Wenn es um leistungsfähige Speicherumgebungen geht, sind All-Flash-Arrays das Maß aller Dinge. Dank moderner NVMe-Technik bewältigen sie selbst anspruchsvollste Einsatzszenarien. Für die Zukunft ist zu erwarten, dass Flash-Storage weiter an Bedeutung gewinnt.
Geschwindigkeit ist keine Hexerei – für Flash-Speichersysteme.
Lange Zeit waren festplattenbasierte Speichersysteme mangels vergleichbarer Alternativen ein fester Bestandteil jeder Unternehmens-IT. Auch heute noch steht HDD-Storage für langjährig erprobte und ausgereifte Technik, die zudem überschaubare Kosten verursacht. Letzteres galt insbesondere beim Vergleich mit den in den vergangenen Jahren aufkommenden SSDs: Diese arbeiten zwar deutlich schneller als klassische Festplatten, waren aber zunächst kaum mit großen Speicherkapazitäten verfügbar und lange Zeit geradezu sündhaft teuer. Ihr Einsatz war daher vor allem absoluten High-End-Speichersystemen vorbehalten.
Diese Zeiten sind aber vorbei. SSDs konnten sich etablieren, und mit zunehmender Reife der Technik sowie wachsenden Fertigungskapazitäten sind auch die Preise auf ein bezahlbares Maß gefallen. Geht es um Workloads mit einer großen Menge an Transaktionen, hohen Datendurchsätzen oder stark schwankenden Leistungsanforderungen, sind Flash-basierte Speichersysteme ideal geeignet. Beispiele für derartige Umgebungen sind etwa Date Warehouses, Datenbanken, große E-Commerce-Systeme oder Virtual-Desktop-Infrastrukturen (VDI).
Die Leser von Storage-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter aus dem Bereich Flash-Systeme 2021:
Bildergalerie
Leistungsfähige Technik
Flash-basierte Speichersysteme punkten vor allem mit extrem hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten und niedrigen Latenzen. Dies wird besonders deutlich, wenn man die IOPS-Werte („Input/Output Operations Per Second“) aktueller SSDs mit Festplatten vergleicht. Während gängige SSDs sechsstellige Ergebnisse erreichen, sind klassische HDDs meist im niedrigen dreistelligen Bereich angesiedelt. Noch deutlicher wird der Vergleich beim Blick auf NVMe-Speicher („Non-Volatile Memory Express“): Hier sind sogar sieben- bis achtstellige IOPS-Werte möglich. Flash-basierte Speicher-Arrays benötigen zudem weniger Platz, sind unkompliziert zu warten und weisen einen geringeren Energiebedarf auf.
All-Flash- oder NVMe-Arrays bündeln große Mengen an entsprechenden SSDs zu einem besonders leistungsfähigen Speichersystem. Während derartige Systeme zunächst extrem teuer waren und sich damit nur für spezifische Einsatzzwecke eigneten, sind sie jetzt dank fallender Preise auch im IT-Mainstream angekommen. All-Flash gilt mittlerweile als Standard für Primärspeichersysteme, während festplattenbasierte Lösungen vor allem den Bedarf an kostengünstigen Archiv- oder Cold-Storage-Umgebungen decken. Zudem nimmt der Einsatz besonders leistungsfähiger NVMe-basierter Arrays zu, wenngleich hier beispielsweise die NVMe-Management-Interface-Spezifikation (NVMe-MI) noch Entwicklungsarbeit benötigt. Zum üblichen Funktionsumfang Flash-basierter Arrays zählen beispielsweise Funktionen wie Deduplizierung, Thin Provisioning, Snapshots, Verschlüsselung und die Anbindung über APIs.
Trotz der genannten Vorzüge ist der Einsatz von All-Flash-Systemen keineswegs trivial und immer noch ein beachtlicher Kostenfaktor. Dies gilt vor allem für Anschaffung und Implementierung. Laut den Marktforschern von IDC setzen aktuell über 70 Prozent aller Unternehmen auf SAS-basierte Speichersysteme. Ein künftiger Umstieg auf eine NVMe-basierte Umgebung würde erhebliche Änderungen und Anpassungen erfordern, was sowohl technisch als auch wirtschaftlich gründlich durchdacht sein will. SAS-basierte SSDs erreichen zwar nicht die extrem hohe Leistungsfähigkeit von NVMe-SSDs, bieten sich aber je nach Einsatzszenario als sinnvollere Alternative an.
Sind All-Flash-Plattformen erst einmal im Unternehmen etabliert, ergeben sich einige Folgeeffekte. Dazu zählen etwa geringere Betriebskosten und ein reduzierter Administrationsaufwand sowie eine höhere Produktivität. Zudem lassen sich Unternehmensanwendungen gegebenenfalls auf eine zentrale Flash-basierte Plattform konsolidieren. Für Cold Storage mit vielen selten genutzten Daten sind All-Flash-Plattformen meist in Sachen Leistung überdimensioniert und bieten möglicherweise nicht ausreichend Speicherkapazität. Hier bietet sich der Einsatz hybrider Systeme mit SSDs und Festplatten an. Sie stellen vielgenutzte Daten automatisiert auf dem schnellen Flash-Speicher bereit, während die Archivierung auf dem günstigen Festplattenspeicher erfolgt („Auto-Tiering“).
Die Leser von Storage-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter aus dem Bereich Flash-Systeme 2021:
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.