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Das mag in kleineren Rechenzentren ja noch halbwegs funktionieren. Doch je größer ein Unternehmen wird und je globaler es mit zahllosen Filialen auf dem Weltmarkt aufgestellt ist, desto schwieriger ist es, die Konsequenzen einer Systemabschaltung zu überblicken. Häufig werden sie erst durch Beschwerden der Anwender offensichtlich. Bei spätestens 50 bis 100 gekoppelten und verstreut operierenden Systemen sprengen die komplexen Abhängigkeiten untereinander den Rahmen einer jeden klassischen Ausfallplanung.
Software-Tool plant Downtime-Fenster
Nur mit Downtime-Management lassen sich in solchen Fällen ungeplante Ausfallzeiten bei den Anwendern verhindern, indem das Herunterfahren von Systemen mit den Anwendern weitgehend automatisch abgestimmt und organisiert wird.
Die im Vorfeld unternehmensintern definierten möglichen Zeitfenster für System-Downtimes (beispielsweise jeder erste Montag eines Monats zwischen 17 und 18 Uhr MEZ) werden in dieser Windows-basierenden Intranet-Anwendung erfasst und den verschiedenen Systemen je nach Bedarf zugeordnet.
Das Tool übernimmt anschließend im laufenden Betrieb die Zuordnung notwendiger Systemarbeiten (Tasks) zu freien Downtime-Fenstern der betroffenen Systeme. Das Programm steuert beispielsweise aktiv die Softwareverteilung auf Windows-Servern, listet die Downtimes für das Produktionspersonal auf und informiert die betroffenen Fachbereiche über die bevorstehenden Ausfälle ihrer Systeme.
Selbstverständlich können Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Systemen hinterlegt und beispielsweise komplexe Cluster-Konstellationen definiert werden. Denn vielfach ist es üblich, dass Systeme letztlich auf andere Systeme angewiesen sind wie etwa in einem Loadbalancer-Verbund. In solchen Fällen dürfen natürlich nicht alle Systeme zeitgleich gewartet werden, sonst droht weiten Unternehmensbereichen ein Stillstand. Nur ein Server pro Cluster oder zwei von fünf Loadbalancern dürfen zeitgleich abgeschaltet werden, um den Produktionsfluss nicht zu behindern.
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