Im Rahmen des jährlichen „Enterprise Cloud Index“ (ECI) hat Nutanix erneut die Verbreitung der Cloud-Nutzung in deutschen Unternehmen untersucht. Dabei zeigt sich unter anderem, dass Herausforderungen rund um Datenmanagement und KI wichtige Triebfedern für die IT-Modernisierung sind.
Datenmanagement und KI sind Themen, die laut Nutanix bei der IT-Modernisierung eine gewichtige Rolle spielen.
Für den länderspezifischen ECI wurden 100 IT-Entscheider aus Deutschland befragt. Eines der Kernergebnisse: Die Nutzung von Hybrid-Multi-Cloud-Betriebsmodellen soll sich in den kommenden ein bis drei Jahren von aktuell 10 Prozent auf 29 Prozent fast verdreifachen. Dies wird vor allem auf Herausforderungen im Zusammenhang mit Datenmanagement und KI zurückgeführt.
Dazu zählt auch die Migration von Anwendungen und Daten in andere Cloud-Umgebungen. Dies kann sowohl zeitaufwendig als auch kostspielig sein. Dennoch haben mehr als 90 Prozent der IT-Verantwortlichen im vergangenen Jahr mindestens eine Applikation in eine andere IT-Umgebung verschoben. Als Hauptgründe wurden vor allem die Integration in Cloud-native Dienste für KI und maschinelles Lernen (57 Prozent), schnellerer Datenzugriff (56 Prozent) sowie Sicherheit und Compliance (50 Prozent) genannt. 85 Prozent sehen die Migration von Workloads und Anwendungen als „moderate bis ernste Herausforderung“ in ihren bestehenden IT-Infrastrukturen.
Flexibilität im Fokus, hybride Multi-Cloud im Blick
Dementsprechend nennt die Hälfte der Befragten die Flexibilität zwischen On-Premises- und Cloud-Betrieb als wichtigsten Entscheidungsfaktor bei der Wahl einer passenden IT-Infrastruktur. Wichtig ist zudem die Verfügbarkeit von Datendiensten wie Snapshots, Replikation, Wiederherstellung und Sicherung (39 Prozent) und KI-Unterstützung (38 Prozent). Dem erwarteten Zuwachs bei hybriden Multi-Cloud-Umgebungen stehen dabei Nutzungsrückgänge bei traditionellen Rechenzentrumsinfrastrukturen und reinen Private-Cloud-Modellen gegenüber. 88 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihre Organisation von hybriden Umgebungen am meisten profitieren würde. Drei Viertel der Entscheider gaben aber zu, dass ihre diversen IT-Bereitstellungsmodelle derzeit noch nicht vollständig interoperabel sind.
Als Herausforderungen gelten vor allem Datenschutz (59 Prozent), Regularien zu Nutzung und Speicherung von Daten (57 Prozent) sowie Datensicherheit und Schutz vor Ransomware (53 Prozent). Mangelnde Transparenz über den aktuellen Aufbewahrungsort der Daten bleibt ein Problem – 90 Prozent der Teilnehmer sehen hier Verbesserungsbedarf. 45 Prozent bezeichnen Datenschutz und Compliance als „große Herausforderung“. 79 Prozent sehen weitere Herausforderungen hinsichtlich des Datenschutzes in Zusammenhang mit KI. Bedenklich: Mehr als 90 Prozent der Befragten waren in den vergangenen drei Jahren von Ransomware-Attacken betroffen. Ein Drittel von ihnen benötigte danach mehrere Wochen, um den Geschäftsbetrieb vollständig wiederherzustellen.
Geht es um Nachhaltigkeit, setzen deutsche Unternehmen vor allem auf die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur (65 Prozent). Nur knapp dahinter folgt mit 62 Prozent die technische Unterstützung von Remote-Work, um Emissionen der Mitarbeiter auf dem Weg zur Arbeitsstelle zu minimieren. Zudem werden Initiativen zur Abfallreduktion verfolgt (60 Prozent).
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