Im Jahr 2022 wurde deutlich, dass die Hybrid-Cloud der dominierende Ansatz ist. Eine aktuelle Studie von IBM untermauert das: 79 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, einen Hybrid-Cloud-Ansatz zu verwenden. Mit Blick auf das Jahr 2023 konzentrieren sich führende Unternehmen nun darauf, das volle Potenzial der Hybrid-Cloud auszuschöpfen.
Organisationen treiben die Transformation und Modernisierung ihrer IT weiter voran, um Marktanteile zu gewinnen und den Always-on-Kunden von heute zufriedenzustellen.
Viele der Marken, die wir kennen und denen wir vertrauen, setzen auf die Cloud, um schnelle, personalisierte Kundenerlebnisse zu schaffen, die im Mittelpunkt ihrer neuen Digital-first-Strategien stehen. Unternehmen verlangen die Flexibilität, Daten sicher über mehrere Clouds zu verwalten, neue innovative digitale Technologien zu nutzen und mit dem Geschäftstempo Schritt zu halten. Dieser dringende Modernisierungsbedarf hat die Bemühungen jedes Unternehmens um die digitale Transformation ins Rampenlicht gerückt, und sie können nicht riskieren, zurückzubleiben.
Und was kommt als Nächstes?
Um Unternehmens- und Technologieverantwortliche auf das kommende Jahr vorzubereiten, hat IBM fünf Bereiche untersucht, die Unternehmen helfen, ihre Hybrid-Cloud-Reise zum Erfolg zu machen:
1. Die Vorteile von Mainframe und Cloud nutzen
Unternehmen auf der ganzen Welt sind bestrebt, sich schnell zu modernisieren und mit den heutigen Digital-first-Verbrauchern Schritt zu halten. Im Jahr 2023 sollte der Schwerpunkt darauf liegen, Ordnung in diese Komplexität zu bringen und zu bestimmen, wo die Arbeitslasten am besten hinpassen. Der Modernisierungsansatz sollte nicht darin bestehen, bestehende Systeme herauszureißen und zu ersetzen, da dies risikoreich, kostspielig und destabilisierend sein kann. Führungskräfte müssen architektonische Entscheidungen danach treffen, welche Umgebung – vor Ort oder in der Cloud – und welche Art von Infrastruktur am besten geeignet sind. Wenn das richtig gemacht wird, können die Vorteile der Modernisierung im Laufe der Zeit zu mehr Agilität, Sicherheit, bedarfsgerechter Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen führen.
2. Sicherheit ganzheitlich verwalten
Wo auch immer die Daten hingehen, böswillige Akteure werden ihnen unweigerlich folgen. Da die digitale Infrastruktur immer komplexer wird, müssen Unternehmen vermeiden, Opfer des Frankencloud-Konstrukts zu werden. Unter Frankencloud versteht man eine Reihe von Cloud-Implementierungen, die nicht miteinander verbunden sind und daher schwer zu navigieren und fast unmöglich zu sichern sind. Die Frankencloud öffnet Dritt- und Viertparteirisiken sowie blinden Flecken Tür und Tor, die sich böswillige Akteure zunutze machen können. Wenn Unternehmen einen hybriden Cloud-Ansatz verfolgen, müssen sie wachsam bleiben – vor allem, weil fast 29 Prozent der Befragten zugeben, dass mangelnde Sicherheit das größte Hindernis für die Weiterentwicklung und Nutzung der Vorteile der hybriden Cloud ist. Mit einem ganzheitlichen Sicherheitsansatz und einem klaren Überblick über die Daten, die sich in der gesamten Hybrid-Cloud-Infrastruktur befinden, können Unternehmen Risiken besser vorbeugen. Dabei geht es nicht nur um eine ganzheitliche Strategie für ihre eigenen Umgebungen, sondern auch für die ihrer Ökosystempartner. Die Abhängigkeiten von Dritt- und Viertanbietern in Cloud-Diensten schaffen neue Risikoebenen, die verwaltet und gemindert werden müssen, bevor sie zu einem Problem werden.
3. Sich auf die kommenden Vorschriften vorbereiten
Die Fragen des Datenzugriffs und -besitzes werden immer komplexer. Infolgedessen gibt es immer mehr globale Gesetze und Vorschriften zur Risikominderung und zur Wahrung des Datenschutzes, der Sicherheit und der ethischen Standards. Mehr als die Hälfte der von IBM befragten Unternehmen gaben jedoch an, dass die Einhaltung von Vorschriften in der Cloud zu schwierig sei. Dies gilt vor allem für die Unternehmen in den Sektoren mit den strengsten Vorschriften, wie zum Beispiel Finanzdienstleistungen. Im kommenden Jahr werden sich Unternehmen mit der Frage beschäftigen müssen, wie sie Innovationen vorantreiben und gleichzeitig die sich entwickelnden Branchenanforderungen und Gesetze zur Datensouveränität erfüllen können. Da viele Aufsichtsbehörden Unternehmen auffordern, mehrere Clouds zu nutzen, um das Konzentrationsrisiko zu mindern, können branchenspezifische Cloud-Plattformen mit integrierten Sicherheits- und Compliance-Kontrollen dazu beitragen, die Innovation voranzutreiben, die für die Entwicklung von Geschäftsmodellen und die Erfüllung der Verbrauchernachfrage bei gleichzeitiger Risikominderung erforderlich ist.
4. Risikominderung mit einem sicheren Ökosystem
Mit Blick auf das Jahr 2023 werden stark regulierte Branchen wie Finanzdienstleistungen, Versicherungen und das Gesundheitswesen weiterhin mit Umwälzungen konfrontiert sein. Infolgedessen gibt es eine neue Art von agilen Technologieanbietern, die auf diese Veränderungen reagieren, indem sie Innovationen einführen, um mit den Anforderungen der heutigen, digital versierten Verbraucher Schritt zu halten. Es wird jedoch von entscheidender Bedeutung sein, dass diese Umwälzungen nicht zu systemischen Risiken in ihren Branchen führen – insbesondere angesichts der zunehmenden Regulierungsaufsicht. Um diesen Wandel zu bewältigen, sollten Fintech-, Insuretech- und Healthtech-Unternehmen mit etablierten Technologieanbietern zusammenarbeiten, um den Sicherheits- und Compliance-Herausforderungen einen Schritt voraus zu sein und das systemische Risiko zu verringern, ohne die für den Erfolg notwendige Innovation und Geschwindigkeit zu beeinträchtigen.
Stand: 08.12.2025
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5. Fokus auf Nachhaltigkeit in hybriden Cloud-Umgebungen
Im Jahr 2023 werden mehr Unternehmen erproben, wie die Hybrid-Cloud eine Schlüsselrolle bei der Verwirklichung ihrer Nachhaltigkeitsziele spielen kann. Infolgedessen werden CEOs einen größeren Schwerpunkt auf die Verbesserung der Energieeffizienz in ihrem gesamten IT-Betrieb legen, ohne dabei Abstriche bei der Sicherheit oder Leistung zu machen. Sie werden sich für einen hybriden Cloud-Ansatz entscheiden, der optimierte Systeme in der Cloud zusammen mit der Leistung der IT vor Ort nutzt, um Anwendungen auf einer kleineren Fläche auszuführen und den CO2-Fußabdruck zu verringern, alles mit dem Ziel, den Energieverbrauch im gesamten Unternehmen zu reduzieren.
Fachkräftemangel bremst alle aus
Auf der ganzen Welt sind Unternehmen damit beschäftigt, neue Geschäftsmodelle einzuführen, Arbeitslasten in die Cloud zu verlagern und ihre Abläufe zu digitalisieren. Doch ohne die richtigen Talente kommen Unternehmen nicht sehr weit. Tatsächlich mangelt es derzeit an Talenten mit Cloud-Management-Kenntnissen – ein Defizit, das 74 Prozent der Befragten als Hindernis für bessere und sicherere Cloud-Implementierungen nennen. Der Pool an Talenten ist auf verschiedene Clouds verteilt, was dazu führt, dass viele Unternehmen bei ihrer Cloud-Umstellung nicht weiterkommen.
Aber es reicht nicht aus, einfach nur Talente einzustellen. Im kommenden Jahr muss der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Cloud-Talenten liegen, die für die Umsetzung einer robusten Hybrid-Cloud-Strategie erforderlich sind, wobei das Know-how von Partnern aus dem Ökosystem genutzt werden sollte. Unternehmen sollten ein Kompetenzzentrum in Erwägung ziehen, um Talente mit Cloud-Fähigkeiten auszubilden und zu fördern, die dann Anfragen des CIO und verschiedener Teile der Unternehmensorganisation unterstützen können.
Jetzt ist es an der Zeit, dass Führungskräfte das volle Potenzial der Hybrid-Cloud ausschöpfen und die Vorteile für ihre digital orientierten Kunden – und ihr Geschäftsergebnis – nutzen.
* Der Autor Bernd Schierholz ist Vice President IBM Cloud DACH.