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Robuste Systeme Was ist Resilienz / Resilience?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Resilienz im IT-Umfeld bezeichnet die Fähigkeit von IT-Systemen, hinsichtlich Störungen und Problemen wie Ausfällen einzelner Komponenten robust zu reagieren und die Anwender weiterhin mit den benötigten Services zu bedienen. Typische Maßnahmen zur Sicherstellung der Resilienz sind redundante, verteilte Systeme und Datensicherungen. Die Cyber Resilience bezieht sich konkret auf die Robustheit gegenüber Cyber-Angriffen.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff Resilienz leitet sich vom lateinischen Wort resilire ab. Es bedeutet „zurückspringen“ oder „abprallen“. Der englische Begriff lautet Resilience. Im IT-Umfeld bedeutet Resilience die Fähigkeit von IT-Systemen, sich gegenüber Störungen, Teilausfällen und anderen Problemen robust und widerstandsfähig zu verhalten.

Mögliche Störungen oder Probleme sind Hardware-Ausfälle, Software-Fehler, Netzwerkunterbrechungen, interne oder externe Cyber-Angriffe oder andere Einflüsse wie Naturkatastrophen. Durch entsprechende Maßnahmen gelingt es der Hard- und Software, die Anwender und Prozesse weiterhin mit den benötigten Services und Funktionen zu bedienen. Komplettausfälle werden vermieden.

Resiliente Systeme sind anpassungsfähig und reagieren flexibel auf verschiedene Bedingungen. Typische Maßnahmen zur Sicherstellung einer hohen Resilience sind der Aufbau redundanter, verteilter Systeme und das Durchführen von Backups. Die Cyber Resilience bezieht sich konkret auf die Robustheit gegenüber Cyber-Attacken.

Die Eigenschaften eines resilienten Systems

Damit Systeme als resilient bezeichnet werden können, sollten sie folgende Eigenschaften besitzen:

  • hohe Anpassungsfähigkeit – flexible Reaktionen auf Veränderungen,
  • hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen unterschiedlicher Art,
  • robuste Funktionsweise und möglichst unterbrechungsfreie Bereitstellung der Services,
  • schnelle Wiederherstellbarkeit der Datenbasis,
  • schnelle Wiederherstellbarkeit einzelner Teilfunktionen.

Maßnahmen für eine resiliente IT

Verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen sorgen dafür, dass eine IT-Umgebung sich resilient verhält. Es werden verteilte Systeme eingesetzt, deren Hard- und Software-Komponenten redundant gestaltet sind. Fällt eine Teilkomponente aus, übernehmen redundante Komponenten deren Aufgabe, ohne dass es zu einem Serviceausfall kommt. Die Software ist so programmiert, dass sie sich gegenüber unterschiedlichen Bedingungen anpassungsfähig verhält. In modernen Systemen unterstützen Verfahren der Künstlichen Intelligenz.

Um Datenverlust zu verhindern, werden alle wichtigen oder kritischen Daten automatisch und in regelmäßigen Abständen gesichert. Für den Störungsfall sind die organisatorischen Abläufe, Verantwortlichkeiten und Eskalationsmechanismen genau definiert. Es existieren Notfallpläne, mit deren Hilfe sich der Betrieb aufrechterhalten lässt oder eine schnelle Wiederherstellung der Services möglich ist.

Die Bedeutung der Cyber Resilience

Cyber Resilience ist ein Teilbereich der IT-Resilienz. Sie beschreibt konkret die Widerstandsfähigkeit der IT gegenüber internen oder externen Gefahren aus dem Netz und gegenüber Cyber-Angriffen. Ziel der Cyber Resilience ist es, die durch die Bedrohungen verursachten Risiken und Schäden zu begrenzen. Die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten sowie die Verfügbarkeit der Services sollen sichergestellt sein.

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