All-Flash-Speicher-Arrays sind im Storage-Umfeld mittlerweile unverzichtbar. Sie bewältigen anspruchsvolle Szenarien und sind auch für leistungshungrige Workloads bestens geeignet. Dank etablierter SSD-Technik und fallender Preise sind derartige Systeme mittlerweile auch in mittelständischen Unternehmen zu finden.
All-Flash-Arrays punkten bei den IOPS und sind im Mittelstand angekommen.
Wenn es um die Frage nach dem bevorzugten Speichersystem geht, sind klassische festplattenbasierte Systeme immer noch weit verbreitet. Diese bieten durchaus Vorteile, wie etwa erprobte Technik und geringe Kosten. Geht es aber um Workloads mit einer großen Menge an Transaktionen, hohen Datendurchsätzen oder stark schwankenden Leistungsanforderungen, ist die traditionelle Technik der Herausforderung oft nicht mehr gewachsen. Beispiele für derartige Szenarien können etwa Data Warehouses, Datenbanken, große E-Commerce-Systeme oder Virtual-Desktop-Infrastrukturen (VDI) sein.
Wie eine herstellerunabhängige Studie von Coldago zeigte, setzen Unternehmen hierfür erstaunlicherweise nicht zwingend auf Cloud Storage (64 Prozent). Stattdessen haben All-Flash-Arrays mit 67 Prozent die Nase vorn, All-Flash-NAS folgt mit 56 Prozent auf dem Fuße. Selbst die noch vergleichsweise neuen, aber immens leistungsfähigen NVMe-Arrays liegen mit 37 Prozent gut im Rennen, wenn es um die Frage nach den künftigen Investitionen in Speichersysteme geht.
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Vorteile von Flash-Arrays
Vereinfacht ausgedrückt, punkten Flash-basierte Speichersysteme vor allem durch extrem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit und niedrige Latenzen. Als Vergleichswert dient der IOPS-Wert („Input/Output Operations Per Second“), der sich für alle Speichermedien ermitteln lässt. Dabei wird die Anzahl der Ein- und Ausgaben pro Sekunde gemessen. Klassische Festplatten erzielen hier in der Regel niedrige dreistellige Werte, während Solid State Disks (SSDs) im sechsstelligen Bereich rangieren. Über die NVMe-Schnittstelle („Non-Volatile Memory Express“) angebundene Flash-Speicher erreichen sogar siebenstellige IOPS-Werte.
In All-Flash-Arrays oder NVMe-Arrays werden große Mengen an SSDs zu einem leistungsfähigen Storage-Verbund kombiniert. Insbesondere in der Anfangszeit waren derartige Systeme sehr teuer und deshalb nur für spezifische Anwendungsfälle geeignet. Dank mittlerweile etablierter und konstant verbesserter Technik sowie ausgebauter und optimierter Fertigungsverfahren ist Flash-Speicher nicht nur leistungsfähiger, sondern auch deutlich erschwinglicher geworden.
Moderne All-Flash-Arrays entwickeln sich zunehmend zu Allroundern, die auch für mittelständische Unternehmen attraktiv sind und ein breites Spektrum an Funktionen abdecken. Der wichtigste Vorteil sind die hohen IOPS-Werte solcher Systeme. In Kombination mit den stetig wachsenden Speicherkapazitäten von SSDs sowie leistungsfähigen Controllern und schnellen Netzwerkanbindungen sorgen sie dafür, dass sich Workloads im Vergleich mit festplattenbasierten Systemen deutlich zügiger und mit weniger Speichermedien abwickeln lassen.
All-Flash- und NVMe-Arrays haben zudem einen geringeren Platz- und Energiebedarf im Rechenzentrum. Gleichzeitig sind Verwaltung und Wartung in vielen Aspekten unkomplizierter als bei klassischen Speichersystemen. Gängige Funktionen wie zum Beispiel Deduplizierung, Thin Provisioning, Snapshots, Verschlüsselung und die Anbindung über APIs sind bei aktuellen Arrays übliche Ausstattungsmerkmale.
Trotz der genannten Vorzüge ist Flash-Storage kein Allheilmittel und immer noch ein beachtlicher Kostenfaktor. Speziell Anschaffungs- und Implementierungskosten sind hier zu nennen. Dafür ergeben sich nach erfolgreicher Einführung Folgeeffekte, wie etwa geringe Betriebskosten, weniger Administrationsaufwand und höhere Produktivität. Eine gründliche Abwägung von Kosten, Vorteilen und anderen Faktoren ist aber in jedem Fall anzuraten. All-Flash- und NVMe-Arrays eigenen sich nicht nur als Speicherplattformen für anspruchsvolle primäre Workloads, sondern bieten auch Effizienzvorteile beim Einsatz als Sekundärspeicher. Sind die nötigen Voraussetzungen gegeben, lassen sich auch Unternehmensanwendungen auf eine zentrale Flash-basierte Plattform konsolidieren.
Für Cold-Storage-Umgebungen mit einer hohen Zahl weniger genutzter Daten sind Flash-Speicherplattformen aber häufig zu teuer und überdimensioniert. Hier bieten sich weiterhin klassische festplattenbasierte Systeme als kosteneffizientere Lösung an. Hybride Systeme bieten hierbei ebenfalls eine interessante Alternative: Sie kombinieren SSDs und HDDs in einem System. Viel genutzte Daten werden bei Bedarf automatisch auf dem schnellen Flash-Storage bereitgestellt und zur Archivierung auf den günstigen Festplattenspeicher verschoben („Auto-Tiering“).
Stand: 08.12.2025
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