Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat zu erheblichen Änderungen im Produktangebot und den Lizenzmodellen geführt. Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur auf VMware stützen, stehen vor erheblichen Herausforderungen und potenziellen Störungen. Kubermatic-CEO Sebastian Scheele zeichnet fünf strategische Wege für eine mögliche VMware-Migration auf.
Um die Betriebsstabilität und Kosteneffizienz aufrechtzuerhalten und sich gleichzeitig auf mögliche zukünftige Änderungen ihrer Technologiestrategien vorzubereiten, sollten CIOs aktiv auf die Veränderungen reagieren.
Mit Wirkung zum 11. Dezember 2023 hat Broadcom den Verkauf unbefristeter Lizenzen für VMware-Produkte eingestellt und alle Kunden auf ein Abonnementmodell umgestellt. Diese Umstellung hat zu Bedenken hinsichtlich höherer Kosten und geringerer Flexibilität geführt. Betroffene CIOs müssen seitdem eine gründliche Bestandsaufnahme der bestehenden VMware-Infrastruktur durchführen, um die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen dieser Lizenzänderung zu verstehen.
Broadcom hat die OEM-Vereinbarungen von VMware mit Anbietern wie Dell, HPE und Lenovo gekündigt und durch ein neues Programm ersetzt, das alte Rabatte abschafft. Darüber hinaus wurden die Partnerprogramme von VMware umstrukturiert, wobei einige Vertriebspartner ihren Reseller-Status verloren haben.
Unternehmen müssen sich mit Broadcom und ihren Channel-Partnern in Verbindung setzen, um die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihre bestehenden Verträge zu verstehen und entsprechend zu planen. Viele Unternehmen haben erhebliche Kostensteigerungen gemeldet, wobei einige Steigerungen von zwei- bis fünffachen Kosten für VMware-Verlängerungen verzeichnen. Dies ist teilweise auf die Umstellung auf abonnementbasierte Lizenzen und Änderungen bei den Produktpaketen zurückzuführen.
CIOs sollten mit Broadcom oder autorisierten Partnern verhandeln, um mögliche Rabatte oder flexible Zahlungsoptionen zu prüfen, insbesondere für große Bereitstellungen.
VMware-Migration in fünf Schritten
Um die infolge der Übernahme von VMware durch Broadcom verursachten Änderungen zu bewältigen, sollten CIOs die folgenden strategischen Maßnahmen in Betracht ziehen:
1. Kontakt zu Broadcom und Channel-Partnern aufnehmen CIOs sollten Kontakt zu den Broadcom-Kundenbetreuern und Channel-Partnern aufnehmen, um ein gegenseitiges Verständnis der Risiken, Ziele und Erwartungen zu gewährleisten. Dieser Kontakt ist entscheidend, um günstige Konditionen auszuhandeln und die vollständigen Auswirkungen der Übernahme auf Ihr Unternehmen zu verstehen.
2. Die VMware-Infrastruktur bewerten und optimieren Ebenso sollten CIOs eine umfassende Bewertung ihrer VMware-Infrastruktur durchführen, um nicht ausgelastete Ressourcen und Ineffizienzen zu identifizieren. Durch die Optimierung und Anpassung ihrer VMware-Umgebung lassen sich die mit den neuen Lizenzmodellen verbundenen Kosten senken. So können CIOs die Dichte der virtuellen Maschinen erhöhen und die Auslastung der aktuellen Cluster optimieren, um die Kosten effektiv zu verwalten, insbesondere angesichts der neuen Abonnementlizenzen, die pro CPU-Core berechnet werden.
3. Alternative Lösungen prüfen CIOs sollten alternative Hypervisoren und Virtualisierungsplattformen wie Microsoft Hyper-V, Linux KVM oder Citrix Xen evaluieren und prüfen, ob diese eine kostengünstigere oder strategisch vorteilhaftere Lösung für ihr Unternehmen bieten. Zu erwägen ist die Migration zu Containerplattformen oder Cloud-nativen Infrastrukturdiensten als Teil einer umfassenderen IT-Modernisierungsstrategie. Dieser Ansatz kann langfristig mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen bieten.
4. Den Übergang und die Zukunftssicherheit planen Ebenso gilt es, einen robusten Übergangsplan für die Umstellung von unbefristeten Lizenzen auf Abonnementmodelle zu entwickeln und diesen Übergang auf das Ende des Lebenszyklus der Server- und Speicherhardware abzustimmen, um zukünftige Anschaffungen zu optimieren. CIOs sollten zudem die potenziellen Auswirkungen der Änderungen von Broadcom auf ihre Fähigkeit bewerten, skalierbare, ausfallsichere und kostengünstige Unternehmensservices bereitzustellen. Diese Bewertung sollte eine Analyse der aktuellen Partnerschaften und Beschaffungsstrategien umfassen, um sicherzustellen, dass diese weiterhin mit den strategischen Zielen des Unternehmens übereinstimmen.
5. Community- und Branchenforen nutzen Die Teilnahme an Branchenforen und Benutzergruppen wie der VMware User Group (VMUG) ist sinnvoll, um Erfahrungen und Strategien mit Kollegen auszutauschen. Dieser kollektive Ansatz kann wertvolle Erkenntnisse liefern und möglicherweise die Verhandlungsposition gegenüber Broadcom stärken.
Aktiver Ansatz für das Management der IT-Strategien
Sebastian Scheele, CEO und Gründer von Kubermatic.
(Bild: Kubermatic)
Um die Veränderungen nach der Übernahme von VMware durch Broadcom erfolgreich zu bewältigen, müssen CIOs einen vorausschauenden Ansatz für das Management ihrer IT-Strategien verfolgen. Durch die Bewertung aktueller Abhängigkeiten, die Untersuchung alternativer Technologien und die Optimierung der bestehenden Infrastruktur können Unternehmen potenzielle Störungen minimieren.
Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, sich über Markttrends und neue Technologien, die eine echte Alternative zu VMware darstellen könnten, auf dem Laufenden zu halten. Eine regelmäßige Überprüfung ihrer strategischen Planungsannahmen trägt dazu bei, dass diese mit der sich entwickelnden Branchendynamik Schritt halten und Unternehmen sich effektiv an neue Herausforderungen und Chancen anpassen können.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Unternehmen sollten ihre Infrastruktur optimieren und das volle Potenzial von Kubernetes für die Cloud-Anforderungen ihres Unternehmens nutzen. Mit unserem Kubermatic Cloud Stack (KCS) können sie ihre Private Cloud nahtlos und vollständig mit Kubernetes aufbauen. Das fortschrittliche Infrastrukturdesign und die Kubernetes-Expertise gewährleisten eine effiziente Cloud-Einführung und skalierbares Management.
Infrastruktur zukunftssicher machen
Der vollständige Aufbau einer Private Cloud auf Kubernetes bewältigt die Herausforderungen der VMware-Migration durch mehrere Vorteile: hundertprozentige Kontrolle über die Infrastruktur ermöglicht maßgeschneiderte Optimierungen und Integrationen, die genau auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten sind.
Mit Kubernetes können CIOs eine anpassungsfähige und skalierbare Cloud-Infrastruktur entwerfen, die die Abhängigkeit von proprietären Lösungen reduziert. Open-Source-Komponenten können Lizenzgebühren senken und eine Bindung an einen bestimmten Anbieter vermeiden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. Kubernetes vereinfacht die Migration von VM-Workloads in eine containerisierte Umgebung und erleichtert so den Übergang von den Legacy-Systemen von VMware.