niederlassungen schreiben. Ebenso sei es jederzeit möglich, bestehende Sonnenkollektoren durch technologisch ausgereiftere Panels zu ersetzen und so die Effizienz und den Anteil der selbst erzeugten Sonnenenergie gleichermaßen zu erhöhen.

Integration von Wasserressourcen

Ein weiteres Merkmal, das die Anlage auszeichnet, ist das ausgeklügelte Wassermanagement. Regenwasser wird systematisch aufgefangen und zur Toilettenspülung genutzt, wodurch der Frischwasserverbrauch signifikant gesenkt wird. Das entsprechende System fasst über 20.000 Liter Regenwasser. Darüber hinaus wird Grundwasser als Kühlressource für das Gebäude eingesetzt: Aus 60 Metern Tiefe werden pro Stunde bis zu 60 Kubikmeter Wasser nach oben gepumpt.

Die Wahl, natürliche Wasservorkommen effizient zu nutzen, ist ein integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens und soll wie das gesamte Gebäude Hitachi Vantaras Engagement unterstreichen, ökologisch verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Bei Verpackungen setzt der Hersteller konsequenterweise auf Müllvermeidung: So werden etwa die von Kunden bestellten Arrays im Zentrum zusammengesetzt und in speziellen Transport-Racks zu den Kunden verschickt, um die sonst für denTransport nötigen großen Kartonagenmengen zu umgehen. Festplattenverpackungen wiederum werden mehrfach verwendet. Altgeräte, die aus den Kundenunternehmen zurückkommen, werden bis in die kleinsten Bestandteile zerlegt und fachgerecht dem Recycling zugeführt.

IT-Lösungen für reale Probleme

Hitachi Vantara folgt laut Chief-Strategy-Office Simon Ninan der „Hitachi-Mission“ und betrachtet sich selbst wie der Mutterkonzern als „Digital-first- Company“. Der hehre Ansatz dabei lautet: „Wir versuchen, real world problems zu lösen“ – und zwar „nicht innerhalb von 40, sondern von vier Jahren“. Für seine Kunden versuche man, reale Geschäftsprobleme über die IT zu lösen. Als die vier Felder der Hitachi-Vision zählt Ninan auf: die Hybrid-Cloud, Datenmanagement, KI als Grundlage sowie grüne IT.

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Konsequenz in der Bauweise und beim Blick in die Zukunft

Das Distributionszentrum in Zaltbommel verkörpert den Anspruch an eine nachhaltige Architektur, die ökologische und ökonomische Ziele vereint. Durch den Einsatz von Solarenergie und ein durchdachtes Wassermanagementmodell berücksichtigt die Bauweise die Notwendigkeit eines geringen CO2-Ausstoßes und den effizienten und schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen.

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Bei der aktuellen Ausrichtung seines Geschäftsmodells wiederum zeigt sich Hitachi Vantara darüber hinaus mit fokussiertem Blick auf die Zukunft der Unternehmens-IT.

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