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Storage und Data Management 2024 Aus weniger mehr machen?

Ein Gastbeitrag von Markus Grau* 3 min Lesedauer

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Von Containern über regulatorische Änderungen und On-Demand-Modelle bis zu Nachhaltigkeit: Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage, erläutert, mit welchen Storage-Trends das neue Jahr aufzuwarten hat.

Markus Grau von Pure Storage hat die Trends fürs Jahr 2024 herausgefiltert.(Bild:  ©Peshkova, Getty Images via Canva.com)
Markus Grau von Pure Storage hat die Trends fürs Jahr 2024 herausgefiltert.
(Bild: ©Peshkova, Getty Images via Canva.com)

Der Ansturm auf die Entwicklung und Implementierung generativer KI-Lösungen führt zu einer neuen Welle des Interesses und der Akzeptanz von Containern – aufbauend auf dem bestehenden Wachstum dieser Technologie. Es setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass Container für KI in fast allen Phasen von grundlegender Bedeutung sind, da jedes KI-Tool in Containern verpackt ist. Sie sind auch entscheidend für den Erfolg des schwierigen Teils der KI – das Training großer Sprachmodelle. Bevor ein Modell trainiert werden kann, müssen viele Prozesse durchgeführt werden, einschließlich der Datenkuration, -bereinigung und -erweiterung. Die Tools, die diese Aufgaben ausführen, befinden sich alle in Containern.

Container etablieren sich zunehmend, und die Entwicklung verlief bislang in zwei Wellen. Die erste Welle war zustandslos, das heißt, die Arbeitslasten wurden in Container verlagert. Die zweite Welle war zustandsabhängig, das heißt, Datenbanken und kritische Anwendungen wurden in Container verlagert, was eine Datenspeicherung erforderte. Nun steht 2024 eine dritte Welle bevor, wobei Container die KI-Datenpipeline und die Tool-Chain vorantreiben. Die Abhängigkeit von Containern wird sich 2024 und darüber hinaus fortsetzen, angetrieben durch KI.

Natürlich werden sich auch politische und regulatorische Änderungen in der EU und den USA auf den Technologiemarkt 2024 auswirken.

Regulatorische Veränderungen zeichnen sich an zwei Fronten ab: IKT-Resilienz (einschließlich Cybersicherheit) und Nachhaltigkeit. Ein Beispiel dafür ist die Umsetzung des EU-Gesetzes zur digitalen Widerstandsfähigkeit (Digital Operational Resilience Act, DORA), das die Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors gegenüber IKT-bezogenen Vorfällen stärken soll. Was die Nachhaltigkeit betrifft, so müssen Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen nach Scope 1, 2 und 3 melden, was sich auch auf ihre Lieferketten erstreckt. Beides wird bis 2025 vollständig in Kraft treten.

Ein weiteres Beispiel ist die EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD), die die Regeln für die von Unternehmen zu berichtenden sozialen und ökologischen Informationen verschärft. Die neuen Vorschriften sollen Anlegern helfen, die Auswirkungen von Unternehmen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu beurteilen, bevor sie Entscheidungen über den Kauf von Technologien treffen.

Anhaltende Sorgen über den Zustand der Wirtschaft, schwierige Geschäftsbedingungen und hohe Energiekosten werden den Technologiemarkt im Jahr 2024 erheblich beeinflussen. Dies wird den Trend zu OpEx-Ausgaben gegenüber CapEx beschleunigen.

Das Geld ist knapp, und die anhaltenden Sparmaßnahmen im kommenden Jahr werden Technologie-Abonnementdienste sehr attraktiv machen, da die Unternehmen nur für das bezahlen wollen, was sie auch nutzen, und so große Investitionsausgaben vermeiden. Neben den direkten Budgetbeschränkungen wird das Wachstum der Abonnements auch weiterhin durch die Unsicherheit über die volle Auslastung neuer Anlagen getrieben werden.

Dieser Trend ist auch in Rechenzentren zu beobachten, wo die Betreiber beginnen, On-Demand-Modelle zu bevorzugen, die eine Just-in-Time-Bereitstellung von Anlagen ermöglichen. Dies ermöglicht ihnen eine bessere Kontrolle der Energiekosten durch einen geringeren Stromverbrauch, was ihnen auch hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit wird die Plattformnutzung in Rechenzentren über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren der größte Faktor bei den CO2-Emissionen sein. Die Unternehmen werden sich dessen bewusst und berücksichtigen dies bei ihren Kaufentscheidungen für das kommende Jahr und darüber hinaus.

Im Jahr 2024 wird all dies zu weit verbreiteten Bemühungen führen, Effizienzsteigerungen zu erzielen, selbst bei bestehenden Rechenzentrumsplattformen, da dies die einzige Möglichkeit ist, Platz und Energie zu gewinnen, um den Einsatz neuer Technologien im Rechenzentrum zu ermöglichen.

Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage.(Bild:  Pure Storage)
Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage.
(Bild: Pure Storage)

Um die Nachhaltigkeit der bestehenden Rechenzentrumsflächen zu optimieren, werden die Betreiber auf neue, energieeffizientere Technologien umsteigen, die weniger Platz und Kühlung benötigen. Dies verlängert insgesamt die Lebensdauer des Rechenzentrums – ein wesentlicher Faktor angesichts des Bedarfs an neuen Technologien im Zuge des Aufstiegs der KI.

* Der Autor: Markus Grau, Principal Technologist bei Pure Storage.

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