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„Datability“ und Enterprise Search

Postfächer sind keine Wissensspeicher

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Worauf die Formulierung „verantwortungsvolle Nutzung“ abzielt, ist unschwer zu erraten. Dank Big Data werden täglich Millionen Informationen aus unterschiedlichsten Quellen gesammelt: Diese reichen von den Nutzungsdaten von Smartphones bis zu Vorlieben zu bestimmten Produkten, die man in Facebook oder auf Amazon postet.

Umfassende Datenprofile

Mit den neuen Analysetools ist es einfach, völlig unterschiedliche Informationen miteinander zu verknüpfen und damit ein umfassendes Profil von einer Einzelperson anzulegen, die Aspekte ans Tageslicht bringen, von denen mitunter nicht einmal der Betroffene eine Ahnung hatte. Die Möglichkeiten gehen sogar so weit, dass für eine bestimmte Person ein bestimmtes Verhalten mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann.

Das wird etwa dann zu einem Problem, wenn bei einem Menschen die Wahrscheinlichkeit einer Straftatbegehung Signifikanz erreicht – mit der Konsequenz, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, bevor etwas passiert. Damit wäre das Prinzip der Unschuldsvermutung auf den Kopf gestellt.

Klare Grenzen

Es ist klar, dass den Möglichkeiten, die mit Big Data entstehen, Grenzen gesetzt werden müssen. Sich hier alleine auf den Gesetzgeber verlassen zu wollen, ist müßig, denn der technologische Fortschritt geht derart rasant über die Bühne, dass Regelungen zu Datenschutz & Co. stets nur hinterherhinken können. Gefragt sind klare Rahmenbedingungen, so wie diese für Autos klar definiert sind. Jeder Automobilhersteller muss sich an diese Rahmenbedingungen halten, will er, dass seine Autos auf europäischen Straßen bewegt werden dürfen.

Zusätzlich zu einem klaren Mindestregelwerk, sind Wege gefragt, die in erster Linie auf die Eigenverantwortung abzielen. Für Unternehmen bedeutet das konkret, dass sie bei der Wahl eines Lösungspartners ein hohes Maß an Verantwortung tragen. Klar, es gibt keinen Hersteller oder Service Provider, der nicht von sich behaupten würde, verantwortungsvoll mit Kundendaten umzugehen. Doch nur jene, die dies von unabhängiger Seite bestätigen lassen – etwa in Form von Zertifizierungen – können dies mit gutem Gewissen tun.

Eine Rechteverwaltung ist essenziell

Es ist zudem essenziell, dass die entsprechenden Funktionen, welche die Big-Data- beziehungsweise Enterprise-Search-Lösungen standardmäßig mitbringen, auch genutzt werden. Dazu gehören beispielsweise eine clevere Rechteverwaltung damit nur jene Mitarbeiter, die dazu befugt sind, sensible Daten sehen können, sowie die Möglichkeit, personenbezogene Daten zu anonymisieren. Der auf den Schutz der Mitarbeiter bedachte Betriebsrat wird es danken.

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