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Ratgeber für Unternehmen und Privatanwender Verschlüsselte USB-Sticks: Kingston erklärt Technik und Auswahlkriterien

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Angesichts wachsender Risiken durch Datenlecks und versehentlichen Datenverlust rücken verschlüsselte USB-Laufwerke auch außerhalb der klassischen Unternehmens-IT stärker in den Fokus. Kingston Technology erklärt die Funktionsweise dieser Geräte und hilft bei der Produktwahl.

Den IronKey Vault Privacy 50 hat Kingston für Freelancer und Remote-Arbeitende, die mit sensiblen Kundendaten umgehen, konzipiert.(Bild:  Kingston Technology)
Den IronKey Vault Privacy 50 hat Kingston für Freelancer und Remote-Arbeitende, die mit sensiblen Kundendaten umgehen, konzipiert.
(Bild: Kingston Technology)

Ein zentrales Thema ist die Unterscheidung zwischen den beiden gängigen Verschlüsselungsansätzen. Softwareverschlüsselte Laufwerke sind zwar in der Regel günstiger, setzen jedoch voraus, dass auf dem jeweiligen Host-System die entsprechende Software installiert ist – was ihre Flexibilität einschränkt.

Hardwareverschlüsselte Laufwerke hingegen arbeiten mit einem integrierten Sicherheitsmikroprozessor, der Ver- und Entschlüsselung direkt im Gerät durchführt. Die Verschlüsselung sei dabei dauerhaft aktiv und funktioniere unabhängig vom verwendeten Betriebssystem – kompatibel mit Windows, macOS, Linux sowie betriebssystemunabhängigen Umgebungen. Als Verschlüsselungsstandard kommt AES-256-Bit im XTS-Modus zum Einsatz, der als kommerzieller Sicherheitsstandard breit anerkannt ist.

Zusätzliche Schutzfunktionen bei hardwarebasierten Lösungen umfassen unter anderem digital signierte Firmware, Brute-Force-Schutz sowie eine automatische kryptografische Löschung (Crypto-Erase) nach einer definierten Anzahl fehlgeschlagener Anmeldeversuche. Diese Eigenschaften sollen das Gerät auch gegen Malware-Angriffe und unberechtigte Neuformatierungen absichern.

Produktempfehlungen nach Nutzerprofil

Kingstons Kaufempfehlungen sind nach Einsatzszenarien gegliedert. Für den privaten Alltagseinsatz nennt der Hersteller den IronKey Locker Plus 50, der mit einer Multi-Passwort-Option arbeiten soll. Freelancer und Remote-Arbeitende, die mit sensiblen Kundendaten umgehen, werden auf die IronKey-Vault-Privacy-50-Serie verwiesen, die zusätzlich eine Passwort-Wiederherstellungsfunktion biete.

Für Umgebungen mit heterogenen Systemen oder ohne festes Betriebssystem empfiehlt Kingston die IronKey-Keypad-200-Serie mit physischer Tastatureingabe zur Authentifizierung. Das Gerät verfügt nach Angaben des Herstellers über eine FIPS-140-3-Level-3-Zertifizierung – ein US-amerikanischer Regierungsstandard für kryptografische Module.

Kleine und mittelständische Unternehmen sollen mit der IronKey Vault Privacy 80 External SSD bedient werden. Sie biete Kapazitäten von bis zu 8 TB sowie einen Touchscreen zur Authentifizierung. Für stark regulierte Branchen wie Finanzwesen, Gesundheitswesen oder den öffentlichen Sektor positioniert Kingston den IronKey D500S, ebenfalls mit FIPS-140-3-Level-3-Zertifizierung und erweiterten physischen Schutzmaßnahmen.

Compliance-Relevanz

Kingston betont, dass die IronKey-Produktlinie auf die Anforderungen gängiger Regulierungsrahmen ausgelegt sei, darunter DSGVO, HIPAA, CCPA, NIS-2 und DORA. Für Unternehmen in regulierten Sektoren könnte der Einsatz entsprechend zertifizierter Laufwerke demnach auch zur Nachweisführung gegenüber Datenschutzbehörden beitragen.

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