KI ist aktuell dabei, die verschiedensten Branchen zu revolutionieren. Mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von über 37 Prozent zwischen 2023 und 2030 wird Künstliche Intelligenz sehr schnell zu einem täglichen Bestandteil des Lebens werden – sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause.
Chris Noon empfiehlt Unternehmen bei der KI-Einführung einen metaphorischen „Nordstern“.
Da die meisten Menschen zunehmend mit KI-basierten Plattformen wie ChatGPT vertraut sind, können Unternehmen diese Technologien oft ganz ohne Schulungsbedarf nutzen und nahtlos in den Betriebsablauf integrieren.
Gewitterwolken oder Lichtblick?
Vorteile der künstlichen Intelligenz wie etwa die Vereinfachung von Arbeitsabläufen, Steigerung der Produktivität und Zeitersparnis für Unternehmen und deren Mitarbeitende sind nicht von der Hand zu weisen. Im Vordergrund steht die Fähigkeit der KI, alltägliche, zeitaufwändige Aufgaben zu automatisieren und damit enorm zu beschleunigen. All denjenigen, die ein und dieselbe Aufgabe dutzende, hunderte oder tausende Male pro Woche erledigen müssen, wird eine KI-gestützte Lösung höchstwahrscheinlich viel Zeit und Frustration ersparen. Ein Zeit- und Energiegewinn, der strategischen und wirkungsvolleren Aufgaben zugutekommen kann.
Aber damit nicht genug. Es besteht wahrscheinlich kein Zweifel daran, dass diese neue Ära der KI uns allen neue Möglichkeiten eröffnet, produktiver zu arbeiten. Dabei ist die Angst, dass der eigene Job durch Künstliche Intelligenz ersetzt werden wird, durch Studien wie die jüngst von der International Labour Organization veröffentlichten widerlegt. Vielmehr wird KI allerorts die Arbeit verbessern und leichter von der Hand gehen lassen. Verständlich, dass mehr und mehr Unternehmen nach Wegen suchen, wie sie diese Technologie nutzen und weiterentwickeln können. Und zwar genau so, dass sie optimal mit den Mitarbeitenden zusammenarbeitet, deren Arbeitsleben erleichtert und Problemstellungen löst.
Offenheit für Neues – der Nordstern weist den Weg
Blicken wir in eine Zukunft voll mit KI-Technologie, entdecken wir klar noch viele Unbekannte. Orientierungslos in die Zukunft zu stolpern, empfiehlt sich nicht. Unternehmen brauchen einen leuchtenden Nordstern am Technikhimmel, um zu keinem Zeitpunkt die Orientierung zu verlieren. Mithilfe der North-Star-Metric lässt sich der Erfolg eines Unternehmens an der Erreichung seiner Ziele erkennen − meist in Zusammenhang mit Unternehmenswachstum oder Kundenzufriedenheit. Die Leistungsindikatoren richten sich dabei in der Regel an der Mission oder Vision eines Unternehmens aus, und so lässt sich dann auch der Fortschritt messen und nachverfolgen. Auch für die Einführung von KI sollte diese bewährte Metrik angewandt werden. Unternehmen müssen zunächst verstehen, wo KI im eigenen Betrieb am effektivsten ist, und Leitprinzipien, eben einen metaphorischen „Nordstern“ für den Einsatz von KI, festlegen. Dropbox hat genau aus diesem Grund eine Reihe von KI-Prinzipien entwickelt, die sicherstellen, dass die Arbeit mit der Technologie immer mit den Unternehmenswerten übereinstimmt und Beleg- und Kundschaft gleichermaßen zum Wohle gereicht.
Sechs Grundregeln für den KI-Einsatz im Unternehmen
Diese neue Ära der KI ist aufregend. Das bedeutet auch, dass ein durchdachter Ansatz vor ihrem Einsatz im Unternehmen – allein schon aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre und der Datensicherheit – wichtig ist. Es ist empfehlenswert, Leitlinien für die Entwicklung und Anwendung von KI und anderer Machine-Learning-Tools einzuführen. Wir haben vor der Markteinführung unserer KI-gestützten Suche kürzlich unsere eigenen KI-Prinzipien definiert und veröffentlicht, um unserem grundlegenden Unternehmenswert Vertrauen (Trust) zu stärken und unsere Teams bei der verantwortungsvollen Entwicklung von KI-Produkten und -Funktionen in den kommenden Jahren sorgsam anzuleiten. Die folgenden Prinzipien können Mitarbeitenden wie ein Orientierung stiftender Nordstern dienen:
1. KI soll den Kund:innen dienen: Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll immer dem Kundenwohl unterstellt sein und für ein besseres Erlebnis der Kund:innen sorgen.
2. Kunden behalten die Kontrolle über ihre Daten: Ohne vorherige Zustimmung dürfen keine Kundendaten zum Trainieren von KI-Modellen benutzt werden. Datenschutz hat oberste Priorität. KI darf nie als Mittel zum Verkauf von Kundendaten missbraucht werden.
3. KI transparent einsetzen: Die Funktionsweise von KI-Einbindung muss stets auf verständliche Weise erklärt werden, damit Kund:innen den Vorteil dieser Technologien erkennen können.
4. Einsatz für Fairness bei KI-Technologien: Inklusion, Gleichbehandlung und Fairness sollen zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein. Das macht es möglich, Voreingenommenheit gegenüber KI-Technologien einzuschränken und eine optimale Nutzung zu gewährleisten.
5. Verantwortung gegenüber Kunden leben: Es sollte fortlaufend Feedback von Kunden zu den KI-gestützten Entwicklungen und Erfahrung eines Unternehmens eingeholt und in die Fortentwicklung eingebracht werden.
6. Menschen, ihre Sicherheit und ihre Rechte respektieren: Zu jedem Zeitpunkt soll sichergestellt sein, dass KI-Innovationen Menschen nicht nur unterstützen, sondern auch ihre Rechte und ihre Sicherheit vollumfänglich respektieren.
Fazit: KI als Chance nutzen
Es besteht kein Zweifel daran, dass KI in Zukunft immer mehr in jeden Aspekt unseres Lebens eingebettet sein wird. Wir kratzen gerade erst an der Oberfläche, wenn es um die Auswirkungen geht, die Künstliche Intelligenz künftig auf die Wirtschaft haben wird. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen ihren eigenen Nordstern definieren, der sie auf der Reise in die Zukunft anleitet, einen klaren Kurs setzt und hält. Während sich die Technologie rasant weiterentwickelt, müssen die nutzenden Unternehmen sicherstellen, dass ihnen Datenschutz, Sicherheit und Ethik oberstes Gebot sind.
Chris Noon, Global Head of GTM Intelligence, Data Science and Innovation, Dropbox EMEA.
(Bild: Dropbox)
* Der Autor: Chris Noon, Global Head of GTM Intelligence, Data Science and Innovation, Dropbox EMEA.
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