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Wirtschaftsspionage und Sicherheitsparadigmen

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BITMi warnt

Die dreiste Überwachung digitaler Kommunikation und Daten verschlägt vielen die Sprache.
Die dreiste Überwachung digitaler Kommunikation und Daten verschlägt vielen die Sprache.
(© viz4biz - Fotolia.com)
Über Jahre haben sich die Geheimdienste fremder Staaten hemmungslos an den Daten deutscher Bürger und Unternehmen bedient, schreibt beispielsweise der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi). „Der Schaden für die Wirtschaft ist überhaupt nicht abzusehen, das Vertrauen in die Aufrichtigkeit unserer Freunde und europäischen Nachbarn nachhaltig beeinträchtigt.“ Michaela Merz, IT-Sicherheitsexpertin des Verbandes findet klare Worte: „Deutschland ist besonders anfällig für solche Spionageaktionen. Unsere Wirtschaft ist sehr stark von ausländischen Technologien abhängig und wir wissen nicht, ob und welche Hintertüren noch in häufig benutzten Soft- und Hardware-Produkten eingebaut sind.“

Umdenken angestoßen

Woran zeigt sich das Umdenken beim Thema Wirtschaftsspionage? Seit den 70er Jahren betrafen Gerüchte und Mutmaßungen dazu vor allem das Spionagenetzwerk Echelon, welches Nachrichtendiensten der USA, Großbritanniens, Australiens, Neuseelands und Kanadas zugeordnet wird. 2001 wurde dessen Existenz in einem Paper der Europäischen Kommission bestätigt.

Im Jahre 2004 musste als Konsequenz eine NSA-Einrichtung im bayerischen Bad Aibling wegen des begründeten Verdachts auf Wirtschaftsspionage nach einer entsprechenden Empfehlung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses die Pforten schließen. Danach ist es ruhiger rund um das Thema Industrie- und Wirtschaftsspionage geworden. Irgendwann war dieses Thema für viele wieder „Verschwörungstheorie“.

Bis Edward Snowden auspackte und glaubhafte Details zu den Nachfolgeprogrammen der USA und Großbritanniens publik machte.

Öffentliche Wahrnehmung

Seither sind Mainstream-Medien voll von dem Thema. Welt-Online berichtet beispielsweise im Artikel „Die anderen schnüffeln – Deutschland schaut nur zu“ vom „Selbstbedienungsladen Bundesrepublik“ dahingehend, dass im Gegensatz zum Bundesnachrichtendienst (BND) die ausländischen Geheimdienste von beispielsweise China, Russland und den USA „ausdrücklich die Lizenz zur Wirtschaftsspionage“ haben.

Daher gehe es nicht nur um die vieldiskutierte Privatsphäre, nicht nur um militärische Sicherheitsaspekte, sondern auch um „Geld, Arbeitsplätze und Standortsicherheit“.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die großen Brüder und die Veränderungen im Problembewusstsein innerhalb der IT-Branche.

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