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Speichertipp: Backup- und Wiederherstellungsprogramm mit Unix/Windows-Unterstützung Burp: Backup mit Open Source durchführen

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Burp ist ein plattformübergreifendes Backup-Tool mit Client-Server-Struktur, das sich auf dateibasierte Sicherung und Wiederherstellung über Netzwerke spezialisiert hat. Es wurde als kompakter, wartungsarmer Gegenentwurf zu komplexeren Lösungen entwickelt und kombiniert differenzielle Synchronisation, ACL- und Attributerhalt sowie automatisierte Verschlüsselung und Deduplikation auf Dateisystemebene.

Das Backup-Tool Burp sichert Daten plattformübergreifend.(Bild:  Joos – Graham Keeling)
Das Backup-Tool Burp sichert Daten plattformübergreifend.
(Bild: Joos – Graham Keeling)

Burp ist ein schlank aufgebautes Backup-Tool mit Client-Server-Architektur. Der Server läuft auf Unix-basierten Systemen, bevorzugt unter Linux-Distributionen wie Debian. Die Client-Komponente unterstützt Linux, Windows sowie macOS. Die Integration in Windows-Systeme erfolgt ohne Cygwin, unterstützt aber die Volume Shadow Copy Services (VSS). Auch verschlüsselte Dateien im EFS-Format lassen sich sichern und wiederherstellen.

Im Unterschied zu Lösungen wie Bacula trennt Burp keine Katalogdatenbank vom Backup selbst. Die Backup-Daten werden direkt im Dateisystem gespeichert, was die Abhängigkeit von SQL-Backends eliminiert und die Wartung vereinfacht. Änderungen an Konfigurationsdateien greifen ohne Umweg über persistent gespeicherte Katalogstrukturen. Auch eine automatische Client-Aktualisierung ist integriert.

Das bietet Burp zur Datensicherung

Funktional bietet Burp Datei-Deduplikation, Delta-Differenzierung mit librsync, Bandbreitenbegrenzung für Netzwerktransfers sowie zlib-basierte Kompression auf Speicher- und Netzwerkebene. Das System sichert neben regulären Dateien auch symbolische und harte Links, Named Pipes, Geräte-Nodes, Dateiattribute und Zeitstempel. Linux-ACLs und Extended Attributes werden ebenso unterstützt wie Windows-spezifische Rechte- und Attributsysteme.

Backups lassen sich unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Burp erlaubt konfigurierbare Aufbewahrungsfristen, etwa tägliche Sicherungen über sieben Tage oder monatliche über ein Jahr. Die Kommunikation erfolgt per SSL mit automatischer Zertifikatsverwaltung. Optional lassen sich Dateien auf Client-Seite verschlüsseln, wobei in diesem Modus keine Delta-Differenzierung möglich ist.

Zusätzliche Features wie ein textbasiertes Server-Monitoring via ncurses, individuelle Pre- und Post-Backup-Skripte sowie Mail-Benachrichtigungen zur Backup-Integrität sind ebenfalls implementiert. Die deduplizierende Speicherung erfolgt serverseitig mit dem Tool „bedup“. Kompatible Dateisysteme mit eigener Deduplizierung wie btrfs oder zfs werden unterstützt, können „bedup“ aber in bestimmten Szenarien überflüssig machen.

Burp steht unter einer freien Lizenz und wird aktiv über GitHub weiterentwickelt. Alle bekannten Einschränkungen und offenen Entwicklungsziele sind transparent über das öffentliche Issue-Tracking dokumentiert.

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