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IT-Awards 2025 Die beliebtesten Anbieter von High-Performance-Speichersystemen 2025

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

High-Performance-Speicher ist kein Luxus mehr, sondern ein Wettbewerbsfaktor. Wer KI, HPC oder Echtzeitanalysen erfolgreich betreiben will, braucht Systeme, die maximale Geschwindigkeit mit Resilienz, Effizienz und Flexibilität verbinden. Moderne Technologien wie NVMe oF, CXL und disaggregierte Architekturen zeigen, wohin die Reise geht.

High-Performance-Speichersysteme haben sich von reinen Kapazitätslieferanten zu hochoptimierten Plattformen für die datengetriebene Wirtschaft entwickelt.(Bild:  © TommyNa – stock.adobe.com / KI-generiert)
High-Performance-Speichersysteme haben sich von reinen Kapazitätslieferanten zu hochoptimierten Plattformen für die datengetriebene Wirtschaft entwickelt.
(Bild: © TommyNa – stock.adobe.com / KI-generiert)

Ob für KI-Training, High-Performance-Computing, Echtzeitanalysen oder IoT-Anwendungen – die Anforderungen an Speicherlösungen steigen kontinuierlich. Unternehmen benötigen Systeme, die nicht nur große Datenmengen sicher verwalten, sondern auch mit extrem niedrigen Latenzen und hohem Durchsatz arbeiten können. High-Performance-Speichersysteme sind damit zu einem strategischen Eckpfeiler moderner IT-Infrastrukturen geworden. Neben der reinen Kapazität stehen heute vor allem Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit im Fokus.

Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2025 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die vier bei unseren Leserinnen und Lesern beliebtesten Anbieter von High-Performance-Speichersystemen 2025:

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Technologien für maximale Geschwindigkeit

Die Basis aktueller Hochleistungssysteme bilden All-Flash-Arrays mit NVMe-SSDs, die im Performance-Bereich klassische HDD-Umgebungen weitgehend abgelöst haben – wenngleich HDDs für Cold Storage, Backup und Archivierung weiterhin ihre Berechtigung haben. In Verbindung mit NVMe over Fabrics (NVMe oF) lassen sich Storage-Ressourcen mit minimalen Engpässen an Serverlandschaften anbinden, auch wenn diese Technologie noch nicht in allen Umgebungen flächendeckend etabliert ist.

Vielversprechend ist die aufkommende Nutzung von Compute Express Link (CXL), das künftig einen flexiblen Zugriff auf gemeinsam genutzte Speicher- und Memory-Pools ermöglichen könnte. Allerdings befindet sich CXL noch in der Etablierungsphase, und viele der angekündigten Anwendungsfälle sind noch nicht breit im Produktivbetrieb verankert.

Eine wachsende Rolle spielen zudem Storage-Class-Memory-Technologien (SCM), die als Zwischenglied zwischen DRAM und Flash konzipiert sind. Sie bieten niedrigere Latenzen als herkömmliche SSDs und können bestimmte Workloads – etwa bei KI-Trainingsjobs oder Finanztransaktionen – deutlich beschleunigen. Allerdings erreichen sie nicht die Performance von DRAM und bringen eigene technische sowie wirtschaftliche Kompromisse mit sich.

Auch objektbasierte Speicherlösungen werden wichtiger, insbesondere für die Verteilung großer, unstrukturierter Datenmengen in Data Lakes oder Cloud-Architekturen. Für strikt latenzkritische Anwendungen sind sie allerdings nur geeignet, wenn sie mit intelligenten Caching- oder Tiering-Strategien kombiniert werden.

Neue Architekturen für Performance und Effizienz

Während im klassischen Enterprise-Segment oft Scale-Out-Ansätze dominieren, gewinnen in High-Performance-Szenarien zunehmend disaggregierte Architekturen und Composable Infrastructure an Bedeutung. Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerk werden dynamisch zusammengeführt und können flexibel nach Bedarf skaliert werden – allerdings bringt diese Flexibilität auch zusätzliche Komplexität in Bereichen wie Latenz, Orchestrierung und Konsistenz mit sich. Software-Defined Storage (SDS) übernimmt dabei die Orchestrierung, häufig eng integriert mit Kubernetes-Umgebungen über CSI-Schnittstellen.

Ein weiterer Trend sind Speicherlösungen, die speziell für parallelen Datenzugriff und extreme Datenraten ausgelegt sind – etwa durch Optimierungen bestehender Dateisysteme oder den Einsatz von Middleware-Ebenen für KI- und ML-Workloads. In hybriden Infrastrukturen nehmen sie eine größere Rolle ein: Unternehmen kombinieren On-Premises-High-Performance-Systeme mit leistungsfähigen Cloud-Diensten, um flexibel auf Lastspitzen reagieren zu können oder gezielt Speicher für bestimmte Workloads zu beziehen. So lassen sich Kapazität und Leistung nach Bedarf erweitern, ohne dass dafür eigene Hardware im gleichen Umfang bereitgestellt werden muss. Dieses Zusammenspiel aus lokaler Infrastruktur und Cloud-Speicher ermöglicht es, HPC- und KI-Workloads mit hoher Effizienz und Flexibilität zu betreiben.

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Sicherheit, Resilienz und Nachhaltigkeit

Die reine Performance reicht heute nicht mehr aus – High-Performance-Speichersysteme müssen zugleich widerstandsfähig und nachhaltig sein. Angesichts zunehmender Cyberbedrohungen setzen Hersteller auf Zero-Trust-Konzepte, manipulationssichere Snapshots und automatisierte Wiederherstellungsmechanismen, um Daten vor Ransomware-Angriffen zu schützen. Die praktische Umsetzung dieser Konzepte variiert allerdings noch stark, insbesondere in heterogenen Legacy-Umgebungen.

Parallel wächst der Druck, die Energieeffizienz zu verbessern. Moderne Systeme nutzen energieoptimierte Flash-Generationen wie QLC (Quad-Level-Cell) und verfügen über Funktionen zur Lastverteilung, die den Stromverbrauch reduzieren. Nachhaltigkeit ist damit ein zentrales Entscheidungskriterium. Ergänzend entstehen neue Nutzungsmodelle wie Storage-as-a-Service (STaaS), bei denen Unternehmen leistungsstarke Speicherumgebungen flexibel und nutzungsabhängig beziehen können.

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