Der StaaS-Anbieter Pure Storage präsentierte in München seine Neuheiten. Das Ziel des Herstellers besteht darin, Kunden modernste Speicherlösungen anzubieten. Wie setzt Pure Storage diese Vision um?
Elke Steinegger, Regional Vice President Germany and Austria, und John Colgrove, Gründer und Chief Visionary Officer, waren auf der Pure//Accelerate-Veranstaltung in München vor Ort.
(Bild: Paula Breukel)
So banal es klingen mag: Die Wahl eines Speichermediums bereitet so manchen Unternehmern Kopfzerbrechen. Denn das Speichermedium setzt den Grundbaustein der Dateninfrastruktur. Hier setzt Pure Storage an: Auf der Presseveranstaltung in München erläuterte der US-amerikanische Gründer John Colgrove: „Der Grundgedanke von Pure Storage ist Einfachheit. Wer möchte sich schon mit komplizierten Gebrauchsanleitungen herumschlagen? Unsere Anleitung passt auf eine Visitenkarte.“ Die Lösung sei so simpel, dass der damals siebenjährige Sohn des Gründers die erste Person gewesen sei, die die Storage-Lösung installiert habe.
Doch was steckt konkret hinter der Lösung? Als Anbieter eines Storage-as-a-Service-Modells (StaaS) steht der Gedanke der Anpassungsmöglichkeit im Zentrum. Pure Storage basiert auf einem All-Flash-Storage. Der Anbieter verfügt über individuelle Speicherlösungen. Die Kunden können zwischen einer On-Premises-, Public-Cloud- oder hybriden Cloud-Lösung wählen.
Ergänzt wird das Angebot durch das Evergreen-Modell. Dieses Modell besteht aus einer regelmäßigen Erneuerung der Flash-Speicher. Bei der On-Premises-Version von Pure Storage bedeutet das, dass der Kunde eine All-Flash-Array erhält. Der Service des Anbieters sieht dann eine regelmäßige Wartung vor, die kontinuierliche Upgrades durch das Austauschen einzelner Komponenten vorsieht. Dadurch will der Anbieter den Elektroschrott reduzieren, die Langlebigkeit der Systeme fördern und zur Nachhaltigkeit beitragen. Darüber hinaus modernisiert Pure Storage auf diese Weise regelmäßig die Speicherlösung.
Welche Neuheiten kündigte Pure Storage an?
Der StaaS-Anbieters stellte die neue Speicherarchitektur Real-Time Enterprise File und die darin enthaltenen Hardware-Komponenten FlashBlade//S100 und FlashBlade Zero Move Tiering vor. Neu ist auch die Virtualisierungsumgebung Virtual Machine Assessment und das Universal Credits-Modell.
Real-Time Enterprise File: Hierbei handelt es sich um einen Dateidienst, der laut Pure Agilität und Anpassungsfähigkeit bietet. Ziel ist es, die sich stets verändernden Workload-Anforderungen (wie zum Beispiel KI) im Blick zu behalten, ohne dabei an starre Speicherstrukturen gebunden zu sein. Dateizugriffe optimiert der Dienst in Echtzeit, was zu einer besseren Leistung und niedrigeren Betriebskosten führen soll. Der Dienst beinhaltet Non-Disruptive Upgrades (NDUs) und globale Speicherpools, die Speicherressourcen vereinen und den Verwaltungsaufwand reduzieren sollen. Interessant ist der Dienst für Anwender, die einen hohen Datenbedarf durch beispielsweise Künstliche Intelligenz oder Analysen haben.
FlashBlade//S100: Die Hardware-Komponente kommt innerhalb der Real-Time Enterprise File-Strategie zum Einsatz. Ziel des neuen Speichersystems ist es, GPUs direkt mit dem Speicher zu verbinden. Die GPUDirect-Unterstützung ist für moderne Technologien wie KI-fähige Plattform, IoT- und Content-Sharing-Anwendungen konzipiert.
Die technischen Besonderheiten des FlashBlade//S100 im Überblick.
(Bild: Pure Storage)
Zero-Move Tiering: Laut Anbieter ist dies branchenweit das erste System, das das Umschalten zwischen verschiedenen Leistungsniveaus ohne physische Datenbewegungen ermöglicht. Dies verringert den Verwaltungsaufwand.
Virtual Machines (VM) Assessment: Es handelt sich um ein neues Tool, das Virtualisierungsvorgänge durch Leistungsüberwachung, Szenarioplanung und Empfehlungen überwacht. Es soll tiefe Einblicke in ihre Nutzung und die potenziellen Auswirkungen auf die VM-Abonnements erlauben. Die Nutzung ist für alle Pure-Storage-Kunden kostenfrei.
So sieht das Dashboard des VMware Assessment aus – für die Anwender bedeutet dies Kosten- und Leistungsübericht in einem.
(Bild: Pure Storage)
Universal Credits: Durch diese Abrechnungsmethode ermöglicht der StaaS-Anbieter seinen Kunden, Credits für verschiedene Speicherabonnements zu nutzen. Dadurch werden die Abrechnungen und Mengenrabatte ersichtlich, und Pure Storage garantiert seinen Kunden Flexibilität, ohne sie an feste Abonnements zu binden. Die Nutzer können die Kapazitäten je nach Bedarf skalieren.
Universal Credits ist bereits verfügbar. FlashBlade//S100, Zero-Move Tiering und VM Assessment werden ab dem vierten Quartal 2025 erwerbbar sein.
Anwenderbeispiel
Ein Anwender von Pure Storage ist Global Blue. Dieses Unternehmen prägte das Konzept „Tax Free Shopping“, da es sich auf die Rückerstattung von Mehrwertsteuer für Touristen spezialisiert hat. Das Arbeiten mit Daten ist somit ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells von Global Blue. Als Speicherlösung setzt das Unternehmen auf Pure Storage. Bei den Finanztransaktionen seien Ausfallzeiten nicht vertretbar. Außerdem müssten die Datensicherheit und der Datenzugriff rund um die Uhr gewährleistet werden, erläuterte Manfred Schmiedl, VP Infrastructure and Operations. Schmiedl betonte auch, dass das Unternehmen weltweit tätig sei und Pure Storage die ideale Speicherlösung für die Herausforderung sei, sensible Kundendaten sicher zu verwalten.
Stand: 08.12.2025
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Wie geht es bei Pure Storage weiter?
Pure Storage will in Zukunft die Integration in hybride und Multi-Cloud-Umgebungen noch stärker ausbauen. Obwohl der Anbieter stets an Erneuerungen arbeitet, steht auch die kostengünstige IT-Infrastruktur zugunsten der Kunden im Zentrum. Einfachheit, Nachhaltigkeit, Skalierbarkeit und Energieeffizienz sind laut Eigenaussage die Grundpfeiler des Unternehmens.
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