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IP-SAN und Virtualisierungsoftware schaffen flexible Datacenter-Infrastrukturen

Die Vorteile von iSCSI und Virtualisierung im Überblick

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Moderne iSCSI-Techniken dagegen verlagern die Speichervirtualisierung auf eine logische Ebene. Dieser Ansatz sorgt für eine skalierbare Performance und Kapazität, indem mehrere Controller in einem logischen Set von Ressourcen zusammengefasst werden. Die Folge: Volumes können nicht nur im Einzugsbereich eines Controllers über einzelne Plattenlaufwerke virtualisiert werden, sondern über mehrere Storage-Systeme in einem SAN. Beispielhaft für eine derartige Scale-out-Architektur sind die Dell-Systeme der Equallogic-PS-5000-Serie. Derartige Designs sind in der Welt der Fibre-Channel-SANs kaum anzutreffen, nicht zuletzt wegen ihrer architektonischen Grenzen.

So sind die Devices in einem Fibre Channel SAN über einen World Wide Name (WWN) angeschlossen. Der WWN ist eine physikalische Port-Adresse, festgelegt und kodiert in der Hard- oder Firmware. Zudem werden alle Datenpfade zwischen den Hosts und dem Storage Array statisch festgelegt. Das ist ziemlich unflexibel, denn sind Veränderungen, Anpassungen oder Erweiterungen vonnöten, so erfordert das einen beträchtlichen Aufwand.

Flexibler dank TCP-IP-Netzen

Im Gegensatz dazu unterstützen TCP-IP-Netze die virtuelle Adressierung und ein Dynamic Routing. Mit dem Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) lassen sich Adressen dynamisch zuweisen oder die physikalischen Adressen können per Address Proxying virtualisiert werden. In einer Equallogic-Gruppe etwa verfügt jedes dazugehörige Array über drei aktive physikalische Gigabit-Ethernet-Ports. Eine Gruppe mit vier Mitgliedern umfasst demnach zwölf Ports, wobei jeder Port einer IP-Adresse zugeordnet ist. Der externe Zugriff von Hosts jedoch erfolgt über der einer Gruppe zugewiesenen IP-Adresse, die dann die Anfrage weiterleitet.

Die Hostsysteme müssen in dem Fall nichts von der zugrunde liegenden physikalischen Storage-Topologie wissen. Durch die Virtualisierung der physikalischen I/O-Ports entsteht so eine flexible Storage-Umgebung. Das Equallogic-Basismodell enthält einen Controller mit einem batteriegepufferten Ein-Gigabyte-Cache. Zusätzlich ist das Hochverfügbarkeitsmodell mit zwei Controllern mit insgesamt zwei Gigabyte batteriegepuffertem Cache für bis zu 72 Stunden Datensicherheit ausgestattet. Über standardmäßig vorhandene Steuerungsfunktionen arbeiten die einzelnen Arrays stets zusammen, sei es beim automatischen Datenmanagement, beim Lastenausgleich für alle Ressourcen oder bei der Erweiterung, um einem gestiegenen Speicherbedarf zu genügen.

Weiter mit: Scale-out-Architektur von Servern und Storagesystemen ergänzen einander

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