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NAS NDMP, 321 oder was sonst? Die Zwickmühlen der Datensicherung

Ein Gastbeitrag von Mario Werner* 4 min Lesedauer

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In gut laufenden Unternehmen gibt es meist eine umfangreiche Infrastruktur für netzwerkgebundene Speicherung (NAS), in der kritische Daten, die für den täglichen Betrieb essentiell sind, gespeichert wurden. Das Speicherteam steht deshalb regelmäßig vor der gewaltigen Aufgabe, diesen Informationsreichtum zu schützen und gleichzeitig mit der Zwickmühle der Auswahl einer NAS-NDMP-Backup-Lösung zu ringen.

Welche Zwickmühle bei der Datensicherung droht und wie sie zu lösen ist, erläutert Mario Werner im Gastbeitrag.(Bild:  ©jgaunion, Getty Images via Canva.com)
Welche Zwickmühle bei der Datensicherung droht und wie sie zu lösen ist, erläutert Mario Werner im Gastbeitrag.
(Bild: ©jgaunion, Getty Images via Canva.com)

Dabei steht die Notwendigkeit einer bezahlbaren, aber robusten Lösung im Raum, welche die Wiederherstellung auf Dateiebene ermöglicht, um den Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden. Das ist eine erhebliche Herausforderung in Hinsicht auf Zeit, Finanzierung und Machbarkeit bei begrenzten Ressourcen.

Backups sind dabei die bekannte und ultimative Verteidigungslinie gegen Datenverlust und Korruption. Angesichts von allgegenwärtigen Cyber-Bedrohungen gewährleistet ein robustes Backup nicht nur eine schnelle Wiederherstellung, sondern mindert auch potentielle Schäden und Verluste.

Was sind die Vorteile eines NDMP-Backups in NAS-Umgebungen?

NAS (Network-Attached Storage) dient als zentralisiertes Repository für die Datenspeicherung und ist meist zugänglich für eine vielfältige Gruppe von Clients und Servern. Grundlage ist das NDMP (Network Data Managment Protocol), als Standardprotokoll für die Datensicherung und -wiederherstellung in NAS-Umgebungen. Ziel ist eine leichte und effiziente Schutzoperationen für kritische Daten. Die Herausforderung liegt in der Wiederherstellung auf Dateiebene. Das ist entscheidend für die Adressierung benutzerspezifischer Datenwiederherstellungsbedürfnisse, wie zum Beispiel eine nahtlose Rückholung einzelner Dateien und Ordner. Und zwar ohne dass man dafür eine vollständige Volumenwiederherstellung bräuchte.

Eine Antwort darauf sind innovative Software-Lösungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind und im Idealfall nahtlos navigiert werden können. Eine Möglichkeit für NAS-NDMP-Backup ist die Lösung von Catalogic Software, die umfassenden Datenschutz mit Wiederherstellung auf Dateiebene und geringen Kosten kombiniert. Egal welche Lösung am besten zur eigenen Infrastruktur passt, das Ziel ist immer, kritische Dateien sofort und einfach abrufen zu können, was natürlich auf die gesamte betriebliche Effizienz und Nutzerzufriedenheit einzahlt.

Die Fähigkeit zur Wiederherstellung auf Dateiebene ist übrigens deshalb so wichtig, damit Nutzer einzelne Dateien und Ordner schnell abrufen können, ohne vorher umfangreiche Datenwiederherstellungsprozesse durchführen zu müssen. Das wäre schließlich alles andere als lean und agil.

Kosteneffizient und robust mit verschiedenen Backup-Strategien

Kosteneffiziente Lösungen ohne Kompromisse bei der Funktionalität sind hier gefragt – möglichst robust und umfassend skalierbar. Anfangen kann man dazu natürlich mit der 3-2-1-Backup-Strategie. Das ist ein grundlegender Ansatz für die Datenverwaltung und den Datenschutz. Der Name der Strategie selbst umreißt ihre drei Kernkomponenten: drei Kopien von Daten, die auf zwei verschiedenen Medien gespeichert werden, wobei eine Kopie extern aufbewahrt wird.

Die erste Komponente der Strategie besteht darin, drei separate Kopien der relevanten Daten zu erstellen – also den ursprünglichen Datensatz und zwei Sicherungskopien. Diese drei Kopien bieten bereits ein solides Sicherheitsnetz gegen die meisten Datenverluste. Wenn zum Beispiel ein Backup ausfällt oder beschädigt wird, steht immer noch ein weiteres Backup zur Verfügung. Der Gedanke dahinter ist, den „Single Point of Failure“ zu eliminieren, was neben menschlichen Fehlern das häufigste Risiko bei der Datenspeicherung und -verwaltung darstellt.

Die zweite und dritte Komponente der Strategie konzentrieren sich auf die Methode und den Ort der Speicherung. Die Speicherung von Daten auf zwei verschiedenen Medien oder Plattformen verringert das Risiko eines gleichzeitigen Verlusts aufgrund einer einzigen Fehlerart. Man kann zum Beispiel eine Kopie auf einer internen Festplatte und eine weitere auf einer externen SSD oder in einem Cloud-Speicher haben.

Das Wichtigste ist, immer eine der Sicherungskopien auszulagern – als Schutz vor physischen Katastrophen wie Feuer, Überschwemmung oder Diebstahl, die alle lokalen Kopien zerstören könnten. Offsite-Speicherung kann technisch so einfach sein wie ein physisches Laufwerk an einem sicheren, entfernten Ort oder so modern wie Cloud-basierte Speicherung. Mit dieser geografischen Diversifizierung der Datenspeicherung macht man die 3-2-1-Regel zum eigenen Goldstandard bei der Planung von Datensicherung und Notfallwiederherstellung.

Ein ernüchterndes Bild der heutigen digitalen Landschaft

Diese Überlegungen und Ansätze sind leider sehr notwendig, auch und gerade im Hinblick auf die Abwehr der zunehmenden Hackerangriffe. Einer aktuellen Studie des britischen Blogs IT Governance zufolge gab es allein im November 2023 bereits 470 öffentlich bekannt gewordene Sicherheitsvorfälle, bei denen 519.111.354 Datensätze kompromittiert wurden. Die Anwendung der simplen 3-2-1-Backup-Strategie kann das Risiko eines totalen Datenverlusts durch Cyber-Bedrohungen wie Ransomware weitgehend reduzieren. Wenn dann noch weitere automatisierte Lösungen zum Einsatz kommen, hat man viele Quellen des Datenverlusts durch Cyberattacken, Naturkatastrophen oder menschliches Versagen ausgeschaltet. Dabei gibt es keine „One fits for all“-Lösung, sondern man muss sich die Gegebenheiten und Bedürfnisse individuell anschauen. Gemeinsam ist allerdings allen Backup-Strategien, dass sie den allgemeinen Betrieb nicht behindern dürfen, kosteneffizient und ressourcenschonend einsetzbar sein müssen und flexibel in verschiedenen Speicherorten mit und ohne Cloud anwendbar sein sollten.

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Mario Werner, Sales Director Europe, Catalogic Software GmbH.(Bild:  Catalogic Software)
Mario Werner, Sales Director Europe, Catalogic Software GmbH.
(Bild: Catalogic Software)

Was man bei aller Liebe zur Automatisierung unbedingt vermeiden sollte, sind Lösungen die lange Wiederherstellungszeiten von Dateien, hohe Lizenz- und Schulungskosten für neue Backup-Strategien und komplizierte Benutzeroberflächen im Einsatz bedeuten. Das konterkariert das eigentliche Ziel von mehr Effizienz und Sicherheit im IT-Alltag.

* Der Autor: Mario Werner, Sales Director Europe, Catalogic Software GmbH

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