Mit dem Windows Admin Center lassen sich über das Netzwerk oder sogar über Azure remote Windows-Server mit Hilfe des Webbrowsers verwalten. In diesem Zug ist es auch möglich, Datenträger zu verwalten, Partitionen zu erstellen und viele weiteren Aufgaben zu erledigen.
Über das Windows Admin Center lassen sich die vorhandenen Datenträger verwalten.
Mit dem Windows Admin Center erhalten Anwender nicht nur einen Überblick zum aktuell belegten und freien Speicherplatz, sondern sie können Datenträger im Webbrowser verwalten. Die Konfiguration kann remote im Netzwerk erfolgen und bei der kostenlosen Verwendung von Azure Arc sogar remote über Azure, komplett ohne VPN.
Neben der Verwaltung lokaler Laufwerke im Windows Admin Center können an dieser Stelle mit dem Storage Migration Service auch komplette Dateiserver migriert und deren Daten automatisiert verschoben werden. Dazu steht im Windows Admin Center ein eigener Bereich zur Verfügung. Die Replikation kompletter Datenträger zwischen Clustern oder Clusterknoten erfolgt im Windows Admin Center über den Menüpunkt „Speicherreplikat“.
Allgemeine Informationen zu verbauten Laufwerken und deren Treibern im Windows Admin Center
Bei der Verbindung mit dem Server ist bei „Übersicht“ zu sehen, wie viel Speicherplatz ein Server insgesamt hat und wie viel Speicherplatz noch frei ist. Bei „Geräte“ zeigt das Windows Admin Center die verbaute Hardware des Servers an, ähnlich wie im Gerätemanager. Über „Laufwerke“ sind an dieser Stelle die verbundenen Datenträger sowie deren Bezeichnung und Treiber zu finden. Durch einen Klick auf ein Laufwerk blendet das Windows Admin Center unten den Bereich „Eigenschaften“ ein. Hier sind über die Menüpunkte „Allgemein“, „Treiber“ und „Details“ Informationen zum Laufwerk zu finden.
Bei „Allgemein“ zeigt das Windows Admin Center an, wo das Laufwerk angeschlossen ist, sowie den Hersteller und den aktuellen Status des Laufwerks. Bei Problemen ist an dieser Stelle zu sehen, ob der Datenträger generell funktioniert. Informationen zum installierten Treiber und dessen Version zeigt das Windows Admin Center über den Menüpunkt „Treiber“ an. Bei „Details“ sind noch mehr Daten zu finden, zum Beispiel die Geräte-ID. Diese lässt sich wiederum mit Gruppenrichtlinien nutzen, zum Beispiel um Zugriffe zu erlauben oder zu blockieren.
Im oberen Bereich ist es bei „Geräte“ über „Treiber aktualisieren“ möglich, einen neuen Treiber für einen Datenträger zu hinterlegen. Auch das geht remote mit dem Windows Admin Center über den Webbrowser. Die Treiberdateien müssen dazu allerdings lokal auf dem Computer vorhanden sein. Das ist aber auch kein Problem, weil sich bei Bedarf im Windows Admin Center bei „Dateien & Dateifreigabe“ Dateien auf den Server laden lassen. Sobald die Daten auf den Server kopiert wurden, was ebenfalls remote mit dem Windows Admin Center geht, kann mit „Treiber aktualisieren“ der Treiber installiert werden.
Datenträger im Windows Admin Center verwalten
Über den Menüpunkt „Speicher“ sind die einzelnen Datenträger zu sehen, die in Windows verfügbar sind. Durch einen Klick auf eine Festplatte zeigt das Windows Admin Center im unteren Bereich die Partitionen und Volumes an, die für den physischen Datenträger erstellt wurde. Parallel dazu lassen sich hier die Datenträger online und offline schalten sowie initialisieren.
Die Volumes, die auf diese Datenträger aufbauen, sind über den Menüpunkt „Volumes“ zu sehen. Hier lassen sich die einzelnen Partitionen in Windows verwalten, ähnlich wie bei der Datenträgerverwaltung. An dieser Stelle ist es auch möglich, Partitionen zu vergrößern oder zu verkleinern. Dazu steht der Menüpunkt „Größe ändern“ zur Verfügung. Hier ist es möglich, Partitionen auf einen Zug zu vergrößern oder zu verkleinern. Dazu muss lediglich die neue Größe im Fenster eingegeben werden. Diese Aufgaben funktionieren alle komplett remote im Webbrowser. Es ist kein weiteres Tool für die Anpassung notwendig. Mit „Volumeeigenschaften bearbeiten“ lassen sich der Laufwerksbuchstabe und die Bezeichnung des Volumes remote steuern.
Bei „Format“ sind wiederum die Funktionen verfügbar, mit denen Volumes formatiert werden können, zum Beispiel auch mit NTFS oder ReFS. Zur Verfügung stehen noch FAT32 und FAT. An dieser Stelle lässt sich die Schnellformatierung durchführen und parallel auch die Datenträgerkomprimierung aktivieren. Allerdings ist das nur für Datenträger sinnvoll, auf denen Archivdaten gespeichert sind. Hier spielen die Zugriffszeiten keine große Rolle. Für Dateiserver kann die Kontingentverwaltung sinnvoll sein. Diese kann über das Menü mit den drei Punkten remote installiert und verwendet werden. Dabei kommt der Ressourcenmanager für Dateiserver zum Einsatz.
Datenträgerverwaltung über Remotedesktop im Windows Admin Center aufrufen
Nicht alle Funktionen aus der Datenträgerverwaltung sind im Windows Admin Center verfügbar. In diesem Fall können Admins aber auch einfach über das Windows Admin Center den Remotedesktop auf einem Server im Webbrowser öffnen und von hier die Datenträgerverwaltung mit „diskmgmt.msc“ starten. Das geht ebenfalls komplett remote im Windows Admin Center. Ist der Remotedesktop nicht aktiviert, lässt sich das im Windows Admin Center bei „Einstellungen -> Remotedesktop“ erledigen. Neben dem Remotedesktop ist es im Windows Admin Center zudem möglich, eine Remote-PowerShell-Sitzung direkt im Webbrowser zu öffnen. Auch hier lassen sich Laufwerke verwalten. Hier stehen die gleichen Funktionen zur Verfügung, die bei lokalen PowerShell-Sitzungen verfügbar sind.
Stand: 08.12.2025
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