Die All for One Group legt mit ihrem „strategischen Kompass für 2026“ sechs zentrale Trends vor, die Unternehmen helfen sollen, aus Cloud-, ERP- und KI-Investitionen tatsächlichen Geschäftswert zu generieren. Im Fokus stehen End-to-End-Prozesse, Datenqualität, Skalierung von KI sowie ein neues Verständnis von ERP-Ökosystemen und Nachhaltigkeit als Performance-Treiber.
Sechs technologische Kerntrends – von KI-Skalierung über saubere Datenbasis bis hin zu integrierten End-to-End-Prozessen – helfen Unternehmen, messbaren Geschäftserfolg aus ihren IT-Investitionen zu erzielen.
Der Druck zur Digitalisierung ist immens, doch viele Unternehmen kämpfen damit, aus ihren Technologie-Investitionen echten, messbaren Geschäftswert zu ziehen. Die reine Implementierung neuer Systeme wie SAP S/4HANA Cloud reicht nicht mehr aus, um im Wettbewerb zu bestehen. Doch wo genau liegen die entscheidenden Weichenstellungen, die über den Erfolg entscheiden?
Als Antwort auf diese Frage veröffentlicht die All for One Group SE ihren „Strategischen Kompass für 2026“ – eine Sammlung fundierter Predictions, die den Weg für eine erfolgreiche Unternehmenstransformation aufzeigen. „Wir müssen aufhören, den Erfolg in abgeschlossenen Projektplänen zu messen und anfangen, ihn in handfesten Business-KPIs zu denken“, erklärt Michael Zitz, CEO der All for One Group SE. „Unsere Predictions sind ein Kompass für Entscheider. Sie zeigen den Weg von der reinen Pflichterfüllung zur strategischen Kür und damit zur Wettbewerbsfähigkeit.“
Prediction 1: Vom technischen Upgrade zum Business-Upgrade
Im Jahr 2026 wird die S/4HANA-Cloud-Transformation nicht mehr als abgeschlossenes IT-Projekt verstanden, sondern als Startpunkt für die eigentliche Wertschöpfung. Die technische Migration ist nur die Grundlage, danach beginnt die entscheidende Phase des „Value-Raising“: die grundlegende Gestaltung von End-to-End-Prozessen, die Automatisierung von Prozessen mit KI und das konsequente Optimieren von Kernprozessen. Genau hier entsteht der Unterschied zwischen einem reinen Upgrade und einem echten Wettbewerbsvorteil.
„Der Erfolg wird nicht mehr in abgeschlossenen Projektplänen gemessen, sondern in handfesten Business-KPIs: kürzere Lieferzeiten, höhere Kundenzufriedenheit und schnellere Innovationszyklen. Die Cloud wird so zum direkten Motor für messbaren Unternehmenserfolg“, erklärt Michael Zitz, CEO der All for One Group.
Prediction 2: Vom Monolith zum Teil eines IT-Ökosystems
2026 ist das ERP nicht mehr das alleinige Zentrum, sondern fester Bestandteil neben weiteren für das Tagesgeschäft relevanten SaaS-Software-Lösungen. Die Cloud-Transformation führt 2026 zu einem radikalen Paradigmenwechsel: Das ERP-System ist nicht mehr die allumfassende Lösung, um jeden Sonderwunsch individuell abzubilden. Stattdessen wird es elementarer Bestandteil neben weiteren SaaS-Lösungen, um Anforderungen aus dem Markt schnell umzusetzen und AI, Daten und Anwendungen hochverfügbar, sicher und schnell nutzbar zu machen.
Der eigentliche Wettbewerbsvorteil und die unternehmensspezifische Differenzierung entstehen außerhalb dieses Kerns, in einem agilen Ökosystem von Cloud-Services, Apps und Plattformen (wie der SAP BTP), die über APIs angebunden werden. Unternehmen, die weiterhin versuchen, ihren Cloud-ERP-Kern mit unzähligen Modifikationen zu überfrachten, geraten in eine Sackgasse: Sie verlieren ihre Release-Fähigkeit, werden langsam und opfern genau die Agilität, die die Cloud eigentlich verspricht. Der strategische Erfolg liegt in der intelligenten Balance zwischen einem stabilen Kern und einer flexiblen, innovativen Peripherie.
Prediction 3: Von KI-Pilotprojekten zu skalierten Implementierungen
Für Unternehmen wird es 2026 entscheidend sein, die richtigen KI-Use-Cases erfolgreich zu skalieren. Nachdem sie in den letzten zwei bis drei Jahren viel mit Proof-of-Concepts (PoCs) experimentiert haben – oft ohne klaren Bezug zur Gesamtstrategie –, rückt die Optimierung von Ende-zu-Ende-Prozessen in den Mittelpunkt, um Effizienz und auch Qualität nachhaltig zu steigern.
„Erfolg mit KI bedeutet im Jahr 2026, sie at scale zu betreiben. Die strategischen Fragen lauten jetzt: In welchen Anwendungsfällen steht die persönliche Produktivitätssteigerung, zum Beispiel mit KI-Assistenten wie Microsoft Copilot, im Vordergrund? In welchen SAP-Ende-zu-Ende-Prozessen setze ich auf Embedded-KI-Lösungen? Und wo investiere ich gezielt in eine maßgeschneiderte Lösung, die uns einen differenzierenden Wettbewerbsvorteil verschafft? Der strategische Business-Case muss für die Unternehmen jetzt aufgehen“, erklärt Dr. Ulrich Faisst, CTO der All for One Group.
Prediction 4: KI als Katalysator
Mit künstlicher Intelligenz (KI) wird Datenqualität und -verfügbarkeit vom ungeliebten Stiefkind zu einem der wertvollsten Unternehmens-Assets. Der Hype um generative KI offenbart also eine simple Wahrheit: Das wahre Potenzial der Technologie entfaltet sich nur mit einem sauberen Datenfundament. Jahrelang war Datenqualität eine mühsame IT-Pflichtübung ohne direkten, messbaren Ertrag. KI ändert das fundamental: Jeder in saubere Material- und Kundenstammdaten investierte Euro zahlt sich durch präzisere KI-Prognosen für den Lagerbestand, schärfere Absatzplanungen und vollautomatisierte Prozesse mehrfach aus. Zudem gewinnt die breite Verfügbarkeit von Daten an Bedeutung, um die Anwendung von KI zu ermöglichen.
Stand: 08.12.2025
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„Schlechte Daten werden nicht mehr als Ärgernis, sondern als entgangener Gewinn und Erfolgsverhinderer verstanden. KI wird so zum Katalysator, der die seit langem angestrebte Prozess- und Daten-Exzellenz zur Realität macht. Die SAP Business Data Cloud wird das strategische Werkzeug, um dieses wertvollste aller Assets zu heben, durch die Bereitstellung eines konsistente Datenfundaments“, erklärt Dr. Torben Hügens, Vice President Business Analytics bei All for One.
Prediction 5: Das Ende der Systemsilos
2026 entscheidet die nahtlose End-to-End-Integration über den Erfolg im Maschinenbau, nicht die Qualität der Einzelsysteme. Die größte versteckte Kostenfalle im Maschinenbau lauert im Reibungsverlust zwischen den eigenen Systemen. Eine brillante Konstruktion im PLM-System, die manuell ins SAP übertragen werden muss, ist genauso ein Wettbewerbsnachteil wie eine Kundeninformation im CRM, die der Fertigungssteuerung im MES nicht zur Verfügung steht. Künftig wird diese Fragmentierung nicht mehr tragbar sein. Gewinner werden die Unternehmen sein, bei denen ein Klick des Kunden im Web-Konfigurator eine nahtlose, automatisierte Kette auslöst – von der Stückliste in S/4HANA bis zur Auslösung des Service-Vertrags. Wer hier noch auf manuelle Datenübertragung setzt, wird schlicht zu langsam, zu fehleranfällig und zu teuer sein, um zu konkurrieren.
„Damit verlagert sich der strategische Fokus radikal: weg von der Optimierung einzelner Module, hin zur Gestaltung durchgängiger End-to-End-Prozesse. Es reicht nicht mehr das ‚beste‘ CRM oder das ‚beste‘ PLM zu haben. Vielmehr geht es darum, Systeme zu einem einzigen, fließenden Gesamtprozess (End-to-End-Prozessen) zu verbinden. Und Werkzeuge wie die SAP Business Technology Platform liefern das Fundament, damit ein Geschäftsvorfall schnell und fehlerfrei durch das gesamte Unternehmen fließt“, sagt Andreas Dold, Senior Expert Industry Development bei All for One.
Prediction 6: Vom Pflichtbericht zur Wertschöpfung
Im Jahr 2026 wird das Thema Nachhaltigkeit seinen Ruf als reines Compliance-Thema und Kostenfaktor endgültig ablegen. Der Zwang zur Transparenz – getrieben durch Regularien wie die CSRD – entpuppt sich als versteckter Segen, denn er zwingt Unternehmen zur datenbasierten Analyse ihrer gesamten Wertschöpfungskette. Die Gewinner werden diejenigen sein, die ihre Nachhaltigkeitsdaten nicht in separaten Berichten verwalten, sondern sie direkt in ihre Kernprozesse integrieren.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: „Wie erfüllen wir die Berichtspflicht?“, sondern „Wo zeigt uns unser CO2-Verbrauch die teuersten Ineffizienzen in unserem Unternehmen?“. Nachhaltigkeit wird so vom Kostenfaktor zum Performance-Indikator. Die Fähigkeit, den CO2-Fußabdruck eines Produkts in Echtzeit zu berechnen, ist nicht mehr nur ein Reporting-Feature, sondern ein strategisches Werkzeug, um intelligentere Entscheidungen zu treffen – von der Produktentwicklung bis zur Auslieferung.